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Elektroladen bleibt ein Glücksspiel

Eine sinnvolle Suche ist daher nur über externe Dienste wie Goingelectric.de möglich. Dort stehen auch detaillierte Angaben von Nutzern, wann und wie zuletzt ein Ladevorgang mit welchem E-Auto erfolgreich war. Ebenfalls wichtig: Wie man eine Ladesäule beispielsweise auf einer Autobahnraststätte findet. Denn leider ist es immer noch so: Elektrotankstellen werden oft weder auf der Autobahn ausgeschildert noch auf Raststätten oder Autohöfen selbst. So schrieb ein Goingelectric-Nutzer bereits im Februar 2016 zur Raststätte Köckern: "Alles prima - bis auf fehlende Beschilderung, für Anfahrt und Stellplatz. Laut Polizei wird ein Auge zugedrückt, falls man vom Ende des Parkplatzes langsam mit Warnblinker zurückfahren muss weil man Richtung Raststätte gefahren ist, statt zur Tankstelle ;-)".

  • Der Hyundai Ioniq Elektro ist in der Standardversion ab 33.300 Euro zu haben. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Schräghecklimousine ist mit mehr als 4,5 m Länge kein kleiner Stadtflitzer. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Motorraum ist erstaunlich voll für ein Elektroauto. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • 8-Zoll-Touchscreen-Anzeige ermöglicht eine Einbindung des Smartphones über Bluetooth sowie Android Auto und Apple Carplay. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Über die 7-Zoll-Anzeige im Armaturenbrett lassen sich recht einfach unterschiedliche Daten einblenden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das Virtuelle Motorgeräuschsystem (VESS) lässt sich links neben dem Lenkrad ausschalten. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Über die Mittelkonsole lassen sich verschiedene Fahrmodi einstellen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bei tiefen Temperaturen frisst die Klimaanlage einen großen Teil der Reichweite. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Trotz voller Batterie (rechte Anzeige) beträgt die Reichweite bei minus 12 Grad Celsius nur 123 km. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Hyundai Ioniq lässt sich mit Gleichstrom (CCS) und Wechselstrom (Typ 2) laden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das Laden an der Autobahn ist häufig ein Glücksspiel. In Köckern West funktionierte es. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Besonders ärgerlich für Elektromobilisten, wenn Ladesäulen dem Vandalismus zum Opfer fallen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Ladepunkt mit angeschlossenem Schwimmbad: Spreewelten in Lübbenau (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Nicht gerade gut gewählter Ort für eine Ladestation (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Nicht auf dem neuesten Stand: Die e-kWh-App gibt es längst nicht mehr. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die abgestürzte Ladesäule lädt das Auto weiter. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Nach dem Ende des Ladevorgangs bootet die Säule neu. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Das Laden an der Autobahn ist häufig ein Glücksspiel. In Köckern West funktionierte es. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
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Daran hat sich auch nach zwei Jahren noch nichts geändert. Ebenfalls merkwürdig: Die Eon-Säule verlangt eigentlich eine Freischaltung über eine Ladekarte. Doch nach dem Einstecken gibt sie den Strom umsonst her. Weil das gut funktioniert und günstig ist, wird das auf dem Rückweg nach Berlin auf der Gegenseite probiert. In diesem Fall ist der Stopp sogar völlig umsonst. Denn diese "Schrottsäule", wie ein Nutzer schreibt, ist wieder einmal defekt. Da die nächste Ausfahrt nicht weit ist, lohnt sich ein Umweg auf die andere Autobahnseite. Wer weiß schon, ob die Ladestation in Linthe dieses Mal überhaupt Strom rausrückt.

Abgestürzte Ladesäule liefert weiter

Ein dortiger Zwischenstopp ist Pflicht. Allein schon deshalb, um zu überprüfen, ob die App nach der Eingabe einiger Nutzerdaten dieses Mal besser funktioniert. Und in der Tat: Für fünf Euro lässt sich die Säule für 20 Minuten freischalten. Doch was passiert? Da nach 20 Minuten der Akku noch nicht voll ist, lädt das Auto munter weiter. Die Säulensteuerung ist offenbar abgestürzt und meldet "No signal". Erst nach dem Ende des Ladevorgangs bootet die Säule wieder neu. Immerhin führt der Linux-Absturz nicht dazu, dass es keinen Strom mehr gibt.

Leider bezeichnend für den aktuellen Zustand der Elektromobilität in den Deutschland ist der Nutzer-Hinweis zu Linthe: "Theoretisch gibt es vier Parkplätze - aber keiner ist gesondert markiert. Daher sind sie vor allem zur Hauptessenszeit oft vollständig mit Verbrennern belegt." Wohl gemerkt, es handelt sich um den derzeit einzigen Schnelllader zwischen Berlin und Halle. An der Raststätte Fläming sind die Bauarbeiten für eine Ladestation angeblich seit einem Jahr "eingefroren".

Hyundai Kona mit deutlich größerer Reichweite

Angesichts der aktuellen Ladeproblematik ist ein Wochenendausflug mit dem Ioniq Elektro eine aufregende Alternative zu einem Casino-Besuch. Reichlich Verpflegung und Getränke sowie eine Badehose für den Notfall sollten nicht vergessen werden. Geradezu frustrierend lesen sich dann Meldungen, dass der niederländische Betreiber Fastned Anfang März Ladesäulen in Betrieb genommen hat, die über eine Leistung von bis zu 350 Kilowatt verfügen. Doch zumindest lässt es erahnen, wie eine praktikable Elektromobilität einmal aussehen könnte.

Mit dem Ioniq Elektro wird das wohl nicht mehr möglich sein. Dazu ist schon eher der neue Hyundai Kona Elektro geeignet, der Ende Februar auf dem Autosalon in Genf vorgestellt wurde. Der SUV soll über einen Akku mit bis zu 64 Kilowattstunden und eine Reichweite von 470 Kilometern nach dem neuen WLTP-Zyklus verfügen. Richtig schnell laden kann der Kona aber immer noch nicht. 54 Minuten soll es dauern, um den Akku auf 80 Prozent aufzuladen. Das bedeutet, dass der Akku mit 50 kW immer noch deutlich langsamer lädt, als es die Modelle von Tesla derzeit schon können.

Trotz seines recht günstigen Preises von 35.500 Euro (Style) ohne Abzug der 4.000 Euro Kaufprämie ist der Ioniq Elektro alles andere als ein Verkaufsschlager. Mit 881 verkauften Modellen lag der Hyundai im vergangenen Jahr auf Platz neun der Verkaufsliste. Das dürfte sich in diesem Jahr kaum ändern, denn die Lieferfrist liegt derzeit bei einem Jahr. Als Schräghecklimousine ist der Wagen trotz seiner Größe kein richtiges Familienauto. Als Zweitauto in der Stadt mit teils geringerer Reichweite verkaufen sich der Renault Zoe, der Smart Fortwo oder sogar der E-Golf derzeit deutlich besser. Wenigstens hat der Kofferraum des Ioniq genug Platz, um genügend Saunahandtücher mitzunehmen. Man kann ja nie wissen.

 Vandalismus bei Ladesäulen
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melaw 12. Apr 2018 / Themenstart

Dann passiert genau das was im Artikel passiert ist: Ein Lader uist schnell gefunden...

IT-Nerd-86 11. Apr 2018 / Themenstart

Hör doch auf drumrum zu reden! Es geht mir nicht um Dreck! Es geht um die stinkenden...

Der Supporter 03. Apr 2018 / Themenstart

E-Autos sind zur Zeit für Aussendienstler nicht oder nur sehr eingeschränkt geeignet. Das...

tribal-sunrise 31. Mär 2018 / Themenstart

Umkehrfrage: Wieviele Autos machen das nicht? Aktuelle Audis - identisch. Mercedes...

thinksimple 30. Mär 2018 / Themenstart

Heutzutage sagt das doch nichts mehr. Ausserdem wär's mehr humorig gemeint.

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