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IAA 2023: Opel zeigt Experimentalstudie mit einklappbarem Lenkrad

IAA 2023
Die künftigen Elektroautos von Opel könnten deutlich futuristischer aussehen. Bei der Konzeptstudie wird auf Chrom und Außenspiegel verzichtet.
/ Friedhelm Greis
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Der Opel Experimental soll auf der IAA 2023 in München gezeigt werden. (Bild: Opel)
Der Opel Experimental soll auf der IAA 2023 in München gezeigt werden. Bild: Opel

Mit einem futuristischen Konzeptfahrzeug präsentiert der Autohersteller Opel auf der IAA in München ein Vorbild für das kommende Design seiner Elektroautos. "Der Opel Experimental gibt einen Ausblick auf kommende Modelle und Technologien, auf das zukünftige Design, ja, auf eine neue Epoche und die Zukunft der Marke" , sagte Firmenchef Florian Huettl laut Pressemitteilung vom 9. August 2023(öffnet im neuen Fenster) . Opel verzichtet in der Studie komplett auf Chrom und ersetzt die Außenspiegel durch "vollintegrierte 180-Grad-Kameras" in der C-Säule.

Opel nannte zur Präsentation des Crossovers nur wenige technische Details. Das Auto soll auf der vollelektrischen Plattform der Konzernmutter Stellantis basieren und über einen Allradantrieb verfügen. Die Fahrzeugfront ziert der schlitzförmige Opel Vizor, in den künftig Lidar-, Radar- und Kamerasysteme integriert sein sollen.

Der Opel-Blitz wird in der Front von vier Lichtstreifen umrahmt, die den ebenfalls für Opel charakteristischen Kompass(öffnet im neuen Fenster) bilden. Dieses Element wird auch am Heck mit einem speziellen Bremslicht wieder aufgegriffen.

Aerodynamisches Design

Laut Opel haben die Designer besonderen Wert auf einen geringen Luftwiderstand gelegt. "Dazu bietet das Konzeptfahrzeug intelligente, weiterentwickelte Aerodynamik-Lösungen. Luftklappen an Front und Heck ebenso wie ein Heckdiffusor, der je nach Fahrsituation aus- oder einfährt, verbessern den aerodynamischen Wirkungsgrad" , heißt es. Dazu sollen auch mit Goodyear entwickelte Reifen beitragen, die aus recyceltem Gummi bestehen.

Zwar sei der Opel Experimental von seinen Abmessungen her dem C-Segment oder der Kompaktklasse zuzuordnen, doch biete das Auto "innen ein Raumgefühl, wie man es von Fahrzeugen des D-Segments erwartet" . Erreicht werde das unter anderem dadurch, dass man das Lenkrad dank der Steer-by-Wire-Technik wegklappen könne. Zur intelligenten Nutzung des Innenraums trügen zudem adaptive Leichtbausitze bei, "die eine schlanke und zugleich robuste Struktur mit 3D-Mesh-Gewebe kombinieren" .

Keine klassischen Displays mehr

Wie aus den veröffentlichen Entwürfen hervorgeht, verzichtet Opel auf klassische Bildschirme hinter dem Lenkrad oder über der Mittelkonsole. Stattdessen würden die Informationen oder Unterhaltungsformate per Augmented-Projection-Technologie wiedergegeben: "Künstliche Intelligenz sowie natürliche Sprachsteuerung unterstützen dabei" .

Weiter heißt es: "Das optisch schwebende, transparente Pure Pad befindet sich vor der vorderen Armlehne. Es kann nach den persönlichen Vorlieben des Fahrers konfiguriert werden und ermöglicht so den direkten Zugriff auf die am häufigsten genutzten Bedienelemente." Darüber hinaus setzt Opel in dem Konzeptfahrzeug elektrochrome Materialien ein. Diese ließen "die Passagiere im Innenraum in ein atmosphärisches Licht eintauchen" . Ebenfalls könne durch das Material eine farbliche Warnung angezeigt werden, wenn sich ein Fahrzeug im toten Winkel des Autos befinde.

Neue Elektroplattformen geplant

Opel will bis 2028 komplett aus der Verbrennerproduktion aussteigen . Diesen Zeitplan bekräftigte Huettl zuletzt im Juni 2023 bei der Präsentation des vollelektrischen Astra . "Wir sehen die Transformation nicht nur als Pflicht, sondern als große Chance" , sagte der Opel-Chef und verwies darauf, dass der Anteil am europäischen Markt für vollelektrische Autos mit 4,8 Prozent über dem gesamten Opel-Anteil liege.

Künftig setzt Opel auf die STLA-Plattform des Stellantis-Konzerns. Diese sieht derzeit vier Versionen mit Reichweiten von 500 bis 800 km sowie eine Allradfähigkeit vor. Die Motorleistungen variieren dabei zwischen 70 kW in der Kleinwagenversion und 330 kW beim Allradantrieb. Der größere STLA-Antrieb könnte auch ein 800-Volt-System verwenden. Was die Zellchemie betrifft, so setzt Stellantis künftig auf LFP-Akkus sowie kobaltfreie Kathoden mit Nickel, Mangan und Aluminium.


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