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Hyundai Ioniq 5 und Kia EV6: Tausende Elektroautos müssen in die Werkstatt

Die koreanischen Autohersteller Hyundai und Kia haben ein Problem mit der Elektroplattform E-GMP. Die Fahrzeuge können wegrollen.
/ Friedhelm Greis
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Bei geparkten Hyundai Ioniq 5 kann sich offenbar die Bremse lösen. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
Bei geparkten Hyundai Ioniq 5 kann sich offenbar die Bremse lösen. Bild: Werner Pluta/Golem.de

Der koreanische Autokonzern Hyundai und dessen Tochterfirma Kia müssen Elektroautos auf Basis ihrer Elektroplattform E-GMP zurückrufen. Einem Bericht des US-Mediums Ars Technica zufolge(öffnet im neuen Fenster) können Spannungsschwankungen dazu führen, dass sich bei geparkten Fahrzeugen die Bremse löst. Dadurch könnten die Fahrzeuge wegrollen.

Betroffen von dem Rückruf seien 10.729 Hyundai Ioniq 5 und 9.014 Kia EV6 . Diese nutzen die E-GMP-Plattform, die auf einem Akku mit 800-Volt-System basiert. Der Fehler soll dem Bericht zufolge erstmals in Korea bemerkt worden sein. Hyundai soll Hinweise zu fünf betroffenen Ioniq 5 erhalten haben.

Den Fahrern wird empfohlen, die elektronische Parkbremse zu aktivieren und nicht nur das Fahrzeug auszuschalten und zu verlassen. Die Halter sollen für die Rückrufaktion kontaktiert werden. Ein Software-Update aus der Ferne ist derzeit bei den Fahrzeugen noch nicht möglich. In der Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamtes(öffnet im neuen Fenster) (KBA) finden sich dazu noch keine Angaben.

Milliardeninvestition in den USA geplant

Unterdessen teilte Hyundai mit(öffnet im neuen Fenster) , in den USA eine neue Elektroautofabrik mit Batteriezellproduktion bauen zu wollen. Dazu wolle der Konzern im US-Bundesstaat Georgia 5,4 Milliarden US-Dollar investieren. In der Fabrik sollen jährlich 300.000 Elektroautos vom Band laufen. Der Produktionsstart ist für Mitte 2025 vorgesehen. Den Kooperationspartner für den Bau der Batterieproduktion will Hyundai später bekanntgeben.

Nachtrag vom 26. Mai 2022, 7:50 Uhr

Kia teilte auf Anfrage von Golem.de mit, dass in Deutschland 3.559 Fahrzeuge von der Rückrufaktion betroffen seien. Hyundai hat auf unsere Anfrage bislang noch nicht reagiert.

Nachtrag vom 27. Mai 2022, 21:59 Uhr

Eine Sprecherin von Hyundai teilte auf Anfrage von Golem.de mit: "In den betroffenen Fahrzeugen kann das Parkhilfesystem die Parkstellung (P) während oder nach dem Einparken deaktivieren. Das unbeabsichtigte Auslösen der Parkstellung erhöht das Risiko, dass das Fahrzeug nach dem Einparken wegrollt." Die betroffenen Fahrzeuge seien zwischen dem 10. September 2020 und dem 3. Mai 2022 produziert worden.

Betroffene Kunden werden demnach im Juni 2022 schriftlich durch das KBA benachrichtigt und erhalten beim Hyundai-Vertragshändler ein kostenloses Software-Update. Hyundai empfehle in der Zwischenzeit allen betroffenen Fahrzeughaltern, "beim Abstellen des Fahrzeugs die elektronische Parkbremse (EPB) zu betätigen, um die Gefahr des Wegrollens des Fahrzeugs zu verringern."

Wie viele Fahrzeuge in Deutschland vom Rückruf betroffen seien, werde derzeit noch in Zusammenarbeit mit dem KBA ermittelt.


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