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IBM-Chef Arvind Krishna: KI hat bereits mehrere Hundert Jobs ersetzt

IBM -Konzernchef Krishna hat zugegeben, dass KI viele Arbeitsplätze in der Personalabteilung gekostet habe. Nicht aber in Bereichen, die kritisches Denken erfordern.
/ Achim Sawall
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IBM-Chef Arvind Krishna am 21. Oktober 2024 bei Economic Club New York (Bild: REUTERS/Brendan McDermid)
IBM-Chef Arvind Krishna am 21. Oktober 2024 bei Economic Club New York Bild: REUTERS/Brendan McDermid

Laut IBM-Chef Arvind Krishna wird in dem Konzern künstliche Intelligenz eingesetzt, um mehrere Hundert Beschäftigte in der Personalabteilung zu ersetzen. Das sagte(öffnet im neuen Fenster) Krishna dem Wall Street Journal. Man habe jedoch mehr Programmierer und Vertriebler eingestellt, erklärte er, ohne jedoch Zahlen zu nennen.

Krishna sagte nichts dazu, über welchen Zeitraum der Stellenabbau erfolgte. "Obwohl wir bei IBM enorm viel Arbeit in die Nutzung von KI und Automatisierung für bestimmte Unternehmensabläufe gesteckt haben, ist unsere Gesamtbeschäftigung tatsächlich gestiegen, da wir dadurch mehr Investitionen in andere Bereiche tätigen können" , sagte Krishna dem Wall Street Journal.

Bereiche wie Softwareentwicklung, Vertrieb und Marketing verlangten laut Krishna "kritisches Denken" . Bereiche, in denen Beschäftigte Aufgaben erledigen müssten, bei denen sie sich "mit anderen Menschen auseinandersetzen, statt nur Routinearbeit zu erledigen" , wären davon nicht betroffen.

Auswirkungen der Zölle nur bei IT-Services

Krishna hält die Auswirkungen der von Präsident Donald Trump verhängten Zölle auf IBMs Geschäft für "sehr begrenzt" , weil die Großrechner in den USA gebaut würden. Das Unternehmen kündigte im vergangenen Monat an, in den nächsten fünf Jahren 150 Milliarden US-Dollar in den USA zu investieren. Solche Aussagen haben die meisten großen Techkonzerne seit Trumps Amtsantritt gemacht.

Ein Rückgang der Nachfrage durch Zölle könnte jedoch bestimmte Ausgaben im IT-Beratungsgeschäft des Unternehmens beeinträchtigen, sagte er. "Wenn die Auswirkungen bei rund zehn Prozent liegen, erfordert das deutlich konsequentere Managemententscheidungen" , kündigte Krishna an.


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