IBM Selectric: Bastler druckt Comic-Sans-Typeball für Schreibmaschine

Der Bastler Sam Ettinger hat einen sogenannten Typeball für Selectric-Schreibmaschinen von IBM(öffnet im neuen Fenster) entwickelt, der in einem 3D-Drucker gedruckt wird. Die Selectric-Modelle verwenden, anders als herkömmliche Schreibmaschinen, keine Typenbügel, sondern einen Metallball, der alle Zeichen enthält und beim Schreiben rotiert und angewinkelt wird, bevor er aufs Papier gedrückt wird.
Dadurch können Nutzer verschiedene Schriftarten oder sogar Alphabete verwenden, indem sie den Typeball austauschen. Ersatzteile gibt es für die teilweise mehr als 50 Jahre alten Maschinen allerdings nicht mehr. Seit einigen Jahren wird daher versucht, neue Schriftbälle mit 3D-Druckern herzustellen.
Die Schwierigkeit darin besteht, die Ränder der Typen so detailliert zu drucken, dass eine scharfe Kante entsteht. Gleichzeitig darf der gedruckte Aufbau des jeweiligen Zeichens nicht zu knapp ausfallen, da die Type sonst bei der Nutzung kaputtgehen kann.
Neues Verfahren sorgt für scharfe Lettern
Ettinger hat, aufbauend auf vorigen Projekten, ein Verfahren entwickelt, das automatisiert Lettern in so CAD-Programmen unterfüttern kann, dass die Kanten scharf und der Aufbau stabil sind. Das Ergebnis nennt Ettinger "puffed out" , also aufgebläht: Die Type scheint auf einer Art Wolke zu liegen.
Die Software hat Ettinger auf Github(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung gestellt. Nutzer können eigene Zeichen verwenden, um mit seiner Methode einen Typeball zu drucken. Idealerweise wird dafür ein Harzdrucker verwendet, da dieser schärfere Typen ergibt. Ettinger hat unter anderen Typeball-Modelle mit Comic Sans, dem Cherokee-Alphabet und Tamazight bei Printables.com(öffnet im neuen Fenster) hochgeladen.



