800 Volt alleine garantieren keine superschnelle Ladung

Zwar werden durch die höhere Spannung die Ladeströme im Gesamtsystem reduziert. Doch an der Fähigkeit einer Zelle oder eines Moduls, in einer bestimmten Zeit eine bestimmte Menge an Energie aufzunehmen, ändert sich nichts. Das wird eher durch das Thermomanagement beeinflusst. Durch geringere Leitungsquerschnitte reduzieren sich zumindest Gewicht und Bauraum der Verkabelung.

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Auf Anfrage von Golem.de teilte Hyundai mit, dass die 220 kW in der Praxis durchaus erreicht werden könnten. "Der Ladezustand der Batterie sollte vor Beginn der Ladung bestenfalls bei rund 10 Prozent liegen. Darüber hinaus ist es ratsam, die Ladung nach einer längeren Autobahnfahrt vorzunehmen, da dann die für die volle 220-kW-Schnellladung notwendige Batterietemperatur gegeben ist", hieß es. Außerdem sei bei niedrigen Außentemperaturen die Ladeleistung der Ladesäulen niedriger. Doch besonders kalt (10 bis 15 Grad Celsius) war es bei den Ladevorgängen nicht.

Dennoch kann Hyundai mit anderen Elektroautos gut mithalten, auch wenn uns der Besitzer eines Porsche Taycans stolz seine Ladeleistung von 267 kW vorführt. Zudem lädt der Ioniq 5 normalerweise auch jenseits der 80 Prozent Akkukapazität noch recht flott mit mehr als 60 kW. Daher kann es sich lohnen, bei einer Ladepause noch einige Minuten für zusätzliche Reichweite zu verweilen.

230-Volt-Adapter nur bei teuerster Ausstattung

Einige weitere interessante Funktionen sind den teuren Ausstattungspaketen vorbehalten. So ist der 230-Volt-Adapter für die Ladebuchse nur im Uniq-Paket erhältlich, das 11.850 Euro kostet. Mithilfe dieses Adapters lässt sich beispielsweise ein anderes Elektroauto oder ein E-Bike aufladen sowie ein elektrisches Gerät mit bis zu 3,6 kW betreiben. Das funktioniert bei unserem Test gut. Allerdings rät Hyundai in der Bedienungsanleitung davon ab, leistungsintensive Haushaltsgeräte wie Klimaanlage, Waschmaschine oder Trockner anzuschließen.

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Eine weitere 230-Volt-Steckdose findet sich unter der Rücksitzbank. Diese gibt es bereits im Techniq-Paket, das zusätzliche 8.500 Euro kostet. Um eine ungewollte Entladung des Akkus zu verhindern, lässt sich bei der Nutzung von V2L (Vehicle to load) die Restkapazität im Infotainmentsystem zwischen 20 und 80 Prozent einstellen.

Totwinkelassistent mit Monitor

Eine sehr sinnvolle Funktion, nicht nur für Lkw-Fahrer, ist der sogenannte aktive Totwinkelassistent mit Monitoranzeige. Beim Betätigen des Blinkers wird im Kombidisplay die Aufnahme der Außenspiegelkamera eingeblendet. Das ist sehr hilfreich beim Rechtsabbiegen in der Stadt oder beim Spurwechsel auf der Autobahn. Die Funktion ist im Uniq-Paket sowie im Park-Paket enthalten. Letzteres lässt sich für 1.200 Euro zu den Paketen Dynamiq und Techniq hinzubuchen.

  • Der Hyundai Ioniq 5 ist ein Elektroauto mit ungewöhnlichem Design und innovativer Technik. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der koreanische Hersteller bezeichnet den Ioniq 5 als Crossover Utility Vehicle (CUV). (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Charakteristische sind kantige Linien und eine quadratische Pixel-Optik. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Gegen Aufpreis gibt es den Ioniq 5 sogar mit Solardach. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Von Tesla abgeschaut hat sich Hyundai die elektrisch ausfahrbaren Türgriffe. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Kofferraumvolumen beträgt 527 Liter, mit umgeklappten Rücksitzen fast 1.600 Liter. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit 24 Litern ist der Stauraum unter der Motorhaube. bei der Allradversion recht klein. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unter dem Stauraum befindet sich die Steuereinheit für den Elektroantrieb. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Ioniq 5 basiert auf der neuen Plattform E-GMP von Hyundai und Kia.
  • Der Innenraum ist mit dem langen Radstand von 3 Metern sehr großzügig. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Rücksitze lassen sich verschieben. In der teueren Ausstattungsvariante sogar elektrisch. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ebenfalls sind die Rücksitze beheizbar. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Mit einem Tastenfeld im Beifahrersitz lassen sich die Rücksitze verstellen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch die Mittelkonsole lässt sich verschieben. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Smartphone lässt sich gegen Aufpreis drahtlos aufladen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Sitzpositionen lassen sich je nach Ausstattung speichern. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Serienmäßig verfügt der Ioniq 5 über zwei Display mit einer Diagonale von 12,5 Zoll. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Klimaanlage lässt sich auf einem berührungsempfindlichen Bedienfeld einstellen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Viele Funktionen lassen sich zudem über das Lenkrad steuern. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • An beiden Seiten gibt es zwei Drück-/Wippschalter und vier Tasten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Hinter dem Lenkrad gibt es zudem zwei Wippschalter für die Rekuperation. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein weiterer Taster ist für die Auswahl der Fahrmodi vorgesehen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Auch in der Tür befinden sich zahlreiche Schalter für die Fenster und das Schließsystem. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Handschuhfach lässt sich ganz ohne Schalter öffnen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • In der Ausstattungsvariante Uniq ist ein 230-Volt-Adapter für die Ladebuchse enthalten. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Über eine Steckdose unter der Rücksitzbank lassen sich ebenfalls Elektrogeräte anschließen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Im Infotainmentsystem lässt sich einstellen, wie viel Strom der Ioniq 5 freigeben darf. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • In den Außenspiegeln befinden sich gegen Aufpreis Kameras. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Diese ermöglichen beim Einparken eine gute Rundumsicht. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zudem kann das Bild im Kombidisplay angezeigt werden, um vor Verkehrsteilnehmern im Toten Winkel zu warnen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Ioniq 5 soll mit seiner 800-Volt-Technik mit bis zu 220 Kilowatt laden können. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Auf der Testfahrt konnten wir jedoch maximal 175 Kilowatt erreichen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das Ladeniveau wird auch die Balken an der Ladebuchse angezeigt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Im Vergleich zu anderen Elektroautos lädt der Ioniq 5 schnell. Ein Aiways U5 (rechts) war deutlich langsamer. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Über das Infotainmentsystem lassen sich Ladestellen anzeigen und nach bestimmten Kriterien filtern. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • So lassen sich Ladestationen je nach Leistung und Anbieter auswählen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Kurioserweise zeigt der Ioniq 5 dabei auch Tesla-Staionen an, obwohl diese noch keine anderen Hersteller akzeptieren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Diese Warnung erscheint, wenn der Akku nicht für die gesamte Route reicht. Aber selbst dann, wenn der Akku voll ist. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Bei Wechselstrom liegt die maximale Ladeleistung bei 11 kW. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Sinn dieser Verbrauchsanzeige hat sich uns nicht erschlossen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der aktuelle Stromverbrauch verschiedener Systeme wie Akkupflege, Elektronik, Klimaanlage und Fahrbetrieb lässt sich separat aufschlüsseln. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Anzeige von Geschwindigkeit und abgerufener Leistung ist ungewöhnlich. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Im Sport-Modus wird die Anzeige in ein warnendes Rot getaucht. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Verbrauch auf der Autobahn lag bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 105 km/h bei 22,3 kWh/100 km. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Verbrauch des Testwagens über einen längeren Nutzungszeitraum lag bei 20,4 kWh/100 km. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Wenig Energie hat das Solardach in den ersten drei Monaten nach der Zulassung geliefert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
In den Außenspiegeln befinden sich gegen Aufpreis Kameras. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Das Park-Paket verfügt zudem über eine Rundumsicht, die beim Einparken sehr hilfreich ist. Die Notbremsfunktion soll Kollisionen beim Rangieren verhindern.

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Solardach liefert wenig Strom

Über Sinn und Zweck des Solardachs, das sich für zusätzliche 1.500 Euro zum Uniq-Paket hinzubuchen lässt, kann man hingegen streiten. Mit einer Peakleistung von 205 Watt soll man laut Hyundai bis zu 2.000 km Reichweite im Jahr gewinnen können. Unser Testwagen hat in den drei Monaten seit der Zulassung allerdings nur 19 kWh erzeugt. Das reicht gerade einmal für 100 Kilometer.

Für den Preis von 1.500 Euro ließe sich theoretisch eine Reichweite von 20.000 bis 25.000 km laden. Daher müsste der Ioniq 5 schon sehr lange in der Sonne stehen, damit sich das Geld für das Solardach amortisiert.

Wie nicht anders zu erwarten war, lag der tatsächliche Verbrauch auf unserer Testfahrt deutlich höher als von Hyundai nach WLTP angegeben.

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 Navigation kann keine Ladestopps einplanenVerbrauch bei mehr als 20 kWh pro 100 km 
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Rocketeer 11. Nov 2021 / Themenstart

Schlicht: Nein Hintergrund: Sonst wäre er bei uns in die engere Auswahl gekommen. Für...

Drumma_XXL 10. Nov 2021 / Themenstart

Das ist ein wenig wie im Model 3 sitzen. Die 500ps die das Performance Modell hat gehen...

Drumma_XXL 10. Nov 2021 / Themenstart

Gerade das war beim Ioniq ja der Gag. Die Aerodynamik ist so gut, weil es kein Kombi ist...

mgutt 06. Nov 2021 / Themenstart

Wären die Tasten alle verchromt, wäre das Auto innen schon 3x schöner. Und das Piepen...

Arsenal 04. Nov 2021 / Themenstart

Ich habe am Wochenende eine Spülmaschine transportiert. Die wollte ich entsprechend mit...

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