Zum Hauptinhalt Zur Navigation

I3C: Linux soll Nachfolger für I2C und SPI unterstützen

Sensoren und anwendungsspezifische Prozessoren sind häufig per I2C oder SPI angebunden. Der Linux-Kernel soll nun den Nachfolger-Standard I3C unterstützen, was von erfahrenen Embedded-Entwicklern umgesetzt wird.
/ Sebastian Grüner
15 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Nach mehr als 35 Jahren bekommt I2C einen Nachfolger. (Bild: laikolosse, flickr.com)
Nach mehr als 35 Jahren bekommt I2C einen Nachfolger. Bild: laikolosse, flickr.com / CC-BY 2.0

Viele kleinere Hardware-Bestandteile von Embedded-Geräten wie Sensoren oder auch anwendungsspezifische Prozessoren sind meist über Bussysteme wie I2C oder auch SPI an den Rest der verfügbaren Hardware oder ihr Host-System angebunden. Seit 2014 arbeitet die Mipi-Alliance(öffnet im neuen Fenster) an einer Kombination der beiden Spezifikationen und einem darauf aufbauenden Nachfolger: I3C. Erster Code hierfür(öffnet im neuen Fenster) wurde nun als Vorschlag für die langfristige Aufnahme im Linux-Kernel vorgestellt.

In einem Bericht des Fachmagazins EECatalog(öffnet im neuen Fenster) ist die neue Schnittstelle vor wenigen Wochen als längst überfällig beschrieben worden, die 35 Jahre nach dem Erscheinen von I2C dessen Mängel beheben soll. Das erklärt auch leicht die Namenswahl von I3C, das für "Improved Inter-Integrated Circuits" steht. Die Version 1.0 der I3C-Spezifikation(öffnet im neuen Fenster) erschien im Dezember 2016, ein erstes Update soll bereits im kommenden Frühjahr veröffentlicht werden und einige Unklarheiten beseitigen.

Der nun vorgestellte Code stammt von Boris Brezillon, der bereits viel Erfahrung mit der Entwicklung von Linux auf Embedded-Geräten hat. Brezillon arbeitet für das auf Embedded-Entwicklung spezialisierte Beratungsunternehmen Free Electrons, von dem auch viele Linux-Kernel-Maintainer oder Betreuer des Yocto-Projektes stammen.

Bisher schlägt Brezillon ein neues Linux-Subsystem für I3C vor, das mehr oder weniger losgelöst vom Vorgänger I2C im Kernel existiert. Darüber hinaus sei der Code noch lange nicht vollständig, heißt es. Die fehlenden Techniken der Spezifikation sollten aber noch implementiert werden. Kommentare zu dem Code sind bisher auch nur wenige verfügbar. Das könnte auch daran liegen, dass die I3C-Spezifikation nicht öffentlich verfügbar sei. Darauf weist der selbstständige Entwickler und I2C-Maintainer Wolfram Sang hin(öffnet im neuen Fenster) . Sang wünscht sich deshalb vor allem eine ausführlichere Dokumentation zur Funktionsweise des genutzten Protokolls.


Relevante Themen