IBM PCs und Zilog Z80: Erstes PC-Betriebssystem CP/M offiziell Open Source

Mit den ersten PCs der 70er Jahre entstand CP/M als plattformunabhängiges System. Der Quellcode ist nun endgültig Open Source.

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CP/M auf einem Rechner mit Zilog Z80
CP/M auf einem Rechner mit Zilog Z80 (Bild: Michael Specht, Wikimedia Commons/CC-BY-SA 3.0)

Seit 1974 gibt es das legendäre Betriebssystem CP/M. Rund 21 Jahre nach einer ersten Offenlegung des Quellcodes ist dieser auch offiziell frei verfügbar und darf ohne weitere Einschränkungen verteilt werden. Das geht aus einer entsprechenden Erklärung hervor, in der der bisherige Urheberrechtsinhaber die Bedingungen zum Verteilen des Codes aktualisiert hat.

CP/M war zunächst für die ersten Heimrechner mit Intel-Hardware gedacht und erfreut sich vor allem durch einen Port auf Zilogs Z80 auch bei Retro-Enthusiasten weiterhin großer Beliebtheit. Das System gilt als ideeller Vorgänger zu MS-DOS von Microsoft, das im Prinzip ein Klon von CP/M war und von IBM mit dessen PCs in den 80er Jahren vertrieben wurde. CP/M war auch für IBM-PCs verfügbar - allerdings zum sechsfachen Preis.

Bereits im Jahr 2001 erlaubte der Rechteinhaber dem CP/M-Enthusiasten Tim Olstead das Betriebssystem im Quellcode und in Binärform sowie auch Dokumentation und Ähnliches zu vertreiben. Olstead starb jedoch kurz darauf an Krebs und die Erlaubnis wurde zumindest auf die von ihm gepflegte inoffizielle CP/M-Webseite erweitert. Genau genommen aber eben nur auf die Webseite und deren Community.

Die weiterhin bestehende Community der Webseite fragte deshalb erneut den Rechteinhaber zum Stand der Lizenzierung von CP/M. Konkret geht es dabei um die eigentliche Intention und eine Präzisierung der Erklärung aus dem Jahr 2001.

Der Rechteinhaber Bryan Sparks, CEO des Softwareunternehmens DRDOS, das durch Übernahmen an die CP/M-Rechte gelangt ist, klärte in einer E-Mail dazu auf. Demnach waren Beschränkungen rund um den Quellcode schon 2001 nicht vorgesehen und sind deshalb in der aktuellen Bestimmung auch nicht mehr enthalten. Der Code darf also frei wiederverwendet und weiterverteilt werden.

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