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IBM: Bund investiert 650 Millionen Euro in Quantencomputer

IBM und die Fraunhofer-Gesellschaft wollen in Deutschland einen der ersten Standorte für Quantencomputer stellen. 650 Millionen Euro investiert die Bundesregierung laut Handelsblatt in dieses und andere Projekte.
/ Oliver Nickel
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Quantencomputer müssen stark gekühlt werden. (Bild: IBM)
Quantencomputer müssen stark gekühlt werden. Bild: IBM

650 Millionen Euro will die Bundesregierung aufwenden: Das Ziel ist es, einen der ersten Quantencomputer Europas am Standort Deutschland aufzustellen. Ein Teil des Geldes fließt in das Hub. Das soll Forschern aus Wissenschaft und Wirtschaft eine gemeinsame Plattform bieten. Es entsteht aus einer Zusammenarbeit von IBM und der Fraunhofer-Gesellschaft. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster).

"Diese Partnerschaft ist eine wegweisende Initiative für angewandtes Quantencomputing und ein entscheidender Fortschritt für deutsche Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen aller Größenordnungen in unserem Land.", sagt Professor Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. Die Aussage ergänzt IBM-Deutschland-Chef Matthias Harmann: "Ein physisches Quantencomputersystem wird es Deutschland ermöglichen, Forschung, Entwicklung und Wirtschaft in Europa und darüber hinaus voranzutreiben."

Es ist wahrscheinlich, dass IBM sein Q System One für das Projekt zur Verfügung stellen wird. Dieser ist einer der ersten kommerziell erhältlichen Quantencomputer, der bereits auf der CES 2019 Anfang des Jahres vorgestellt wurde. Die Maschine rechnet derzeit mit maximal 20 Qubits und eignet sich daher noch nicht ganz als wesentlich leistungsfähigere Alternative zu klassischen Computern, die mit herkömmlichen Bits rechnen, dafür aber in sehr hoher Stückzahl zusammengeschaltet werden können. Das könnte sich allerdings schnell ändern, wenn es um die Berechnung von wissenschaftlichen Simulationen geht, die teils bis auf die atomare Ebene genau sein müssen.

Um mit Quantenzuständen rechnen zu können, müssen die an sich nicht allzu großen Quantencomputer von leistungsfähigen Kühlanlagen auf fast 0 Kelvin heruntergekühlt werden. Das verringert Teilchenbewegung und damit Einflüsse von außen auf ein Minimum. Das IBM Q System One ist dort keine Ausnahme, genau wie Quantencomputer, die beispielsweise bei Microsoft entstehen.

Das Geräusch eines IBM-Quantencomputers – Video
Das Geräusch eines IBM-Quantencomputers – Video (04:45)

Ein weiterer Quantencomputer soll als Resultat einer Kooperation zwischen Google und dem Forschungszentrum Jülich entstehen, berichtet das Handelsblatt. Dieser werde aber nur zu wissenschaftlichen und nicht zu wirtschaftlichen Zwecken eingesetzt. Zudem soll im Jahr 2021 der OpensuperQ entstehen, der von diversen Vertretern der Wissenschaft und Industrie gebaut wird.


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