IBM: Bewerber mussten Schwarz, Gelb und Mulato als Ethnie angeben

Der IT-Konzern IBM hat sich direkt entschuldigt, nachdem bekanntwurde, dass Bewerber ihre ethnische Herkunft in einem Formular angeben mussten. Zur Auswahl standen neben Kaukasisch auch Schwarz, Gelb und Mulato.

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Wie konnte das passieren?
Wie konnte das passieren? (Bild: Pixabay.com/CC0 1.0)

Eine kurze Zeit lang sind beim IT-Konzern IBM in Bewerbungsformularen Drop-down-Menüs integriert gewesen, die Bewerber nach Eckdaten wie ihrer ethnischen Herkunft und ihrem Militärveteranenstatus fragten. Das berichtet das britische IT-Magazin The Register unter Berufung auf einen Leser, der sich dort wohl beworben hatte. Wie es dazu kam, ist unklar. IBM hat sich entschuldigt.

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"Logischerweise war ich schockiert, das bei einer Bewerbung zu sehen - bei einem Unternehmen, das ich für einen respektierten Tech-Konzern halte", sagt der Bewerber. Nicht nur sei es recht unpassend, überhaupt nach Ethnien zu fragen, die Auswahl sei auch sehr rassistisch gewesen. Neben Begriffen wie Indigen und Kaukasisch konnten Bewerber auch Schwarz, Gelb oder Mulato auswählen.

Verbindung zu Brasilien gefunden

The Register hat die fragliche Bewerberseite untersucht und herausgefunden, dass die Drop-down-Menüs auf Formularen für Praktikantenbewerbungen gesetzliche Bestimmungen und Merkmale der Bewerber erfassen und an IT-Abteilungen senden sollen. IBM habe das umstrittene Menü versteckt. Der Quellcode ist aber wohl noch vorhanden. Zudem sind sie mit dem Präfix Brazil_ gekennzeichnet und könnten daher mit Bewerbungen in Südamerika zusammenhängen.

"Unsere Recruiting-Seiten haben zeitweise unangemessene Informationen von Bewerbern abverlangt", sagte IBM-Bereichsleiter für Kommunikation Edward Barbini. "Wir haben diese Fragen sofort entfernt und wir entschuldigen uns". The Register ergänzt, dass IBM solche Vorfälle künftig verhindern wolle. Bei einem so großen Unternehmen ist es durchaus möglich, dass Mitarbeiter die Menüs ohne Wissen der Abteilungsleiter heimlich implementiert haben.

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Forenfuzzi 06. Nov 2021

In Deutschland, klares ja. AGG Da beruht auf der Annahme, dass Unternehmen sterben, oder...

redmord 05. Mär 2019

Ich habe letztens ein einstündiges Interview mit einem 45 Jahre alten Deutschen mit...

mark.wolf 05. Mär 2019

Sicher. genau wie bei VW mit seinen Abschalteinrichtungen. Alles verwirrte Einzeltäter...

Oktavian 05. Mär 2019

Das wird in den USA tatsächlich anders gesehen. Affirmative Action wird nicht als...



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