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Vandalismus bei Ladesäulen

Etwa 30 Kilometer vor Dresden, an der Ausfahrt Thiendorf, gibt es den einzigen Schnelllader auf dem Weg von Berlin. Besser gesagt: Es gab ihn mal. Nun hängt daneben ein Schild mit dem Inhalt: "Ladesäule durch Vandalismus beschädigt!" Der Hinweis "Derzeit keine Ladung möglich!" erübrigt sich, denn die Säule ist inzwischen abgebaut worden. Man kann es daher nicht anders sagen: Die Versorgung mit Ladestationen an ostdeutschen Autobahnen ist eine Katastrophe. Wenn man nicht zufällig einen Tesla fährt.

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Das bestätigt sich auch auf einer Fahrt von Berlin nach Halle an der Saale. An der Ausfahrt Linthe auf der A 9 gibt es immerhin einen Schnelllader von Innogy. Zwar sieht die Säule von außen schon etwas ramponiert aus, doch sie scheint noch zu funktionieren. Die Anzeige empfiehlt, den Ladepunkt "per Hotline oder e-kWh-App" freizuschalten. Zwar heißt die App inzwischen echarge, aber das ist noch das geringste Problem.

Kein Strom trotz Abbuchung

Über Paypal lässt sich die Säule angeblich freischalten. Doch nach dem Zahlungsvorgang ist leider Schluss. Die Säule gibt trotz der Überweisung von 7,50 Euro für eine halbe Stunde Laden keinen Strom her. Der Mitarbeiter an der Service-Hotline erläutert, dass die App vermutlich nicht richtig konfiguriert worden sei, obwohl das Abbuchen funktionierte. Ohnehin habe es gerade erst ein Update der App gegeben. Aus Kulanz schaltet er die Säule dann für eine halbe Stunde umsonst frei. Damit ist der nächste Schnelllader auf der Raststätte Köckern sicher zu erreichen.

Die im Gegensatz zur (fast) voll geladenen Batterie recht leere Autobahn ermöglicht es, sich etwas näher mit den Assistenzsystemen des Hyundai zu beschäftigen. Das Style-Paket verfügt über einen Abstandsregeltempomat mit Spurhalteassistent. Die Bedienung des Tempomat erfolgt recht intuitiv über einen Lenkradhebel. Obwohl das System eigentlich zuverlässig funktioniert und in vertretbarem Maße innerhalb der Spur eiert, ist man als Fahrer sehr bald davon genervt.

Nervige Freihanderkennung

Der Grund: Hyundai hat die Freihanderkennung auf die Spitze getrieben. Schon nach zwölf Sekunden ertönt eine akustische Warnung, wenn keine Hand am Lenkrad ist. Nach weiteren sechs Sekunden wird der Lenkassistent rigoros abgeschaltet. Zwar wird er automatisch wieder aktiv, wenn der Fahrer das Lenkrad übernimmt. Doch mitunter fängt das System sogar dann an zu piepen, wenn die Hand am Steuer geblieben ist.

Rechtlich wäre das gar nicht erforderlich. Denn die neue UNECE-Regulierung zu Lenkassistenten schreibt lediglich vor, dass nach 15 Sekunden zunächst eine optische Warnung erfolgen soll. Nach weiteren 15 Sekunden soll der Fahrer akustisch gewarnt werden. Erst nach weiteren 30 Sekunden muss sich das System dann abschalten, nicht ohne den Fahrer vorher noch einmal auf andere Weise akustisch gewarnt zu haben. Das ständige Gepiepse im Hyundai verleidet einem jedoch die Nutzung des Spurhalteassistenten.

Umfangreiche Navi-Funktionen

Die Stopp-Funktion ermöglicht bei einem kurzen Halt im Stau ein automatisches Wiederanfahren. Dauert der Stopp länger als ein paar Sekunden, muss der Fahrer eine Taste am Lenkrad betätigen. Auch in diesem Fall hätte Hyundai ein paar Sekunden draufgeben können, um einen höhere Komfort zu ermöglichen.

Unkomfortabel sind auch einige Einstellungen rund um den Elektroantrieb. So merkt sich das Auto nicht den eingestellten Fahrmodus (Normal, Eco oder Drive) oder die gewählte Rekuperationsstufe. Anders als der E-Golf bringt der Ioniq die Leistung des Elektromotors von 88 Kilowatt (120 PS) aber gut auf die Straße. Damit kommt der Hyundai in knapp zehn Sekunden auf 100 km/h. Praktisch ist in der Innenstadt die Einstellung der Maximalgeschwindigkeit. Gerade bei einem leisen Elektroauto sind die 50 km/h schnell überschritten.

Das Radio-Navigationssystem mit 8-Zoll-Touchscreen-Anzeige ermöglicht eine Einbindung des Smartphones über Bluetooth sowie Android Auto und Apple Carplay. Integriert sind zudem ein DAB+-Radio sowie Echtzeit-Verkehrshinweise von Tomtom. Über die 7-Zoll-Anzeige im Armaturenbrett lassen sich recht einfach unterschiedliche Daten einblenden, etwa zu Ladestand, Fahrassistenz oder Navigation. Praktisch unbrauchbar ist allerdings die integrierte Ladesäulenanzeige im Navigationssystem. Gleichstromschnelllader scheinen je nach Anbieter völlig zu fehlen. Selbst Ladesäulen, die vor schon seit geraumer Zeit in der Nachbarschaft aufgestellt wurden, kennt das System nicht.

 Schöne Bescherung bei WochenendausflugElektroladen bleibt ein Glücksspiel 
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