Reisetauglicher Stauraum

Die Nutzung des Infotainmentsystems ist per Lenkradtasten, Touchdisplay und Sprachsteuerung möglich. Dabei funktioniert die Spracherkennung sehr unterschiedlich gut. Im Menüpunkt EV zeigt das System spezielle Funktionen für den Elektrobetrieb an. Dazu zählt der aktuelle Stromverbrauch verschiedener Systeme wie Akkupflege, Elektronik, Klimaanlage und Fahrbetrieb.

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Die Darstellung von Geschwindigkeit und Verbrauch im Kombidisplay ist etwas gewöhnungsbedürftig. Diese ähnelt einer Straße mit rechts und links ansteigenden Böschungen. Etwas albern wirkt die rote Einfärbung der Zahlen und Säulen im Sport-Modus. Das würde eher zu einem Mercedes AMG oder Porsche passen.

Durchaus reisetauglich ist der Stauraum des Ioniq 5. Das Kofferraumvolumen beträgt 527 Liter, mit umgeklappten Rücksitzen fast 1.600 Liter. Unter der Kofferraumabdeckung gibt es noch zusätzlichen Platz, beispielsweise für Ladekabel. Auch unter dem Motorraum gibt es noch ein bisschen Stauraum. Mit 24 Litern ist dieser bei der Allradversion aber recht klein, bei der Variante mit Heckmotor ist das Fach mit 57 Litern mehr als doppelt so groß.

Fazit und Verfügbarkeit

Auf unserer Testfahrt hat sich gezeigt, dass der Hyundai Ioniq 5 noch längst nicht das Über-Elektroauto ist, das europäische Hersteller oder Tesla das Fürchten lehrt. Das 800-Volt-System soll zwar hohe Ladeleistungen von mehr als 200 kW ermöglichen, doch diese werden längst nicht bei allen Ladevorgängen an HPC-Ladern erreicht.

  • Der Hyundai Ioniq 5 ist ein Elektroauto mit ungewöhnlichem Design und innovativer Technik. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der koreanische Hersteller bezeichnet den Ioniq 5 als Crossover Utility Vehicle (CUV). (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Charakteristische sind kantige Linien und eine quadratische Pixel-Optik. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Gegen Aufpreis gibt es den Ioniq 5 sogar mit Solardach. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Von Tesla abgeschaut hat sich Hyundai die elektrisch ausfahrbaren Türgriffe. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Kofferraumvolumen beträgt 527 Liter, mit umgeklappten Rücksitzen fast 1.600 Liter. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit 24 Litern ist der Stauraum unter der Motorhaube. bei der Allradversion recht klein. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unter dem Stauraum befindet sich die Steuereinheit für den Elektroantrieb. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Ioniq 5 basiert auf der neuen Plattform E-GMP von Hyundai und Kia.
  • Der Innenraum ist mit dem langen Radstand von 3 Metern sehr großzügig. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Rücksitze lassen sich verschieben. In der teueren Ausstattungsvariante sogar elektrisch. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ebenfalls sind die Rücksitze beheizbar. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Mit einem Tastenfeld im Beifahrersitz lassen sich die Rücksitze verstellen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch die Mittelkonsole lässt sich verschieben. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Smartphone lässt sich gegen Aufpreis drahtlos aufladen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Sitzpositionen lassen sich je nach Ausstattung speichern. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Serienmäßig verfügt der Ioniq 5 über zwei Display mit einer Diagonale von 12,5 Zoll. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Klimaanlage lässt sich auf einem berührungsempfindlichen Bedienfeld einstellen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Viele Funktionen lassen sich zudem über das Lenkrad steuern. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • An beiden Seiten gibt es zwei Drück-/Wippschalter und vier Tasten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Hinter dem Lenkrad gibt es zudem zwei Wippschalter für die Rekuperation. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein weiterer Taster ist für die Auswahl der Fahrmodi vorgesehen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Auch in der Tür befinden sich zahlreiche Schalter für die Fenster und das Schließsystem. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Handschuhfach lässt sich ganz ohne Schalter öffnen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • In der Ausstattungsvariante Uniq ist ein 230-Volt-Adapter für die Ladebuchse enthalten. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Über eine Steckdose unter der Rücksitzbank lassen sich ebenfalls Elektrogeräte anschließen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Im Infotainmentsystem lässt sich einstellen, wie viel Strom der Ioniq 5 freigeben darf. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • In den Außenspiegeln befinden sich gegen Aufpreis Kameras. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Diese ermöglichen beim Einparken eine gute Rundumsicht. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zudem kann das Bild im Kombidisplay angezeigt werden, um vor Verkehrsteilnehmern im Toten Winkel zu warnen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Ioniq 5 soll mit seiner 800-Volt-Technik mit bis zu 220 Kilowatt laden können. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Auf der Testfahrt konnten wir jedoch maximal 175 Kilowatt erreichen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das Ladeniveau wird auch die Balken an der Ladebuchse angezeigt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Im Vergleich zu anderen Elektroautos lädt der Ioniq 5 schnell. Ein Aiways U5 (rechts) war deutlich langsamer. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Über das Infotainmentsystem lassen sich Ladestellen anzeigen und nach bestimmten Kriterien filtern. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • So lassen sich Ladestationen je nach Leistung und Anbieter auswählen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Kurioserweise zeigt der Ioniq 5 dabei auch Tesla-Staionen an, obwohl diese noch keine anderen Hersteller akzeptieren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Diese Warnung erscheint, wenn der Akku nicht für die gesamte Route reicht. Aber selbst dann, wenn der Akku voll ist. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Bei Wechselstrom liegt die maximale Ladeleistung bei 11 kW. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Sinn dieser Verbrauchsanzeige hat sich uns nicht erschlossen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der aktuelle Stromverbrauch verschiedener Systeme wie Akkupflege, Elektronik, Klimaanlage und Fahrbetrieb lässt sich separat aufschlüsseln. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Anzeige von Geschwindigkeit und abgerufener Leistung ist ungewöhnlich. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Im Sport-Modus wird die Anzeige in ein warnendes Rot getaucht. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Verbrauch auf der Autobahn lag bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 105 km/h bei 22,3 kWh/100 km. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Verbrauch des Testwagens über einen längeren Nutzungszeitraum lag bei 20,4 kWh/100 km. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Wenig Energie hat das Solardach in den ersten drei Monaten nach der Zulassung geliefert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Diese Warnung erscheint, wenn der Akku nicht für die gesamte Route reicht. Aber selbst dann, wenn der Akku voll ist. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
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Die fehlende Planung von Ladestopps bei längeren Fahrten ist ein echtes Manko. Ob dieses künftig durch Software-Updates behoben werden kann, ist unklar. Nach Angaben von Hyundai ist das Fahrzeug ist grundsätzlich in der Lage, Software-Updates "over the air" durchzuführen. "Wann die erste Aktualisierung hierüber erfolgt, steht zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht fest", hieß es.

Die zahlreichen Assistenzsysteme reizen die Möglichkeiten des teilautomatisierten Fahrens nach Stufe 2 weitgehend aus. Jedoch führen häufige Fehler bei der Verkehrszeichenerkennung dazu, dass Fahrer ständig manuell die Geschwindigkeiten anpassen müssen. Dies ist wegen der überfrachteten Lenkradbedienung nicht so komfortabel möglich wie bei anderen Herstellern.

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Solardach und Relaxpaket verzichtbar

Die Ausstattung des Ioniq 5 kann sich durchaus sehen lassen. Allerdings sind Funktionen wie die elektrische Heckklappe oder ein Head-up-Display nur im teuersten Ausstattungspaket Uniq verfügbar. In Verbindung mit dem großen Akku und dem Allradantrieb liegt der Preis nach Abzug der Kaufprämie in Höhe von 9.570 Euro dann bei 51.180 Euro. Verzichtbar scheinen das in unserem Testauto vorhandene Solardach und das Relaxpaket.

Wer sich mit dem 55-kWh-Akku, dem Heckantrieb und der Basisversion zufriedengibt, erhält mit einem Preis von 32.330 Euro ein vergleichsweise günstiges Elektroauto. Dessen Ausstattung ist mit Abstandsregeltempomat, Spurhalteassistent, Rückfahrkamera und den beiden großen Displays im Alltag im Grunde ausreichend. Wer auf zusätzliche Assistenzsysteme wie Verkehrszeichenerkennung Wert legt, sollte dann lieber zu Anbietern greifen, die dies besser beherrschen.

Verbrauch könnte niedriger sein

Beim Energieverbrauch gibt es ebenfalls noch Luft nach oben. Hier liegt sogar Mercedes-Benz mit seiner Luxuslimousine EQS deutlich unter den Werten des Ioniq 5. Dass die Koreaner auch deutlich sparsamere Elektroautos bauen können, haben sie mit Kona Elektrik schon bewiesen.

Doch mit dem Ioniq 5 wollte Hyundai offenbar ein optisch auffälligeres Statement und sich mit dem 800-Volt-System in der Mittelklasse technisch an die Spitze setzen. Damit gewann das Modell bereits die Auszeichnung German Car of the Year im Elektrosegment. Bislang wurden bereits 4.100 Exemplare des Koreaners zugelassen. Wer jetzt einen Ioniq 5 bestellt, muss zudem nicht lange auf die Auslieferung warten. Die Fahrzeuge sind laut Hyundai im Handel sofort verfügbar.

Vielleicht können die künftigen Modelle auf der E-GMP-Plattform aber nicht nur viele Vorschusslorbeeren, sondern auch Praxiserfolge einheimsen. Die Mission des Ioniq 5 gilt es noch zu vollenden.

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 Verbrauch bei mehr als 20 kWh pro 100 km
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Rocketeer 11. Nov 2021 / Themenstart

Schlicht: Nein Hintergrund: Sonst wäre er bei uns in die engere Auswahl gekommen. Für...

Drumma_XXL 10. Nov 2021 / Themenstart

Das ist ein wenig wie im Model 3 sitzen. Die 500ps die das Performance Modell hat gehen...

Drumma_XXL 10. Nov 2021 / Themenstart

Gerade das war beim Ioniq ja der Gag. Die Aerodynamik ist so gut, weil es kein Kombi ist...

mgutt 06. Nov 2021 / Themenstart

Wären die Tasten alle verchromt, wäre das Auto innen schon 3x schöner. Und das Piepen...

Arsenal 04. Nov 2021 / Themenstart

Ich habe am Wochenende eine Spülmaschine transportiert. Die wollte ich entsprechend mit...

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