IAA Mobility 2021: Wohin rollt BMW?

Volkswagen und Mercedes-Benz lassen keinen Zweifel an ihrer Zukunft in der Elektromobilität. Bei BMW ist das Bild nach der IAA undeutlich.

Ein Bericht von Dirk Kunde veröffentlicht am
BMW zeigt auf der IAA nur seine vollelektrischen Modelle wie den iX.
BMW zeigt auf der IAA nur seine vollelektrischen Modelle wie den iX. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Der Avatar Gemma Styles begrüßt die Zuschauer auf einer Leinwand am BMW-Stand zur Präsentation der Neuheiten. Für BMW ist die IAA Mobility in München ein Heimspiel. Die perfekte Gelegenheit für einen großen Aufschlag. Gemma sitzt aber nicht in einem futuristischen E-Auto. Sie schwebt durch eine poppig bunte Welt, die Joytopia heißt. Es ist eine BMW-eigene Version von Second Life. Der Nutzer bewegt sich als Avatar durch digitale Welten mit den Namen Rethink, Reimagine und Rebirth. Auch BMW-Chef Oliver Zipse erscheint zunächst als digitale Kopie auf der Leinwand, bevor er die Bühne in Halle A1 der Messe betritt.

Inhalt:
  1. IAA Mobility 2021: Wohin rollt BMW?
  2. Wann kommt der Abschied vom Verbrenner?

Wer neue Details zum iX1 erwartet, der kurz nach Auslaufen der BMW i3-Produktion auf den Markt kommen soll, wird enttäuscht. In perfektem Englisch spricht Zipse vor allem über CO2-Reduktion und Nachhaltigkeit. Was er damit meint, verdeutlicht er am i Vision Circular. Das Konzeptauto besteht aus recyceltem Aluminium und Stahl. Die Karosserie ist nicht lackiert. Es gibt kein Chrome und keine Verzierungen. Im Innenraum kommen recycelte Fischernetze und PET-Flaschen zum Einsatz.

Visionen für 2040

Die Feststoffbatterie im Boden ist zu 100 Prozent recyclingfähig. Das Auto ist das perfekte Beispiel einer Kreislaufwirtschaft. Ab wann kann man es kaufen? Die Rede ist von 2040. Doch bei Konzeptfahrzeugen weiß man nie, was von der Idee in der Praxis ankommt. Außerdem sind 19 Jahre eine wirklich lange Zeit.

Dabei will BMW in den kommenden zehn Jahren zehn Millionen vollelektrische Autos verkaufen. 2030 soll der Absatz elektrischer Modelle mindestens 50 Prozent betragen. Unklar bleibt, mit welchen Autos Zipse das Umsatzziel erreichen will. In seiner Rede ist wiederholt von der "neuen Klasse" die Rede. Welche Fahrzeuge er damit meint, bleibt offen.

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Die Palette der E-Autos mit BMW-Logo auf der Haube ist übersichtlich: Angekündigt sind der SUV iX sowie die Gran Coupé Limousine i4. Beide Modelle stehen auf dem Messestand sowie in der Innenstadt und bedienen optisch den Geschmack des Stammpublikums. Da muss sich kein BMW-Kunde umgewöhnen. Lediglich die Niere an der Front wird noch markanter.

Bereits bei den Händlern steht der in China gefertigte iX3. Er basierte auf der X3er-Version mit Verbrennungsmotor. In einer aktuellen TV-Werbekampagne bewirbt BMW keine Fahrleistungen, sondern die Amazon Alexa Sprachfunktion.

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Der Mini wiederum soll ab 2030 zur reinen Elektromarke werden. Bei dem Kleinwagen für die Stadt ist das ein konsequenter Schritt. Doch bislang gibt es nur eine elektrifizierte Version, bei der nicht mal die volle Batteriekapazität des BMW i3 in den Boden passt.

BMW-Chef Zipse lässt die Branche rätseln.

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Wann kommt der Abschied vom Verbrenner? 
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LanceArmstrong 20. Sep 2021

Zweiter Gedanke: "Was für eine häßliche Kiste" Dritter Gedanke: "Was für eine häßliche...

127life 19. Sep 2021

werden es bald hinter sich haben. Die Leute wollen eben Benziner und fertig.

Copper 14. Sep 2021

30k¤ kostet eine BZ sicher nicht, die Kosten werden sich aber ziemlich sicher in...

Bondra81 11. Sep 2021

Das China, welches ab 2060 keine Verbrenner mehr will und im Moment jedes Jahr mehr...



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