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IBM AC922: In Deep Learning schlägt der Power9 die x86-Konkurrenz

Am Beispiel des neuen AC922 zeigt IBM , dass der Power9-Prozessor in rechenintensiven Anwendungen wohl sehr effizient ist. Das System gibt es jetzt für den Unternehmenseinsatz zu kaufen. PCIe 4.0 und OpenCAPI sind dabei wichtige Faktoren, die die x86-Konkurrenz bisher noch nicht hat.
/ Oliver Nickel
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Der AC922 ist eines der ersten Power9-Systeme. (Bild: IBM)
Der AC922 ist eines der ersten Power9-Systeme. Bild: IBM

IBMs Power9 -Prozessor findet im Server AC922(öffnet im neuen Fenster) weitere Verwendung. Das Unternehmen stellt dieses System als Enterprise-Plattform für Deep Learning und KI-Anwendungen vor. Mithilfe von Power9 soll der Server in diesem Einsatzgebiet bis zu 3,8-mal schneller sein als die x86-Konkurrenz.

Ein Fokus liegt auch auf hohem Speicherdurchsatz, der durch PCI Express 4.0 erreicht werden soll. Der AC922 ist eines der ersten Systeme mit dem neuen Standard . Die theoretische Bandbreite der seriellen Schnittstelle liegt bei 16 Gigatransfers statt 8 Gigatransfers pro Sekunde und ist damit doppelt so hoch. Der AC922-Server unterstützt auch die OpenCAPI-Spezifikation. Über diesen Bus können CPUs wie der Power9 direkt an Grafikkarten gekoppelt werden. IBM nutzt Nvidia-Grafikkarten und deren Nvlink-Technik, die OpenCAPI ergänzt.

IBM zeigt den AC922 und dessen Anwendung im Trailer
IBM zeigt den AC922 und dessen Anwendung im Trailer (01:10)

Bei rechenintensiven Anwendungen im Bereich Machine Learning und künstliche Intelligenz soll der Server daher besonders effizient arbeiten. Mit dem KI-Framework Caffe werden 3,8-mal so schnell Ergebnisse berechnet wie mit x86-Architektur. Bei Verwendung von Chainer, einem Framework für neuronale Netze, sind es laut IBM 3,7-fache Geschwindigkeiten. Die Ergebnisse zieht IBM aus einem Vergleich zwischen Power9-Prozessor und einem Intel Xeon E5-2640 mit 20 Kernen, 40 Threads und 2,4 GHz Taktrate. Gerechnet wurde mit dem Deep-Learning-Modell Googlenet.

Unterstützt Linux-Betriebssysteme

Allerdings bedeutet IBMs proprietäre Prozessorarchitektur auch, dass sich Nutzer an das Unternehmen und dessen Hardware binden. Seit einiger Zeit setzt IBM aber auch auf Linux-Distributionen, auf denen Anwendungen laufen können. Unterstützt werden Distributionen von Suse Linux und Red Hat Linux.

Der AC922 kann zwei Power9-CPUs und zwei bis sechs Nvidia-Tesla-V100-Grafikkarten beherbergen. IBMs eigenes PowerAI-DL-Framework ist bereits vorinstalliert. Das System wird von IBMs technischem Support abgedeckt. Es kann aber auch andere Software genutzt werden. Wie immer gibt IBM keinen konkreten Preis des AC922 an. Interessenten können ein Angebot direkt auf der Produktseite einholen.


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