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IBM: "Oracles Server sind nicht schneller und billiger"

IBM wehrt sich gegen Werbeaussagen Oracles, dass seine Server schlechter und teuer als die von Oracle seien. Oracle habe die Benchmarks manipuliert.
/ Achim Sawall
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Sparc T5-8 (Bild: Oracle)
Sparc T5-8 Bild: Oracle

IBMs Server-Marketing-Chef Steve Sibley hat Werbeaussagen von Oracle widersprochen. Er sagte dem Onlinemagazin Business Insider(öffnet im neuen Fenster) , dass Oracle drei bis fünf Jahre alte IBM-Server zum Benchmark-Vergleich genommen habe. In einigen Tests wurden Oracle-Server mit bis zu doppelt so vielen Prozessoren mit IBM-Rechnern verglichen.

Die Preise von ähnlich konfigurierten Servern seien ungefähr gleich. Dreimal in den vergangenen sieben Monaten sei IBM erfolgreich gegen falsche Werbeversprechungen von Oracle vorgegangen, sagte Sibley.

IBM würde viele Kunden von Oracle und Hewlett-Packard gewinnen. Doch IBMs High-End-Server aus der Power-Systems-Reihe verloren im vergangenen Quartal 19 Prozent Umsatz.

John Fowler, Executive Vice President für die Systems-Sparte bei Oracle, betonte auf Sibleys Aussagen hin, dass das Unternehmen keine der Aussagen zurücknehme. "Von IBM-Kunden werden für die gebotene Performance wüst überhöhte Preise verlangt."

Oracle hatte seine neuen Sparc-T5- und M5-Server vorgestellt und erklärt, in dem Sparc T5 laufe der weltweit schnellste Mikroprozessor. Der Konzern behauptete, der Oracle Sparc T5-8 biete ein 12fach besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als eine IBM-Power-780-Maschine.

Zudem böte der Oracle-Sparc-T5-8-Server einen 2,5fachen Preis-Leistungs-Vorteil gegenüber einem IBM-P780-3-Knoten-Cluster, wenn Hardware- und Software-Kosten berücksichtigt werden. Und gegenüber einer vergleichbaren IBM-Power-780-Konfiguration für Datenbanken auf Server-to-Server-Basis habe der Oracle-Sparc-T5-8-Server einen 7fachen Preisvorteil. Der Oracle-Sparc-M5-32-Server habe einen 2,5fachen Kostenvorteil gegenüber einem vergleichbaren IBM-System mit massiven I/O- und Speicherkapazitäten für große, komplexe Arbeitslasten und Anwendungskonsolidierung.

Die Aktualisierung und Modernisierung einer bestehenden IBM-Power-570-Infrastruktur bedeute ein Einsparpotenzial von bis zu 4,8 Millionen US-Dollar, erklärte Oracle weiter. Oracle hatte im Jahr 2010 für 7,5 Milliarden US-Dollar Sun Microsystems übernommen. Doch im aktuellen Quartalsbericht, der in der vorigen Woche vorgelegt wurde, erklärte Oracle, dass der Umsatz mit Servern um 23 Prozent auf 671 Millionen US-Dollar gesunken sei.


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