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Landspace hat amibionierte Zeitpläne und noch größere Raketen

Vier der neuen Triebwerke sollen die erste Stufe antreiben, die zweite Stufe nur eines. Schon für nächstes Jahr ist das "Critical Design Review" geplant, in dem der endgültige Bauplan der Rakete festgelegt wird, und der Jungfernflug für 2020. Dieser Zeitplan für die ZQ-2 ist sehr ambitioniert. Bisher wurde von dem Triebwerk nur die Brennkammer für 20 Sekunden getestet. Die wichtigen Treibstoffpumpen, die pro Sekunde 230 kg Treibstoff in die Brennkammer fördern müssen, sind noch nicht fertig.

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Zum Vergleich: Arianespace musste nach eigener Aussage die Ariane 6 vereinfachen, weil sechs Jahre sonst zu wenig Zeit für die Entwicklung wären. Das alles obwohl die Ariane 6 wenig mehr als ein Upgrade der Ariane 5 darstellt, deren neue Triebwerke längst entwickelt waren und viele Strukturen übernommen werden konnten.

Mit einer Nutzlast von zwei Tonnen in den sonnensynchronen Orbit wird die ZQ-2 etwa die zehnfache Nutzlast der ZQ-1 haben. Aber Landspace hat längst größere Pläne. Die Konstruktion der ZQ-2 ist keinesfalls ideal. Sowohl das schwere Triebwerk als auch der Tank müssen bis in den Zielorbit gebracht werden, was die Nutzlast verringert. Eine ZQ-2a mit einer dritten Stufe soll später wenigstens 50 Prozent mehr Nutzlast liefern. Mit 10 Tonnen Schub im Vakuum und 350 kg Gewicht hat dieses Triebwerk zwar ein noch schlechteres Schub-Gewicht-Verhältnis, aber eine Tonne weniger Gewicht im Triebwerk und einige Tonnen Einsparung durch einen kleineren Treibstofftank bringen große Vorteile in der Nutzlast.

Die ZQ-2a soll auch wieder landen können

Laut Aussage des Unternehmens soll alles für die Wiederverwendung von Raketenstufen vorbereitet werden. Geplant ist für die ZQ-2 eine vertikale Landung. Wie die ablaufen soll, wurde in einer Pressekonferenz zur Vorstellung der Rakete auf dem IAC in Bremen nicht gesagt. Aber in weiteren Gesprächen gelang ein Blick hinter die Kulissen. Ausgangspunkt war, dass die ZQ-2a mit rund 300 Tonnen beim Start etwas mehr Schub haben wird als die ZQ-2 mit 268 Tonnen. Der Unternehmenssprecher verneinte aber, dass die neue Rakete verbesserte Triebwerke haben wird.

Vielmehr habe die erste Stufe zusätzliche Steuertriebwerke, die identisch mit den Triebwerken der dritten Stufe sein sollen. Vier davon würden den Unterschied im Schub erklären. Allerdings sind solche Triebwerke nur bei Raketenstufen mit einem einzigen Triebwerk oder starr montierten Triebwerken notwendig. Vier zusätzliche, regelbare und wiederzündbare Triebwerke mit einem zusätzlichen Schub von 32 Tonnen wären aber perfekt, um eine leere Raketenstufe weich zu landen. Denn die vier Haupttriebwerke hätten dafür viel zu viel Schub.

Die noch weiter gehenden Pläne sehen vor, zwei oder vier weitere Raketenstufen als Seitenbooster zu benutzen, ähnlich der Falcon Heavy. Die Nutzlast soll dadurch auf 17 bis 32 Tonnen in einen niedrigen Erdorbit gesteigert werden. Diese Varianten würden die Leistung der beiden Varianten der Ariane 6 jeweils etwas übertreffen. Wie fest die Pläne des Unternehmens sind, bleibt abzuwarten. Der Unternehmenssprecher bezeichnete die Pläne als sehr vorläufig. Zuerst müssen die Raketen fliegen und sich bewähren.

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Icestorm 12. Okt 2018

1000 Starts im Jahr und ein langsam überfüllter geostationärer Orbit, lassen mich dies...

NaiZyy 11. Okt 2018

weil man in echt nichts vorzuweisen hat

chefin 11. Okt 2018

Fallschirmlandungen sind relativ crashanfällig. Einerseits will man möglichst leicht...


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