Abo
  • IT-Karriere:

IBM Q: Qubits as a Service

Für kommerzielle Zwecke will IBM in den kommenden Jahren über seine Cloud den Zugriff auf stärkere Quantencomputer anbieten. Angepeilt sind rund 50 Qubit.

Artikel veröffentlicht am , Kristian Kißling/Linux Magazin
Quantencomputer von IBM: kommerzielle Quantenrechner mit rund 50 Qubits
Quantencomputer von IBM: kommerzielle Quantenrechner mit rund 50 Qubits (Bild: IBM/CC-BY 2.0)

Bekanntlich lösen Quantenrechner bestimmte Algorithmen wesentlich effizienter als herkömmliche Rechner, beispielsweise auf dem Feld der Chemie. So kann die Zahl der Quantenzustände in einem Koffeinmolekül erstaunlich hoch sein, zu hoch, um ihre chemischen Eigenschaften mit traditionellen Clustern zu simulieren. Das können Quantencomputer ändern, glaubt IBM.

Stellenmarkt
  1. Kliniken Schmieder, Stuttgart
  2. Modis GmbH, Essen

Der Konzern will im Rahmen von IBM Q in den nächsten paar Jahren kommerzielle Quantenrechner mit rund 50 Qubits bauen, auf die Kunden dann über die IBM-Cloud zugreifen. Auch eine Einheit für Performance der Rechner hat IBM gefunden: Quantum Volumes fassen die Zahl der Qubits, die Qualität der Quantenoperationen und die Verbundenheit sowie Parallelisierung der Qubits zu einer Kennzahl zusammen, die dann, etwas schwammig scheint es, über die Kapazität der Quantenrechner Auskunft geben soll.

Zugleich hat IBM ein neues API (Application Program Interface) für seine "IBM Quantum Experience" angekündigt, mit dem Entwickler einfach und ohne großen Background in Quantenphysik Schnittstellen bauen. Die sollen dann die bereits existierenden 5-Qubit-Quantenrechner mit klassischen Rechnern verknüpfen. Auch die Software für den Simulator, der Schaltkreise mit bis zu 20 Qubits simuliert, haben IBMs Entwickler aktualisiert. Noch in diesem Quartal soll zudem ein vollständiges SDK erscheinen, um einfache Quantenanwendungen und Software zu schreiben.

IBM forscht an Quantenrechnern

Das Unternehmen forscht im Rahmen der besagten IBM Quantum Experience bereits eine ganze Weile an Quantenrechnern, seit dem Start des Programms haben 40.000 User über 275.000 Experimente damit vorgenommen. Nun erhofft sich das Unternehmen offenbar, dass die bisherigen eher akademischen Experimente auch kommerzielle Früchte tragen.

Neben dem Einsatz in der Chemie sieht IBM noch weitere Felder für seine Quantenrechner. Die könnten optimale Pfade für Logistikunternehmen errechnen (Problem des Handlungsreisenden), finanzielle Daten durchforsten, um globale Risikofaktoren zu errechnen und besser zu investieren, Machine Learning vereinfachen, das riesige Mengen an Trainingsdaten erfordert, und nicht zuletzt die Datensicherheit erhöhen. Mehr Informationen zu den Plänen liefert eine eigens eingerichtete Webseite.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (neue und limitierte Produkte exklusiv für Prime-Mitglieder)
  2. (u. a. 256-GB-microSDXC für 36,99€ - Bestpreis!)
  3. (u. a. Seagate Barracuda 250-GB-SSD für 39,99€)

A. Tomic 09. Mär 2017

Also der Vergleicht mit den 640 kB hinkt etwas, da natürlich an der Anwendbarkeit niemand...

FreiGeistler 07. Mär 2017

Naja, Quantencomputer klingt cool, verspricht viel. Da werden wir in Zukunft mit noch...

Anonymer Nutzer 06. Mär 2017

9 von 10 neu entwickelten Pharma-Entwicklungen floppen (im Clinical Trial etc.). Und es...


Folgen Sie uns
       


Asrock DeskMini A300 - Test

Der DeskMini A300 von Asrock ist ein Mini-PC mit weniger als zwei Litern Volumen. Der kleine Rechner basiert auf einer Platine mit Sockel AM4 und eignet sich daher für Raven-Ridge-Chips wie den Athlon 200GE oder den Ryzen 5 2400G.

Asrock DeskMini A300 - Test Video aufrufen
Mobile-Games-Auslese: Magischer Dieb trifft mogelnden Doktor
Mobile-Games-Auslese
Magischer Dieb trifft mogelnden Doktor

Ein Dieb mit Dolch in Daggerhood, dazu ein (historisch verbürgter) Arzt in Astrologaster sowie wunderschön aufbereitetes Free-to-Play-Mittelalter in Marginalia Hero: Golem.de stellt die spannendsten neuen Mobile Games vor.
Von Rainer Sigl

  1. Hyper Casual Games 30 Sekunden spielen, 30 Sekunden Werbung
  2. Mobile-Games-Auslese Rollenspiel-Frühling mit leichten Schusswechseln
  3. Gaming Apple Arcade wird Spiele-Flatrate für iOS und MacOS

Ocean Discovery X Prize: Autonome Fraunhofer-Roboter erforschen die Tiefsee
Ocean Discovery X Prize
Autonome Fraunhofer-Roboter erforschen die Tiefsee

Öffentliche Vergaberichtlinien und agile Arbeitsweise: Die Teilnahme am Ocean Discovery X Prize war nicht einfach für die Forscher des Fraunhofer Instituts IOSB. Deren autonome Tauchroboter zur Tiefseekartierung schafften es unter die besten fünf weltweit.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. JAB Code Bunter Barcode gegen Fälschungen

Ada und Spark: Mehr Sicherheit durch bessere Programmiersprachen
Ada und Spark
Mehr Sicherheit durch bessere Programmiersprachen

Viele Sicherheitslücken in Software sind auf Programmierfehler zurückzuführen. Diese Fehler lassen sich aber vermeiden - und zwar unter anderem durch die Wahl einer guten Programmiersprache. Ada und Spark gehören dazu, leider sind sie immer noch wenig bekannt.
Von Johannes Kanig

  1. Das andere How-to Deutsch lernen für Programmierer
  2. Programmiersprachen, Pakete, IDEs So steigen Entwickler in Machine Learning ein

    •  /