IBM Research: Nanorods gegen Fälschungen

Forscher von IBM Research in Zürich haben eine neue Technik entwickelt, mit der sich Produkte mit fälschungssicheren Markierungen versehen lassen, die nur unter dem Mikroskop erkennbar sind. Zum einen haben die Forscher eine Technik entwickelt, mit der sich die sogenannten Nanorods auf beliebige Produkte drucken lassen. Zum anderen haben sie einen Ansatz gefunden, dabei physikalisch nicht kopierbare Muster zu generieren.

Den IBM-Forschern ist es gelungen, Gold-Nanorods mit einer Größe von 25 bis 80 Nanometern mit einem einfachen Druckprozess auf Oberflächen aufzubringen. Sie nutzen dazu die Oberflächenspannung von Wasser, um die Nanorods(öffnet im neuen Fenster) aufzubringen. Zur Demonstration haben sie ein rotes Ost-Ampelmännchen gedruckt, das nur 50 x 60 Mikrometer groß ist. Das Original ist rund 2.500-mal größer als die Nanoversion der IBM-Forscher.
So ist es möglich, beliebige Muster, beispielsweise winzige Firmenlogos oder Seriennummern, auf Produkte zu drucken.
Zugleich haben die Forscher eine Technik entwickelt, um Nanomuster aus fluoreszierenden Kugeln aus Polystyrol(öffnet im neuen Fenster) zu erzeugen. Die Kugeln emittieren rotes, grünes oder blaues Licht, wobei die Anordnung der Farben komplett zufällig und nicht kontrollierbar ist. IBM-Forscher Heiko Wolf spricht von einer physikalisch nicht klonbaren Funktion.
Die Kombination aus beiden Techniken soll es letztendlich erlauben, Produkte wie Diamanten, Uhren, Kunst oder Pässe fälschungssicher zu markieren. Unter einem Mikroskop ist dann erkennbar, ob ein Produkt echt ist. Wolf geht davon aus, dass die Technik innerhalb von fünf Jahren zum Einsatz kommen kann.



