I'm Back 35 im Test:Neues digitales Leben für analoge Kameras
Mit I'm Back können wir unsere alte Canon -Kamera digital nutzen. Schöne Bilder macht das System nicht von alleine – der Bearbeitungsaufwand lohnt sich aber.
Das I'm-Back-Kamerarückteil mit einer montierten Canon A-1Bild:
Martin Wolf/Golem.de
Wer heute digital fotografiert und ein bestimmtes Alter hat, wird womöglich noch eine Lieblingskamera im Schrank haben, die nicht mehr häufig zum Einsatz kommt – da sie einen Film benötigt. Nicht nur gute Filme sind mittlerweile teuer geworden, auch die Preise der Laborentwicklung haben angezogen. Die analoge Fotografie ist ein teures Hobby.
Mit dem Digitalrückteil I'm Back 35(öffnet im neuen Fenster) sollen sich alte Kameras einfach digital verwenden lassen: Das Rückteil hat einen Sensor und wird auf die Rückseite einer analogen Kamera montiert. Nachdem Golem.de den Prototyp des Digitalrückteils bereits 2018 ausprobieren konnte (G+), haben wir uns die 35-mm-Version von I'm Back bestellt und mit einer Reihe alter Kameras ausprobiert.
Die grundsätzliche Konstruktion ist gut, die Fotos haben einen ganz eigenen Charme, der uns eher an analoge Bilder als an digitale erinnert. Zu einer zuverlässigen Digitalkamera, wie man sie heute gewohnt ist, wird eine alte Kamera mit I'm Back aber nicht ohne Weiteres, was die I'm-Back-Community zu akzeptieren scheint. Wir müssen unsere Bilder ausgiebig nachbearbeiten – kommen im Laufe der Nutzung aber immer öfter zu schönen Ergebnissen.
Versionen für Kleinbild- und Mittelformatkameras
I'm Back ist in einer 35-mm-Version und in einer Variante für Mittelformatkameras erhältlich. Das System kann mit speziell für bestimmte Kameras entwickelten Rückteilen bestellt werden oder mit einem Universalrückteil. Da wir die 35-mm-Version von I'm Back mit unterschiedlichen Modellen aus einer Sammlung mit rund 50 Kameras verwenden wollen, haben wir uns für das Universalrückteil entschieden.
Finanziert wurde I'm Back bereits 2020, aufgrund der Pandemie und den daraus entstandenen Herausforderungen hat sich das Projekt allerdings verzögert. Mittlerweile haben die meisten Backer ihr Gerät erhalten. I'm Back besteht aus mehreren Teilen: der Haupteinheit, in der die Elektronik sowie die Bedienelemente, der Akku und das Display untergebracht sind, einem kleinen Rahmen sowie dem Universaladapter. Für die Montage gibt es sowohl eine gut bebilderte Anleitung als auch ein Video. Das Prinzip ist so einfach wie genial: Nachdem wir die rückseitige Klappe unserer Kamera abmontiert haben, setzen wir einen mit Moosgummi besetzten Rahmen auf den Ausschnitt, hinter dem sich der Verschluss befindet.
Bild 1/33: Bei Innenraumaufnahmen müssen wir uns, wie von der Filmkamera gewohnt, darauf einstellen, dass die Bilddynamik nicht sehr hoch ist. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 2/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 3/33: Bei Tageslichtaufnahmen ist deutlich zu sehen, dass auch bearbeitete Bilder im Zentrum etwas heller als am Rand sind. Zudem ist die Verzerrung nicht komplett entfernbar. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 4/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 5/33: Bei Aufnahmen mit wenig Licht ist das Rauschen des Sensors auch nach der Bearbeitung mit Topaz Photo AI sichtbar. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 6/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 7/33: Bei einigen Tageslichtaufnahmen ist der helle Fleck in der Bildmitte schwer zu kaschieren. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 8/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 9/33: Eine weitere Tageslichtaufnahme mit etwas dunkler entwickeltem Himmel. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 10/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 11/33: Diese Bild mussten wir stark in den Farben bearbeiten, da es aufgrund der Schatten sehr blaustichig war. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 12/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 13/33: Mit etwas Aufwand bei der Bearbeitung lassen sich schöne Aufnahmen erzielen. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 14/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 15/33: Bei Gegenlichtaufnahmen müssen wir matschige Details wie beim Baumstamm hinnehmen. Auch das Bildrauschen lässt sich in diesem Fall nicht leicht kontrollieren. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 16/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 17/33: Zum Vergleich ein im JPEG-Modus aufgenommenes Bild: Die Artefakte sind größer, die Details nicht besonders fein. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 18/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 19/33: Links das I'm-Back-Rückteil, rechts die Canon A-1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 20/33: Der Universaladapter ermöglicht es, eine Vielzahl an Kameras mit dem Rückteil zu verwenden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 21/33: Ein kleiner Rahmen sorgt dafür, dass die Mattscheibe des Digitalrückteils vor Licht abgedichtet ist. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 22/33: Das Sucherbild wird auf diese kleine Mattscheibe projiziert und anschließend durch ein Linsensystem auf einen Sensor geworfen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 23/33: Alle Teile des I'm-Back-Systems plus unsere Canon-Kamera (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 24/33: Das montierte Rückteil sieht etwas abenteuerlich aus, ist aber stabil mit der Kamera verbunden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 25/33: Die Ergonomie leidet etwas unter dem Rückteil, insgesamt betrachtet lässt sich die Canon aber weiterhin gut bedienen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 26/33: I'm Back hat drei Bedienknöpfe und ein Touchdisplay. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 27/33: Über das Display können wir unter anderem Einstellungen vornehmen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 28/33: Die Bilder werden auf einer Micro-SD-Karte gespeichert und können auch per USB-Kabel übertragen werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 29/33: Mit dem Sync-Anschluss kann der Verschluss mit dem Blitzanschluss der Kamera synchronisiert werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 30/33: Der Akku ist in einem kleinen Fach untergebracht und lässt sich entnehmen und aufladen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 31/33: Im automatischen Modus verwenden wir unsere Canon mit geöffnetem Verschluss wie eine Digitalkamera. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 32/33: Die Kombination aus Canon A-1 und I'm-Back-Digitalrückteil (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 33/33: Uns macht der manuelle Modus mehr Spaß, bei dem wir wie gewohnt durch den Sucher der Kamera schauen und ihren Auslöser verwenden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Über den kleinen Rahmen kommt dann der Universaladapter, der mithilfe einer Stativgewindeschraube und Leisten an der Unterseite unter leichtem Druck von hinten fixiert wird. Dadurch drückt der Adapter den Rahmen um den Verschluss herunter, was einen lichtdichten Abschluss erzeugt, wenn man alles richtig gemacht hat und wenn die Kamera geeignet ist. Mit Lichtlecks haben wir tatsächlich bei keiner der von uns ausprobierten Kameras Probleme gehabt.
Der Universaladapter hat auf der Unterseite zwei Kunststoffschienen, über die die Kamera in die Haupteinheit geschoben wird. Dort ist ein Spiegel, der von einer Mattscheibe verdeckt wird, in einem Teleskopauszug montiert. Die Mattscheibe wird in der Höhe angepasst, so dass sie in den über dem Verschluss montierten lichtdichten Rahmen gleitet. Anschließend wird alles mit Klammern befestigt und die alte analoge Kamera ist bereit für Digitalaufnahmen.
Universaladapter passt an viele, aber nicht alle Kameras
Voraussetzung für eine Nutzung des Digitalrückteils ist, dass die rückseitige Klappe der Kamera abgenommen werden kann. Bei vielen professionellen oder halbprofessionellen Kameras ist das über einen Schnellverschluss möglich; bei anderen kann es notwendig sein, die halbe Kamera auseinanderzunehmen. Außerdem muss die Kamera mit offener Rückklappe noch Fotos machen können. Vor allem bei elektronischen Kameras ist das oft nicht ohne Weiteres möglich.
Wir haben das Rückteil an verschiedene alte Kameras montiert, unter anderem an eine Exakta Varex IIa mit verschiedenen Zeiss-Objektiven und eine Canon A-1 mit einem 50-mm-Objektiv von Canon (f/1.8). Letztlich haben wir die meisten Fotos mit der Canon gemacht, da der Universaladapter dort sehr gut passt. Bei Kameras mit ungewöhnlicheren Proportionen müssen wir den Adapter mitunter etwas strapazieren.
An manche Kameras passt der Universaladapter nicht, etwa an eine Fed-Messsucherkamera, da diese bei abgenommener Rückseite kein Stativgewinde mehr hat, an dem wir den Adapter festschrauben können. Für die Canon A-1 gibt es auch ein dediziertes Rückteil, das uns allerdings nicht vorliegt.
Sucherbild wird fast 1:1 auf den Sensor geworfen
Das Aufnahmeprinzip von I'm Back basiert auf einer Linsenkonstruktion: Das von der Kamera erfasste Bild wird bei der Aufnahme auf die Mattscheibe geworfen, die – bei korrekter Montage – auf der gleichen Ebene liegt, auf der sich normalerweise der Film befindet. Das Bild wird dann über einen Spiegel durch eine Makrolinse auf einen Bildsensor geworfen. Zum Einsatz kommt Sonys IMX206, ein bereits recht alter 1/2,3-Zoll-Sensor; zu den dadurch entstehenden Problemen später mehr.
Bild 1/33: Bei Innenraumaufnahmen müssen wir uns, wie von der Filmkamera gewohnt, darauf einstellen, dass die Bilddynamik nicht sehr hoch ist. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 2/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 3/33: Bei Tageslichtaufnahmen ist deutlich zu sehen, dass auch bearbeitete Bilder im Zentrum etwas heller als am Rand sind. Zudem ist die Verzerrung nicht komplett entfernbar. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 4/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 5/33: Bei Aufnahmen mit wenig Licht ist das Rauschen des Sensors auch nach der Bearbeitung mit Topaz Photo AI sichtbar. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 6/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 7/33: Bei einigen Tageslichtaufnahmen ist der helle Fleck in der Bildmitte schwer zu kaschieren. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 8/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 9/33: Eine weitere Tageslichtaufnahme mit etwas dunkler entwickeltem Himmel. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 10/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 11/33: Diese Bild mussten wir stark in den Farben bearbeiten, da es aufgrund der Schatten sehr blaustichig war. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 12/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 13/33: Mit etwas Aufwand bei der Bearbeitung lassen sich schöne Aufnahmen erzielen. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 14/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 15/33: Bei Gegenlichtaufnahmen müssen wir matschige Details wie beim Baumstamm hinnehmen. Auch das Bildrauschen lässt sich in diesem Fall nicht leicht kontrollieren. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 16/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 17/33: Zum Vergleich ein im JPEG-Modus aufgenommenes Bild: Die Artefakte sind größer, die Details nicht besonders fein. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 18/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 19/33: Links das I'm-Back-Rückteil, rechts die Canon A-1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 20/33: Der Universaladapter ermöglicht es, eine Vielzahl an Kameras mit dem Rückteil zu verwenden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 21/33: Ein kleiner Rahmen sorgt dafür, dass die Mattscheibe des Digitalrückteils vor Licht abgedichtet ist. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 22/33: Das Sucherbild wird auf diese kleine Mattscheibe projiziert und anschließend durch ein Linsensystem auf einen Sensor geworfen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 23/33: Alle Teile des I'm-Back-Systems plus unsere Canon-Kamera (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 24/33: Das montierte Rückteil sieht etwas abenteuerlich aus, ist aber stabil mit der Kamera verbunden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 25/33: Die Ergonomie leidet etwas unter dem Rückteil, insgesamt betrachtet lässt sich die Canon aber weiterhin gut bedienen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 26/33: I'm Back hat drei Bedienknöpfe und ein Touchdisplay. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 27/33: Über das Display können wir unter anderem Einstellungen vornehmen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 28/33: Die Bilder werden auf einer Micro-SD-Karte gespeichert und können auch per USB-Kabel übertragen werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 29/33: Mit dem Sync-Anschluss kann der Verschluss mit dem Blitzanschluss der Kamera synchronisiert werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 30/33: Der Akku ist in einem kleinen Fach untergebracht und lässt sich entnehmen und aufladen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 31/33: Im automatischen Modus verwenden wir unsere Canon mit geöffnetem Verschluss wie eine Digitalkamera. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 32/33: Die Kombination aus Canon A-1 und I'm-Back-Digitalrückteil (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 33/33: Uns macht der manuelle Modus mehr Spaß, bei dem wir wie gewohnt durch den Sucher der Kamera schauen und ihren Auslöser verwenden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Dank der internen Linsenkonstruktion entspricht das aufgenommene Digitalbild dem Sucherbild; ein Cropping findet nicht statt. Ohne die Linsen im Periskopaufsatz würde der Sensor nur einen kleinen Teil aus der Mitte des Sucherbildes ablichten, was zu stark vergrößerten Aufnahmen führen würde. Während unseres Tests zeigen sich aber auch die zu erwartenden Nachteile der Konstruktion, die sich vor allem in einer starken Vignettierung, aber auch in einer ungünstigen Kombination aus granularer Struktur der Mattscheibe und Bildrauschen des Sensors zeigen – die zu einem deutlichen Bildrauschen führt.
Gesteuert wird das I'm-Back-Rückteil über drei Knöpfe und einen Touchscreen. Die Benutzeroberfläche ähnelt der einer Digitalkamera und ist recht intuitiv zu bedienen. Uns hätte am Anfang aber eine bessere Dokumentation in Form einer richtigen Anleitung geholfen: Die beigelegte Anleitung beschränkt sich auf den Montageprozess und die grundlegenden Funktionen. Der verbaute Akku ist ein gängiger Kameraakku von Sony, der sich herausnehmen und im mitgelieferten Ladegerät aufladen lässt.
Im Laufe der Nutzung mussten wir uns aber viele Fragen selbst beantworten respektive die sehr hilfreiche Community in einer Facebook-Gruppe fragen. In dieser Gruppe sind auch die Projektgründer sehr aktiv und erpicht, Fragen zu beantworten. Einfacher wäre es aber natürlich, wenn eine Anleitung diese Fragen vorher klären würde.
Manueller Modus und automatische Aufnahmen sind möglich
I'm Back erlaubt zwei Nutzungsmodi, einen Automatikmodus und einen manuellen Modus. Im Automatikmodus überlassen wir die Belichtung der eingebauten Kamerafunktion des Rückteils: Wir öffnen dazu einfach den Verschluss der Kamera mit der B- oder T-Funktion, warten, bis der Sensor das Bild erfasst hat, und drücken den OK-Button. Das Bild ist anschließend aufgenommen und auf einer Micro-SD-Karte gespeichert.
Interessanter für uns ist allerdings der manuelle Modus: In diesem überlassen wir die Aufnahmeparameter der Kamera, stellen also die Verschlusszeit und die Blende an der Kamera selbst ein (bzw. überlassen dies der Programmfunktion). Dann ist der Aufnahmeablauf etwas anders: Wir spannen wie gewohnt unsere Kamera und drücken dann den OK-Button. Anschließend müssen wir in einem in den Einstellungen definierten Zeitfenster, das zwischen 0,5 und 5 Sekunden liegt, den Auslöser drücken.
Bei kurz eingestelltem Zeitrahmen müssen wir uns beeilen, den Auslöser rechtzeitig zu drücken – ansonsten ist mitunter noch der Spiegelschlag mit auf dem Bild. Je länger der gewählte Zeitrahmen ist, desto stärker ist die Vignette. Nutzer sollten also ein Interesse daran haben, das Fenster möglichst kurz zu halten. Wir haben je nach Aufnahmesituation den Zeitrahmen unterschiedlich gewählt. Bei gutem Licht haben wir meist schnelle Verschlusszeiten gewählt und konnten das Zeitfenster entsprechend kürzer einstellen. Bei längeren Verschlusszeiten haben wir den Zeitrahmen meist auf mehr als eine Sekunde eingestellt.
Manueller Modus macht mehr Spaß, birgt aber Risiken
Der manuelle Modus ist etwas aufwendiger, zudem ist das Risiko größer, Fehler bei der Aufnahme zu machen. Uns haben die Aufnahmen aber durchweg besser gefallen als die des Automatikmodus, bei dem wir bei weniger gutem Licht oft verwackelte Bilder erhielten. Zudem empfanden wir es als etwas würdelos, eine Canon A-1 wie eine digitale Point-and-Shoot-Kamera während der Aufnahme vor unser Gesicht zu halten.
Bild 1/33: Bei Innenraumaufnahmen müssen wir uns, wie von der Filmkamera gewohnt, darauf einstellen, dass die Bilddynamik nicht sehr hoch ist. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 2/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 3/33: Bei Tageslichtaufnahmen ist deutlich zu sehen, dass auch bearbeitete Bilder im Zentrum etwas heller als am Rand sind. Zudem ist die Verzerrung nicht komplett entfernbar. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 4/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 5/33: Bei Aufnahmen mit wenig Licht ist das Rauschen des Sensors auch nach der Bearbeitung mit Topaz Photo AI sichtbar. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 6/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 7/33: Bei einigen Tageslichtaufnahmen ist der helle Fleck in der Bildmitte schwer zu kaschieren. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 8/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 9/33: Eine weitere Tageslichtaufnahme mit etwas dunkler entwickeltem Himmel. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 10/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 11/33: Diese Bild mussten wir stark in den Farben bearbeiten, da es aufgrund der Schatten sehr blaustichig war. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 12/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 13/33: Mit etwas Aufwand bei der Bearbeitung lassen sich schöne Aufnahmen erzielen. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 14/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 15/33: Bei Gegenlichtaufnahmen müssen wir matschige Details wie beim Baumstamm hinnehmen. Auch das Bildrauschen lässt sich in diesem Fall nicht leicht kontrollieren. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 16/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 17/33: Zum Vergleich ein im JPEG-Modus aufgenommenes Bild: Die Artefakte sind größer, die Details nicht besonders fein. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 18/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 19/33: Links das I'm-Back-Rückteil, rechts die Canon A-1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 20/33: Der Universaladapter ermöglicht es, eine Vielzahl an Kameras mit dem Rückteil zu verwenden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 21/33: Ein kleiner Rahmen sorgt dafür, dass die Mattscheibe des Digitalrückteils vor Licht abgedichtet ist. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 22/33: Das Sucherbild wird auf diese kleine Mattscheibe projiziert und anschließend durch ein Linsensystem auf einen Sensor geworfen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 23/33: Alle Teile des I'm-Back-Systems plus unsere Canon-Kamera (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 24/33: Das montierte Rückteil sieht etwas abenteuerlich aus, ist aber stabil mit der Kamera verbunden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 25/33: Die Ergonomie leidet etwas unter dem Rückteil, insgesamt betrachtet lässt sich die Canon aber weiterhin gut bedienen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 26/33: I'm Back hat drei Bedienknöpfe und ein Touchdisplay. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 27/33: Über das Display können wir unter anderem Einstellungen vornehmen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 28/33: Die Bilder werden auf einer Micro-SD-Karte gespeichert und können auch per USB-Kabel übertragen werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 29/33: Mit dem Sync-Anschluss kann der Verschluss mit dem Blitzanschluss der Kamera synchronisiert werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 30/33: Der Akku ist in einem kleinen Fach untergebracht und lässt sich entnehmen und aufladen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 31/33: Im automatischen Modus verwenden wir unsere Canon mit geöffnetem Verschluss wie eine Digitalkamera. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 32/33: Die Kombination aus Canon A-1 und I'm-Back-Digitalrückteil (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 33/33: Uns macht der manuelle Modus mehr Spaß, bei dem wir wie gewohnt durch den Sucher der Kamera schauen und ihren Auslöser verwenden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Nach unseren ersten Fotoversuchen mit dem manuellen Modus waren wir zunächst etwas enttäuscht: Die Bilder waren meist recht düster, hatten eine deutliche Vignette und zeigten beim Hereinzoomen deutliche Artefakte. Gegen das erste und zweite Problem konnten wir etwas unternehmen: An die korrekte Belichtung mussten wir uns mit der Belichtungskorrektur der Kamera herantasten. Die Vignette können wir reduzieren, indem wir nach dem Druck auf OK schnell den Auslöser betätigen und das Zeitfenster für die Aufnahme geringhalten.
Leider findet sich vor allem diese Information nicht in den Unterlagen, die wir mit dem Digitalrückteil erhalten. Wir haben sie über die Facebook-Gruppe von einem der Gründer von I'm Back erfahren. Hätten wir von Anfang an gewusst, dass wir das Zeitfenster am besten auf 0,5 Sekunden bis eine Sekunde stellen, hätten wir uns vor allem zu Beginn viel Frust erspart. Nachtaufnahmen sind im manuellen Modus übrigens nur möglich, wenn sie im maximalen Aufnahmezeitfenster von fünf Sekunden erfolgen – darüber hinaus muss der Automatikmodus verwendet werden.
Auch gelungene Aufnahmen müssen wir mitunter stark nachbearbeiten, egal, ob es sich um eine JPEG- oder um eine RAW-Aufnahme handelt. Wir verringern beispielsweise immer die Vignette und führen eine recht umfangreiche Farbkorrektur durch. Zudem müssen die Bilder entrauscht werden – dazu gleich mehr.
Fotos haben einen analogen Look – und müssen bearbeitet werden
Die Fotos sehen auch nach unserer Bearbeitung nicht aus wie moderne Digitalkamerabilder – der analoge Look ist beabsichtigt. Wir mussten uns tatsächlich erst einmal wieder an die geringere Bilddynamik gewöhnen, die für die analoge Fotografie typisch ist und die wir auch mit dem I'm-Back-Rückteil bekommen. Wer mit Film fotografiert, kann kein Negativ in HDR-Qualität erwarten; dafür gab es entsprechende Techniken in der Dunkelkammer beim Erstellen von Abzügen. Uns stören die dunklen Schatten bei korrekter Belichtung der Lichter nicht, wir empfinden dies eher als Ausflug in unsere analogen Zeiten.
Die Vignettierung ist aber auch im Falle gelungener Aufnahmen zu sehen, was schlichtweg an der Konstruktion von I'm Back liegt: Das Sucherbild wird von einer Mattscheibe durch ein Linsensystem erfasst – dass es dabei zu Lichtverlust an den Bildrändern kommt, ist unvermeidbar. Besonders auffällig ist bei unseren Testbildern, dass der zentrale Bereich der Aufnahmen merklich heller ist. Diesen Effekt sehen wir auch bei anderen I'm-Back-Nutzern in der Facebook-Gruppe, ein spezifisches Problem unserer Canon A-1 ist das nicht.
JPEG-Fotos wirken wegen Kompression unscharf in den Details
Ein weiteres Problem zeigt sich, wenn wir in die Bilder zoomen. JPEG-Aufnahmen wirken, trotz korrekt eingestellter Schärfe, bei näherem Hinsehen immer etwas verschwommen. Zudem gibt es deutlich sichtbare Kompressionsartefakte, die auch bei der Qualitätseinstellung "Fein" sehr auffällig ist. Der Grund dafür wurde für uns ersichtlich, nachdem wir erste RAW-Aufnahmen gemacht und sie uns angeschaut haben: Die Kombination aus Mattscheibenprojektion und altem Sensor führt dazu, dass die RAW-Aufnahmen ein starkes Bildrauschen und ein auffälliges Farbrauschen haben.
Bild 1/33: Bei Innenraumaufnahmen müssen wir uns, wie von der Filmkamera gewohnt, darauf einstellen, dass die Bilddynamik nicht sehr hoch ist. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 2/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 3/33: Bei Tageslichtaufnahmen ist deutlich zu sehen, dass auch bearbeitete Bilder im Zentrum etwas heller als am Rand sind. Zudem ist die Verzerrung nicht komplett entfernbar. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 4/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 5/33: Bei Aufnahmen mit wenig Licht ist das Rauschen des Sensors auch nach der Bearbeitung mit Topaz Photo AI sichtbar. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 6/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 7/33: Bei einigen Tageslichtaufnahmen ist der helle Fleck in der Bildmitte schwer zu kaschieren. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 8/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 9/33: Eine weitere Tageslichtaufnahme mit etwas dunkler entwickeltem Himmel. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 10/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 11/33: Diese Bild mussten wir stark in den Farben bearbeiten, da es aufgrund der Schatten sehr blaustichig war. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 12/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 13/33: Mit etwas Aufwand bei der Bearbeitung lassen sich schöne Aufnahmen erzielen. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 14/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 15/33: Bei Gegenlichtaufnahmen müssen wir matschige Details wie beim Baumstamm hinnehmen. Auch das Bildrauschen lässt sich in diesem Fall nicht leicht kontrollieren. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 16/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 17/33: Zum Vergleich ein im JPEG-Modus aufgenommenes Bild: Die Artefakte sind größer, die Details nicht besonders fein. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 18/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 19/33: Links das I'm-Back-Rückteil, rechts die Canon A-1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 20/33: Der Universaladapter ermöglicht es, eine Vielzahl an Kameras mit dem Rückteil zu verwenden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 21/33: Ein kleiner Rahmen sorgt dafür, dass die Mattscheibe des Digitalrückteils vor Licht abgedichtet ist. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 22/33: Das Sucherbild wird auf diese kleine Mattscheibe projiziert und anschließend durch ein Linsensystem auf einen Sensor geworfen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 23/33: Alle Teile des I'm-Back-Systems plus unsere Canon-Kamera (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 24/33: Das montierte Rückteil sieht etwas abenteuerlich aus, ist aber stabil mit der Kamera verbunden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 25/33: Die Ergonomie leidet etwas unter dem Rückteil, insgesamt betrachtet lässt sich die Canon aber weiterhin gut bedienen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 26/33: I'm Back hat drei Bedienknöpfe und ein Touchdisplay. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 27/33: Über das Display können wir unter anderem Einstellungen vornehmen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 28/33: Die Bilder werden auf einer Micro-SD-Karte gespeichert und können auch per USB-Kabel übertragen werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 29/33: Mit dem Sync-Anschluss kann der Verschluss mit dem Blitzanschluss der Kamera synchronisiert werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 30/33: Der Akku ist in einem kleinen Fach untergebracht und lässt sich entnehmen und aufladen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 31/33: Im automatischen Modus verwenden wir unsere Canon mit geöffnetem Verschluss wie eine Digitalkamera. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 32/33: Die Kombination aus Canon A-1 und I'm-Back-Digitalrückteil (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 33/33: Uns macht der manuelle Modus mehr Spaß, bei dem wir wie gewohnt durch den Sucher der Kamera schauen und ihren Auslöser verwenden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Beim Thema RAW-Aufnahmen zeigt sich am deutlichsten, dass die Software des I'm-Back-Digitalrückteils bei Weitem noch nicht ausgereift zu sein scheint. Um sich die mit dem Digitalrückteil gemachten RAWs überhaupt anschauen zu können, müssen wir einige Verrenkungen unternehmen. Grundsätzlich können wir uns die aufgenommenen RAW-Dateien nämlich nach der Aufnahme nicht direkt auf dem Bildschirm des I'm-Back-Rückteils anschauen.
Die Dateien sind zu groß und können daher nicht angezeigt werden. Entsprechend wissen wir erst nach dem Auslesen an einem PC, ob die Aufnahme etwas geworden ist. Angesichts des Zeitfensters des manuellen Modus und der Fehlaufnahmen, die wir bekommen, wenn wir es überschreiten, ist dies ein Vabanque-Spiel.
Den Hinweis, dass wir die RAW-Dateien nicht direkt auf dem Rückteil anschauen können, haben wir auf der Webseite von I'm Back erst nach einigem Suchen gefunden. Kopieren wir die RAW-Dateien auf unseren Windows-PC und wollen sie, wie gewohnt, in Lightroom öffnen, folgt die nächste Überraschung: Lightroom kann mit den Dateien nichts anfangen. In Photoshop können wir sie öffnen, allerdings werden sie dann nur in Schwarz-Weiß angezeigt. Das Problem ist den I'm-Back-Machern bekannt, einen Workaround gibt es mittlerweile in Form eines Skripts, das die RAW-Dateien in DNGs mit Farbe umwandelt. Programmiert hat das Skript ein Nutzer aus der Facebook-Gruppe.
RAW-Bearbeitung ist ein aufwendiger Prozess
Haben wir endlich unser in ein DNG umgewandeltes RAW in Lightroom importiert, folgt eine weitere Überraschung: Die Bilder haben bei uns einen Grünstich, den wir zunächst mit der Farbtonkorrektur beseitigen müssen. Wir müssen den Tonungsschieber von Lightroom komplett auf die Magentaseite bewegen, um überhaupt ein Bild zu bekommen, mit dem wir weiterarbeiten können. Das Problem tritt offenbar nur bei einigen Nutzern auf, andere haben einen Magentastich, andere ein einwandfreies Bild. Die Ursache ist aktuell noch unbekannt, wir vermuten ein Problem mit dem Weißabgleich. Bei Kunstlichtaufnahmen tritt das Problem bei uns nämlich meist nicht auf. Den Weißabgleich können wir momentan nicht manuell beeinflussen.
Nach all diesen Schritten können wir dann unser RAW bearbeiten. Aufgrund der Farbverschiebungen durch den Grünstich, die Farbabweichungen durch die Vignette und das Rauschen ist dies, wie bereits erwähnt, ein recht aufwändiger Prozess. Die Ergebnisse haben aber einen schönen Retrolook und gefallen uns, nachdem wir den Dreh erst einmal raushaben. Einige Bildfehler wie die Randunschärfe, die besonders bei Tageslichtaufnahmen stark auffällt, können wir aber nicht beseitigen. Mit ihr müssen wir leben können.
Bilder sehen nach KI-Entrauschung besser aus
Die meisten Mitglieder der Facebook-Gruppe verwenden für das Entrauschen ein KI-Tool wie Topaz Denoiser, der mit dem starken Bild- und Farbrauschen gut klarkommt. Wir haben Topaz Photo AI verwendet, was aus den Bildern ebenfalls eine Menge herausholt. Topaz Photo AI bringt sowohl bei den JPEG-Aufnahmen als auch bei RAW-Bildern eine deutliche Verbesserung, was das Rauschen und die Schärfe betrifft. Die Objekterkennung von Topaz Photo AI und die damit verbundene Möglichkeit, nur Teile des Bildes nachzuschärfen, hilft, den ursprünglichen, analogen Look beizubehalten und das Bild nicht plattzubügeln.
Wir haben eine Zeit lang ausschließlich RAW-Aufnahmen gemacht, sind zwischenzeitlich aber dazu übergegangen, häufiger auch im JPEG-Format zu fotografieren. Die Gründe waren der sehr aufwendige Bearbeitungsprozess für die RAW-Dateien sowie der Umstand, dass wir die RAW-Aufnahmen unterwegs nicht kontrollieren können.
Im Laufe einiger Tage haben wir allerdings einen guten RAW-Entwicklungsprozess herausgefunden, bei dem wir die grundlegende Bearbeitung in Lightroom vornehmen und die exportierten Bilder anschließend mit Topaz Photo AI entrauschen und in den Details nachschärfen. Dieser Prozess geht Mal für Mal einfacher von der Hand und lohnt sich: Mit dem von uns betriebenem Aufwand bekommen wir wesentlich bessere Resultate im Vergleich zu JPEG-Aufnahmen, die wir ebenfalls bearbeiten müssen – aber bei denen wir nicht so viel Spielraum haben.
Weitere Aufnahmefunktionen im Automatikmodus
Der Automatik-Modus des I'm-Back-Rückteils erlaubt auch Burst- und Zeitrafferaufnahmen. Dazu müssen wir den Verschluss der Kamera offenhalten, die Einstellungen sind wie bei einer herkömmlichen Digitalkamera im Menü des Digitalrückteils aufrufbar. Mit dem I'm-Back-Rückteil können wir auch Videos aufnehmen. Dazu müssen wir den Verschluss ebenfalls mit B oder T offenhalten. Aufnahmen sind mit bis zu 2160p mit 24 fps möglich. Für uns ist diese Möglichkeit eher zweitrangig gewesen, wer zwischendrin aber ein kurzes Video aufnehmen möchte, kann dies tun. Die Qualität ist aber, nicht unerwartet beim Alter des Bildsensors, nur mittelmäßig.
Bild 1/33: Bei Innenraumaufnahmen müssen wir uns, wie von der Filmkamera gewohnt, darauf einstellen, dass die Bilddynamik nicht sehr hoch ist. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 2/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 3/33: Bei Tageslichtaufnahmen ist deutlich zu sehen, dass auch bearbeitete Bilder im Zentrum etwas heller als am Rand sind. Zudem ist die Verzerrung nicht komplett entfernbar. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 4/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 5/33: Bei Aufnahmen mit wenig Licht ist das Rauschen des Sensors auch nach der Bearbeitung mit Topaz Photo AI sichtbar. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 6/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 7/33: Bei einigen Tageslichtaufnahmen ist der helle Fleck in der Bildmitte schwer zu kaschieren. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 8/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 9/33: Eine weitere Tageslichtaufnahme mit etwas dunkler entwickeltem Himmel. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 10/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 11/33: Diese Bild mussten wir stark in den Farben bearbeiten, da es aufgrund der Schatten sehr blaustichig war. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 12/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 13/33: Mit etwas Aufwand bei der Bearbeitung lassen sich schöne Aufnahmen erzielen. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 14/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 15/33: Bei Gegenlichtaufnahmen müssen wir matschige Details wie beim Baumstamm hinnehmen. Auch das Bildrauschen lässt sich in diesem Fall nicht leicht kontrollieren. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 16/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 17/33: Zum Vergleich ein im JPEG-Modus aufgenommenes Bild: Die Artefakte sind größer, die Details nicht besonders fein. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 18/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 19/33: Links das I'm-Back-Rückteil, rechts die Canon A-1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 20/33: Der Universaladapter ermöglicht es, eine Vielzahl an Kameras mit dem Rückteil zu verwenden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 21/33: Ein kleiner Rahmen sorgt dafür, dass die Mattscheibe des Digitalrückteils vor Licht abgedichtet ist. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 22/33: Das Sucherbild wird auf diese kleine Mattscheibe projiziert und anschließend durch ein Linsensystem auf einen Sensor geworfen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 23/33: Alle Teile des I'm-Back-Systems plus unsere Canon-Kamera (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 24/33: Das montierte Rückteil sieht etwas abenteuerlich aus, ist aber stabil mit der Kamera verbunden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 25/33: Die Ergonomie leidet etwas unter dem Rückteil, insgesamt betrachtet lässt sich die Canon aber weiterhin gut bedienen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 26/33: I'm Back hat drei Bedienknöpfe und ein Touchdisplay. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 27/33: Über das Display können wir unter anderem Einstellungen vornehmen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 28/33: Die Bilder werden auf einer Micro-SD-Karte gespeichert und können auch per USB-Kabel übertragen werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 29/33: Mit dem Sync-Anschluss kann der Verschluss mit dem Blitzanschluss der Kamera synchronisiert werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 30/33: Der Akku ist in einem kleinen Fach untergebracht und lässt sich entnehmen und aufladen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 31/33: Im automatischen Modus verwenden wir unsere Canon mit geöffnetem Verschluss wie eine Digitalkamera. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 32/33: Die Kombination aus Canon A-1 und I'm-Back-Digitalrückteil (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 33/33: Uns macht der manuelle Modus mehr Spaß, bei dem wir wie gewohnt durch den Sucher der Kamera schauen und ihren Auslöser verwenden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Den Machern von I'm Back sind die Probleme mit der Software und – damit verbunden – dem Nutzungsprozess bekannt. So verpassen neue Nutzer beispielsweise immer wieder den richtigen Zeitpunkt, im manuellen Modus den Auslöser zu drücken, und wundern sich dann, warum sie keine Bilder aufnehmen können. Vor Kurzem wurde eine Umfrage in der Facebook-Gruppe gestartet, welche Funktionen die Nutzer als Nächstes haben wollen – das Bestreben, die Software zu verbessern, ist also da.
Auch die Einstellungsmenüs des Digitalrückteils sind mitunter etwas verwirrend. So wird die Einstellung für das Zeitfenster für die manuelle Aufnahme beispielsweise schlicht mit "Exposure" bezeichnet, was etwas irreführend ist. Auch der Umstand, dass Fotos im manuellen Modus nur erfasst werden, wenn wir uns auf dem Sucherbildschirm befinden, ist eine Fehlerquelle. Drücken wir den OK-Button und machen eine Aufnahme, wenn wir in einem Menü sind, wird kein Bild erfasst.
Für Android und iOS gibt es auch eine App, die über WLAN mit dem Digitalrückteil verbunden werden kann. Über die Anwendung können wir den Automatikmodus von I'm Back steuern, in der Praxis haben wir die Anwendung fast nie genutzt. Wir hätten uns gewünscht, dass die Ressourcen für die Entwicklung der App stattdessen in die grundlegenden Funktionen des Rückteils geflossen wären.
I'm Back 35: Verfügbarkeit und Fazit
Das Digitalrückteil I'm Back 35(öffnet im neuen Fenster) ist auf der Webseite des Herstellers(öffnet im neuen Fenster) inklusive Universaladapter für 450 Schweizer Franken erhältlich. Dedizierte Cover für insgesamt 56 Kameramodelle sind separat erhältlich und kosten jeweils 70 Schweizer Franken. Von I'm Back gibt es auch eine Mittelformatversion für 17 Kameramodelle, die ebenfalls 450 Schweizer Franken kostet.
Interessenten sollten bedenken, dass sie für bessere Bildergebnisse entsprechende Bildbearbeitungssoftware sowie ein Programm zum Entrauschen benötigen. Diese können zusätzliche Kosten verursachen – das von uns genutzte Topaz Photo AI beispielsweise kostet 200 US-Dollar.
Fazit
I'm Back 35 ist ein sehr interessantes, gleichzeitig aber auch nicht leicht zu beherrschendes digitales Kamerarückteil, mit dem wir zahlreiche unserer alten analogen Fotokameras wieder verwenden können. Der Universaladapter sieht auf den ersten Blick etwas klapprig aus, funktioniert in der Praxis aber sehr gut.
Allerdings ist I'm Back nicht mit den Rückteilen von Kameraherstellern wie Hasselblad vergleichbar. Wer das Gerät benutzt, muss sich im Klaren darüber sein, dass die damit gemachten Bilder nicht ready to go sind, sondern einer starken Nachbearbeitung bedürfen.
Bild 1/33: Bei Innenraumaufnahmen müssen wir uns, wie von der Filmkamera gewohnt, darauf einstellen, dass die Bilddynamik nicht sehr hoch ist. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 2/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 3/33: Bei Tageslichtaufnahmen ist deutlich zu sehen, dass auch bearbeitete Bilder im Zentrum etwas heller als am Rand sind. Zudem ist die Verzerrung nicht komplett entfernbar. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 4/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 5/33: Bei Aufnahmen mit wenig Licht ist das Rauschen des Sensors auch nach der Bearbeitung mit Topaz Photo AI sichtbar. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 6/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 7/33: Bei einigen Tageslichtaufnahmen ist der helle Fleck in der Bildmitte schwer zu kaschieren. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 8/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 9/33: Eine weitere Tageslichtaufnahme mit etwas dunkler entwickeltem Himmel. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 10/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 11/33: Diese Bild mussten wir stark in den Farben bearbeiten, da es aufgrund der Schatten sehr blaustichig war. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 12/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 13/33: Mit etwas Aufwand bei der Bearbeitung lassen sich schöne Aufnahmen erzielen. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 14/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 15/33: Bei Gegenlichtaufnahmen müssen wir matschige Details wie beim Baumstamm hinnehmen. Auch das Bildrauschen lässt sich in diesem Fall nicht leicht kontrollieren. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 16/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 17/33: Zum Vergleich ein im JPEG-Modus aufgenommenes Bild: Die Artefakte sind größer, die Details nicht besonders fein. (Bearbeitung mit Lightroom und Topaz Photo AI) (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 18/33: Die nur mit Lightroom, nicht aber mit Topaz Photo AI bearbeitete Version des Bildes (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Bild 19/33: Links das I'm-Back-Rückteil, rechts die Canon A-1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 20/33: Der Universaladapter ermöglicht es, eine Vielzahl an Kameras mit dem Rückteil zu verwenden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 21/33: Ein kleiner Rahmen sorgt dafür, dass die Mattscheibe des Digitalrückteils vor Licht abgedichtet ist. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 22/33: Das Sucherbild wird auf diese kleine Mattscheibe projiziert und anschließend durch ein Linsensystem auf einen Sensor geworfen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 23/33: Alle Teile des I'm-Back-Systems plus unsere Canon-Kamera (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 24/33: Das montierte Rückteil sieht etwas abenteuerlich aus, ist aber stabil mit der Kamera verbunden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 25/33: Die Ergonomie leidet etwas unter dem Rückteil, insgesamt betrachtet lässt sich die Canon aber weiterhin gut bedienen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 26/33: I'm Back hat drei Bedienknöpfe und ein Touchdisplay. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 27/33: Über das Display können wir unter anderem Einstellungen vornehmen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 28/33: Die Bilder werden auf einer Micro-SD-Karte gespeichert und können auch per USB-Kabel übertragen werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 29/33: Mit dem Sync-Anschluss kann der Verschluss mit dem Blitzanschluss der Kamera synchronisiert werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 30/33: Der Akku ist in einem kleinen Fach untergebracht und lässt sich entnehmen und aufladen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 31/33: Im automatischen Modus verwenden wir unsere Canon mit geöffnetem Verschluss wie eine Digitalkamera. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 32/33: Die Kombination aus Canon A-1 und I'm-Back-Digitalrückteil (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 33/33: Uns macht der manuelle Modus mehr Spaß, bei dem wir wie gewohnt durch den Sucher der Kamera schauen und ihren Auslöser verwenden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das liegt zum einen an offensichtlichen Mankos bei der Software, wie dem Umstand, dass wir RAW-Dateien erst konvertieren und einen Farbstich entfernen müssen. Einige der Probleme sind aber konstruktionsbedingt: Die Körnung der Mattscheibe plus das Rauschen des alten Bildsensors führen grundsätzlich zu Bildstörungen, die über den Eindruck eines Bildkorns hinausgehen.
Dazu kommt die ebenfalls konstruktionsbedingte, nicht ganz einfache Nutzung im manuellen Modus, in dem wir mehrere Aktionen recht schnell hintereinander ausführen müssen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Anleitung momentan zwar gut die Montage des Digitalrückteils erklärt, viele der wichtigen Details aber auslässt. Diese erfahren Nutzer erst durch Suchen oder Fragen.
Wer sich aber wie wir auf das Abenteuer I'm Back einlässt, kann mit einiger Übung und Zeit tatsächlich charmante Bilder produzieren. Von der Qualität sind diese aber keinesfalls mit denen eines professionellen, deutlich teureren Digitalrückteils(öffnet im neuen Fenster) vergleichbar – dessen müssen sich Käufer bewusst sein. Wir haben das Rückteil aber nach kurzer Zeit zu schätzen gelernt, da uns der gesamte Prozess Spaß macht. Die Macher von I'm Back sollten in der Zukunft aber einige Mankos per Softwareupdate beseitigen.
Das I'm-Back-Rückteil bedient eine Nische von Fotoenthusiasten, die alte Kameras mögen und eine aufwendige Bildbearbeitung nicht scheuen. Die knapp 500 US-Dollar Kosten für das Rückteil müssen es einem schon wert sein – für den Preis bekommt man auch eine gute Digitalkamera. Aber bei I'm Back geht es eben nicht nur um die Qualität der Fotos, sondern zu einem großen Teil auch um Nostalgie und das Hobby Fotografie selbst.