IBM E10180-Server: Power10 soll Intel pro Kern um Faktor 2,5 schlagen

Mit dem E10180 gibt es ein erstes System, in dem der Power10 steckt. IBM wirbt mit klar besserer Performance verglichen zu x86-CPUs.

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E10180-Server mit IBMs Power10
E10180-Server mit IBMs Power10 (Bild: IBM)

IBM hat den E10180 vorgestellt, ein Server-System mit dem Power10 genannten Prozessor. Die Systeme sind für Cloud-Anbieter gedacht, wo sie für vielfältige Workloads von künstlicher Intelligenz bis hin zu Mission Critical eingesetzt werden können. IBM verspricht mehr Leistung als mit dem Power9 und auch manche von Intels bisherigen Xeon-Servern sollen langsamer sein.

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Vorgestellt wurde der Power10 bereits im August 2020, es handelt sich erneut im ein Design mit 7LPP-Fertigung (7 nm EUV). Physisch sind 16 Kerne mit SMT8 vorhanden, allerdings schaltet IBM aus Yield-Gründen nur 15 davon frei. Die laufen mit über 4 GHz und weisen erstmals einen Block für Matrizen-Multiplikationen auf, damit lässt sich Inferencing betreiben.

Pro Chip gibt es ein achtkanaliges Interface für 4 TByte DDR4-3200-Speicher, welches 410 GByte/s erreicht. IBM nutzt IBM das Open Memory Interface (OMI), damit soll später auch DDR5-RAM unterstützt werden. Hinzu kommen 32 PCIe-Gen5-Lanes und die Power-Axon-2.0-Schnittstelle, um Beschleuniger wie ASICs oder FPGAs kohärent anzubinden.

Vollausbau mit 240 Kernen und 64 TByte RAM

Die E10180 gibt es in diversen Ausführungen, wobei IBM einzig zum 9080-HEX genannten Modell präzise Details angibt. Der Server besteht aus vier Knoten mit je vier Power10, also bis zu 16 Prozessoren pro Schrank. Hieraus ergeben sich 240 Cores mit 256 Steckplätzen für bis zu 64 TByte Arbeitsspeicher, wohingegen ein E980-System mit Power9 (konkret: 9080-M9S) bei gleicher RAM-Kapazität nur 196 Kerne aufweist.

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IBM sagt, dass ein E10180 verglichen zu einem E980 im eigenen rPerf-Benchmark (Relative Performance) eine 50 Prozent höhere Leistung pro Watt aufweist oder - anders ausgedrückt - bei gleicher Geschwindigkeit ein Drittel sparsamer ist. Die absolute Inferencing-Performance für künstliche Intelligenz soll pro Sockel um Faktor fünf steigen.

Schneller als Intels alte Xeons

Für SAPs SD-2-Tier-Benchmark (Sales & Distribution) gibt IBM an, dass ein 8-Sockel-System mit Power10 rund 8 Prozent mehr SAPS (SAP Application Performance Standard) erreicht als ein 16-Sockel-Server mit Intels Xeon Platinum 8280L. Im SpecInt2017-Benchmark soll ein E1080 mit acht Power10 die 2,5-fache Leistung pro Kern eines HPE Superdome Flex 280 mit acht Xeon Platinum 8380H erreichen.

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Hierbei ist jedoch zu beachten, dass der 8280L (Cascade Lake SP) und der 8380H (Cooper Lake CPX6) nicht Intels aktuelle Xeon-Generation darstellen, sondern eine ältere mit 14-nm-Technik. Neuere Modelle wie der Xeon Platinum 8380 (Ice Lake SP) nutzen ein 10-nm-Verfahren, sie haben bis zu 40 statt bis zu 28 Kerne und sind pro Takt schneller.

Preise für den E10180-Server nannte IBM nicht, die Auslieferung soll allerdings noch im September 2021 erfolgen. Vorerst gibt es maximal acht CPUs mit 8 TByte, die größeren Versionen sind für Dezember geplant.

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