Abo
  • IT-Karriere:

IBM Power8: Bandbreiten-Monster steuert bis zu 1 TByte RAM an

IBM hat auf der Konferenz "Hot Chips 25" seinen Power8-Prozessor vorgestellt. Der 12-Kern-Chip bietet rasend schnelle Caches und bindet zudem noch 128 MByte externes EDRAM an. Die Leistung soll doppelt so hoch liegen wie beim Power7+.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Power8 bindet acht Memory-Buffer-Chips als L4-Cache an.
Der Power8 bindet acht Memory-Buffer-Chips als L4-Cache an. (Bild: IBM)

Mit dem Power8 hat IBM ein Jahr nach dem Power7+ dessen Nachfolger vorgestellt, der ursprüngliche Power7 erschien bereits 2010. Der neue Chip misst satte 650 mm², den externen EDRAM nicht mitgezählt. Möglich wird ein solches Monster durch IBMs 22-Nanometer-SOI-Fertigung in der Chipfabrik in East Fishkill, New York. Der Power7+ wurde noch in 32 nm produziert, der Power7 in 45 nm.

  • Der Power8 bietet zwölf Kerne mit je 512 KByte L2 und dazu insgesamt 96 MByte L3-Cache. (Bild: IBM/Screenshot: Golem.de)
  • Jede Recheneinheit kann mittels Simultaneous Multithreading acht Threads abarbeiten. (Bild: IBM/Screenshot: Golem.de)
  • Acht EDRAM-Blöcke mit zusammen 128 MByte dienen als externer L4-Cache. (Bild: IBM/Screenshot: Golem.de)
  • Peripherie wird per PCI-Express 3.0 angebunden. (Bild: IBM/Screenshot: Golem.de)
  • Der Power8 im Vergleich zu früheren Power-Prozessoren (Bild: IBM/Screenshot: Golem.de)
  • Gegenüber dem Power7+ soll der Power8 teilweise mehr als doppelt so flott rechnen. (Bild: IBM/Screenshot: Golem.de)
Der Power8 bietet zwölf Kerne mit je 512 KByte L2 und dazu insgesamt 96 MByte L3-Cache. (Bild: IBM/Screenshot: Golem.de)
Stellenmarkt
  1. Reply AG, deutschlandweit
  2. Arburg GmbH & Co. KG, Loßburg

Die gleich zwölf Kerne des Power8, von denen jeder per Simultaneous Multithreading acht Threads ausführen kann, greifen auf jeweils 512 KByte L2-Cache zurück. Weiterhin teilen sich die Recheneinheiten 96 MByte L3-Cache und obendrauf kommen noch einmal 128 MByte Embedded-DRAM. Letzerer Speicher ist als L4-Cache organisiert und wird mittels acht Memory-Buffer-Chips ermöglicht, der Speichercontroller bindet zudem mittels 32 Kanälen bis zu 1 TByte DDR3-1600-RAM an.

Doppelte Leistung, FIVRs und PCI-E 3.0 ab 2014

Damit die Daten schnell genug ankommen, schaufeln die Kerne ihre Daten aus dem L2-Cache mit 256 GByte pro Sekunde heran und schreiben sie mit 64 GB/s zurück. Der L3-Puffer arbeitet in beide Richtungen mit 128 GB/s und der L4-Cache liest ebenso flott, schreiben kann er mit 64 GB/s. Die 32 Kanäle mit DDR3-1600-Geschwindigkeit erlauben zusammen 410 GB/s, dauerhaft soll der Power8 immerhin noch 230 GByte pro Sekunde schaffen.

Die enorme Datentransferrate erlaubt es dem IBM-Chip zusammen mit seinen zwölf Kernen, die Leistung gegenüber dem Power7+ mit seinen nur acht Recheneinheiten je nach Anwendung mehr als zu verdoppeln - Singlethread ist er immerhin um den Faktor 1,6 flotter. Taktfrequenzen gibt der Hersteller hierbei nicht an, ein Hinweis in der Präsentation lässt aber auf 4 GHz schließen. Der Power7+ kommt auf bis zu 4,4 GHz.

Neben der reinen Rechenleistung sind beim Power8 vor allem die einzelnen Spannungsregler pro CPU-Kern bemerkenswert. Etwas Ähnliches bietet derzeit nur Intels Haswell, hier versorgt ein Regler aber neben den x86-Einheiten noch die GPU sowie den L3-Cache und den System Agent. Daher spricht Intel von FIVRs, also Fully Integrated Voltage Regulators.

Wie beim Mitbewerber bindet der Power8 Peripherie per PCI-Express 3.0 und bis zu 16 Lanes an, auch Transactional Memory wird unterstützt. Erste Chips sollen kommendes Jahr ausgeliefert werden, zu Preis und TDP schweigt IBM bisher.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Aorus Pro für 219,90€, Aorus Pro WiFi für 229,90€, Aorus Elite für 189,90€)
  2. 269,90€

H-D-F 07. Okt 2013

Hier gehts eher um RISC

George99 29. Aug 2013

w s &#948...


Folgen Sie uns
       


Golem.de probiert 5G in Berlin aus - Bericht

Wir probieren 5G in Berlin-Adlershof aus.

Golem.de probiert 5G in Berlin aus - Bericht Video aufrufen
Cyberangriffe: Attribution ist wie ein Indizienprozess
Cyberangriffe
Attribution ist wie ein Indizienprozess

Russland hat den Bundestag gehackt! China wollte die Bayer AG ausspionieren! Bei großen Hackerangriffen ist oft der Fingerzeig auf den mutmaßlichen Täter nicht weit. Knallharte Beweise dafür gibt es selten, Hinweise sind aber kaum zu vermeiden.
Von Anna Biselli

  1. Double Dragon APT41 soll für Staat und eigenen Geldbeutel hacken
  2. Internet of Things Neue Angriffe der Hackergruppe Fancy Bear
  3. IT-Security Hoodie-Klischeebilder sollen durch Wettbewerb verschwinden

Pixel 4 XL im Test: Da geht noch mehr
Pixel 4 XL im Test
Da geht noch mehr

Mit dem Pixel 4 XL adaptiert Google als einer der letzten Hersteller eine Dualkamera, die Bilder des neuen Smartphones profitieren weiterhin auch von guten Algorithmen. Aushängeschild des neuen Pixel-Gerätes bleibt generell die Software, Googles Hardware-Entscheidungen finden wir zum Teil aber nicht sinnvoll.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Pixel 4 Google will Gesichtsentsperrung sicher machen
  2. Google Pixel 4 entsperrt auch bei geschlossenen Augen
  3. Live Captions Pixel 4 blendet auf dem Gerät erzeugte Untertitel ein

Star Wars Jedi Fallen Order: Mächtige und nicht so mächtige Besonderheiten
Star Wars Jedi Fallen Order
Mächtige und nicht so mächtige Besonderheiten

Ein Roboter mit Schublade im Kopf, das Lichtschwert als Multifunktionswerkzeug und ein sehr spezielles System zum Wiederbeleben: Golem.de stellt zehn ungewöhnliche Elemente von Star Wars Jedi Fallen Order vor.


      •  /