i3.metal: AWS bietet Bare-Metal System mit 72 Threads in der Cloud an
Amazon Web Services will alle seine Produkte allen Kunden zur Verfügung stellen. Daher ist aus der Partnerschaft des Cloudanbieters und dem Softwareunternehmen Vmware das Angebot i3.metal entstanden. AWS-Chief-Evangelist Jeff Barr beschreibt das Produkt in einem Blogpost(öffnet im neuen Fenster) . Das Besondere an diesem Angebot: Es handelt sich um Bare-Metal-Instanzen. Vmware wollte nur die Hardwaregrundlage in der Cloud mieten und darauf eigenständige Software und Betriebssysteme aufsetzen, ohne eine von AWS virtualisierte Umgebung gestellt zu bekommen.
I3.metal wird als Previewversion jetzt für alle AWS-Kunden angeboten. Es ist Teil des Produktes Elastic Compute Cloud EC2, das dem Kunden normalerweise eine von AWS erstellte Weboberfläche und Rechenkapazitäten zur Verfügung stellt. Allerdings sagt Barr in seinem Post selbst: "Wir entwickeln keine Einzellösungen für individuelle Kunden. Ein Ergebnis wird allgemein verfügbar gemacht." Individuelle Modelle seien nur schwer skalierbar.
36 Kerne und 72 Threads reichen für eine Vielzahl an Anwendungen
Bisher gibt es metal.i3 in einer vorgefertigten Hardwarekonfiguration. Dem Kunden stehen zwei Intel-Xeon-E5-2684-v4-Prozessoren zur Verfügung. Diese haben 36 Kerne mit 2,3 GHz Taktrate und Hyperthreading für 72 individuelle Threads. Das CPU-Duo wird durch 512 GiByte Arbeitsspeicher ergänzt. Außerdem werden 15,2 Terabyte an SSD-Speicher für Daten angeboten. AWS nutzt dafür ausschließlich NVMe-Laufwerke. Dieses System ist an ein 25 GBit breites ENA-Netzwerk angebunden, das laut AWS vergleichsweise geringe Latenzzeiten aufweisen soll. Das setzt jedoch voraus, dass auf der Hardware laufende Systeme ENA-kompatibel sind. Für die SSDs sollten auch NVMe-Treiber vorhanden sein.
I3.metal kann bereits ausprobiert werden. Nutzer können sich auf einer dedizierten Anmeldeseite(öffnet im neuen Fenster) für das Produkt anmelden, vorausgesetzt sie haben auch einen AWS-Account. Auf dem Bare-Metal-System könnte beispielsweise CoreOS für Containerdienste oder ein anderes Betriebssystem aufgespielt werden – ganz wie auf einem traditionellen Server.
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