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Schöne Bescherung bei Wochenendausflug

Um nicht wieder unangenehme Überraschungen wie beim Test des E-Golf zu erleben, bereiteten wir die Fahrt minutiös vor. Denn die 200-Kilometer-Strecke schafft der Ioniq wohl nur im Sommer bei Rückenwind und 80 km/h über die Autobahn 13. Ein Zwischenstopp ist daher unverzichtbar. Die Wahl fällt auf das Spreewaldstädtchen Lübbenau, wo es den Karten zufolge mehrere Ladesäulen mit 22 Kilowatt geben soll. Mit einem Zwischenhalt in Lübbenau ließe sich dann auch der Schnelllader im sächsischen Thiendorf gut erreichen.

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Doch nach dem Freischalten der Ladesäule auf einem Schwimmbad-Parkplatz in Lübbenau ereilt den Fahrer dann der Schock. Mehr als sieben Stunden soll es der Ladeanzeige zufolge dauern, bis der Akku wieder voll ist. Für einen Wochenendausflug ist das ein ganz schön langer Zwischenstopp. Der Grund: Anstatt mit 22 Kilowatt Drehstrom zu laden, rückt die Ladesäule nur 3,7 Kilowatt Wechselstrom raus. Offenbar wird der Ladestrom auf 16 Ampere gedrosselt, um Schieflast zu vermeiden. Schöne Bescherung.

Drehstromlader wäre praktisch

Dabei ist die Rechnung doch relativ einfach: Je kleiner der Akku eines Elektroautos ist, desto häufiger muss man laden. Je häufiger man laden muss, desto eher ist man auf Wechselstromstationen angewiesen. Je häufiger man Wechselstrom braucht, desto sinnvoller ist ein eingebauter Drehstromlader. Sonst hängt das Auto stundenlang an Säulen fest, die nur wenige Kilowatt herausrücken, obwohl viel mehr möglich wäre. Von einer 43-kW-Drehstromsäule wollte das Auto überhaupt keinen Strom nehmen.

Doch was kann man in solchen Situationen tun, außer das Auto stehen zu lassen und mit dem Zug weiterzufahren? Der Ladesäulenkarte von Goingelectric.de zufolge gibt es gleich in der Nähe noch eine weitere Station: direkt am Spreewelten-Schwimmbad. Einen Versuch ist es wert. Gegen einen Pauschalbetrag von 5 Euro und 20 Euro Pfand für einen Schlüssel, der nicht benötigt wird, lässt sich der Anschluss nutzen. Und siehe da: Die Ladezeit wird nur noch mit gut fünf Stunden angegeben. Offenbar schafft die Dose einen höheren einphasigen Strom.

Vier Saunagänge reichen aus

Eine kurze Internetrecherche ergibt, dass das Hyundai-Kabel vom Typ 2 selbst den Strom auf 20 Ampere begrenzt. Was ebenfalls die Schieflast begrenzen soll. Da könnte es doch nicht schaden, einmal das Leihkabel des Schwimmbads auszuprobieren. Tatsächlich: Mit einem anderen Kabel ist das einphasige Laden mit 32 Ampere für diese Station offenbar kein Problem. Der Aufenthalt wird mit 3,5 Stunden Ladezeit fast schon erträglich.

  • Der Hyundai Ioniq Elektro ist in der Standardversion ab 33.300 Euro zu haben. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Schräghecklimousine ist mit mehr als 4,5 m Länge kein kleiner Stadtflitzer. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Motorraum ist erstaunlich voll für ein Elektroauto. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • 8-Zoll-Touchscreen-Anzeige ermöglicht eine Einbindung des Smartphones über Bluetooth sowie Android Auto und Apple Carplay. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Über die 7-Zoll-Anzeige im Armaturenbrett lassen sich recht einfach unterschiedliche Daten einblenden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das Virtuelle Motorgeräuschsystem (VESS) lässt sich links neben dem Lenkrad ausschalten. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Über die Mittelkonsole lassen sich verschiedene Fahrmodi einstellen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bei tiefen Temperaturen frisst die Klimaanlage einen großen Teil der Reichweite. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Trotz voller Batterie (rechte Anzeige) beträgt die Reichweite bei minus 12 Grad Celsius nur 123 km. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Hyundai Ioniq lässt sich mit Gleichstrom (CCS) und Wechselstrom (Typ 2) laden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das Laden an der Autobahn ist häufig ein Glücksspiel. In Köckern West funktionierte es. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Besonders ärgerlich für Elektromobilisten, wenn Ladesäulen dem Vandalismus zum Opfer fallen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Ladepunkt mit angeschlossenem Schwimmbad: Spreewelten in Lübbenau (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Nicht gerade gut gewählter Ort für eine Ladestation (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Nicht auf dem neuesten Stand: Die e-kWh-App gibt es längst nicht mehr. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die abgestürzte Ladesäule lädt das Auto weiter. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Nach dem Ende des Ladevorgangs bootet die Säule neu. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Nicht gerade gut gewählter Ort für eine Ladestation (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)

Da bietet es sich natürlich an, das an der Ladesäule angeschlossene Schwimmbad zu nutzen. Zumal man in Lübbenau mit Pinguinen um die Wette schwimmen kann. Doch das Bad hat leider keine Badehosen zum Verleih. "Sie können aber natürlich die Sauna benutzen", sagt die Kassiererin, die schon Mitleid mit dem armen Elektromobilisten bekommen hat. Nach vier Saunagängen ist der Hyundai voll genug, um die nächste Etappe zu wagen.

 Hyundai Ioniq im Test: Mit Hartmut in der SaunaVandalismus bei Ladesäulen 
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Hyundai Ioniq... 06. Mai 2018

Ich verstehe nicht wo jetzt die konstruktive Kritik am E-Auto steckt?! Dass man nicht so...

Hyundai Ioniq... 06. Mai 2018

Und was für einen konkreten Nachteil findest du jetzt an Elektroautos?

S-Talker 02. Mai 2018

Das wäre ja so als ob Software-Tester Fehler und Probleme nicht dokumentieren, wenn sie...

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