Hywind Scotland: Schwimmende Windräder werden an Land geschleppt

Zurück in den Hafen geht es für die Windräder des schwimmenden Offshore-Windparks Hywind Scotland. Sie müssen überholt werden.
Die Windräder, die der spanische Hersteller Siemens Gamesa gebaut habe, müssten nach gut sechs Jahren in Betrieb überholt werden. Das gehe aus den Betriebsdaten hervor, heißt in einer Mitteilung, die der norwegische Erdöl- und Erdgaskonzern Equinor an mehrere Medien verschickte. Es sei das erste Mal, dass solche Arbeiten an einem schwimmenden Windpark durchgeführt würden. Die sicherste Art und Weise sei, die Windräder in einen Hafen zu schleppen und die Arbeiten dort durchführen.
Hywind Scotland(öffnet im neuen Fenster) wurde 2017 eröffnet und ist der erste schwimmende Windpark der Welt . Er besteht aus fünf Windrädern mit einer Leistung von jeweils 6 Megawatt. Die Rotoren haben einen Durchmesser von 154 Metern. Die installierte Leistung von 30 Megawatt reicht laut Equinor aus, um etwa 35.000 britische Haushalte zu versorgen.

Vorteil von schwimmenden Windparks ist, dass sie in größere Wassertiefen installiert werden können als Windräder, die fest auf dem Meeresboden stehen. Im Bereich von Hywind Scotland etwa ist das Wasser zwischen 90 und 120 Meter tief. Der aktuell größte schwimmende Windpark, Hywind Tampen , der ebenfalls von Equinor betrieben wird, befindet sich vor Norwegen in 260 bis 300 Meter tiefem Wasser.
Hywind Scotland steht etwa 25 Kilometer vor Peterhead, dem östlichsten Punkt Schottlands. Dennoch sollen die Windräder über die Nordsee nach Norwegen geschleppt werden. Der Hafen des Unternehmens Wergeland ist laut Equinor der nächste Hafen, in dem die nötige Expertise für Offshore-Windanlagen verfügbar sei und der genug Wassertiefe für die Windkraftanlagen biete.
Die Wartungsarbeiten sollen in enger Zusammenarbeit mit Siemens Gamesa durchgeführt werden. Sie sind für den Sommer geplant und sollen drei bis vier Monate dauern. Einen genauen Termin nannte Equinor nicht.



