Umfangreiche Assistenzsyteme

Hyundai bietet beim Ioniq 5 bis zu 21 Fahrassistenzsysteme an. Alleine die Bedienungsanleitung dieser Systeme umfasst 180 Seiten. Vom "manuellen Geschwindigkeitsbegrenzungsassistenten (MSLA)" über die "navigationsgestützte intelligente Tempomatsteuerung (NSCC)" zur "Fahrhilfe auf der Autobahn (HDA)" - diese Systeme wollen alle aktiviert und gesteuert werden.

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Zudem lassen sich über die Lenkrad-Schalter das Infotainmentsystem, die Telefonanbindung, die Freisprecheinrichtung und das Fahrer-Display bedienen. Drei Tasten des Systems lassen sich sogar mit Funktionen frei belegen, die man häufiger direkt benötigt. Das kann recht praktisch sein, wenn man sich die Tastenbelegung am Ende auch richtig gemerkt hat. Hilfreich ist auch die Taste für die Sendersuche über der Mittelkonsole. Mit dieser lässt sich zusätzlich die Navigationskarte ein- und auszoomen.

Gespart hat sich Hyundai hingegen einen Intervallschalter für den Scheibenwischer. Leider funktioniert die Automatik nicht so gut, um bei leichtem Regen die Scheibe zu reinigen. Ein typisches Beispiel dafür, dass automatische Systeme eher nerven, wenn sie nicht zuverlässig funktionieren. Das gilt auch für die Fahrerassistenzsysteme.

Verkehrszeichen werden oft nicht erkannt

Bei den Funktionen selbst reicht Hyundai noch nicht ganz an die Oberklasse wie Mercedes-Benz oder BMW heran. Das gilt beispielsweise für den Autobahnassistenten in Verbindung mit dem intelligenten Geschwindigkeitsbegrenzungsassistenten (ISLA). Letzterer kann die Geschwindigkeit anhand erfasster Verkehrszeichen und Navigationsdaten selbständig anpassen.

  • Der Hyundai Ioniq 5 ist ein Elektroauto mit ungewöhnlichem Design und innovativer Technik. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der koreanische Hersteller bezeichnet den Ioniq 5 als Crossover Utility Vehicle (CUV). (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Charakteristische sind kantige Linien und eine quadratische Pixel-Optik. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Gegen Aufpreis gibt es den Ioniq 5 sogar mit Solardach. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Von Tesla abgeschaut hat sich Hyundai die elektrisch ausfahrbaren Türgriffe. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Kofferraumvolumen beträgt 527 Liter, mit umgeklappten Rücksitzen fast 1.600 Liter. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit 24 Litern ist der Stauraum unter der Motorhaube. bei der Allradversion recht klein. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unter dem Stauraum befindet sich die Steuereinheit für den Elektroantrieb. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Ioniq 5 basiert auf der neuen Plattform E-GMP von Hyundai und Kia.
  • Der Innenraum ist mit dem langen Radstand von 3 Metern sehr großzügig. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Rücksitze lassen sich verschieben. In der teueren Ausstattungsvariante sogar elektrisch. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ebenfalls sind die Rücksitze beheizbar. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Mit einem Tastenfeld im Beifahrersitz lassen sich die Rücksitze verstellen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch die Mittelkonsole lässt sich verschieben. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Smartphone lässt sich gegen Aufpreis drahtlos aufladen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Sitzpositionen lassen sich je nach Ausstattung speichern. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Serienmäßig verfügt der Ioniq 5 über zwei Display mit einer Diagonale von 12,5 Zoll. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Klimaanlage lässt sich auf einem berührungsempfindlichen Bedienfeld einstellen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Viele Funktionen lassen sich zudem über das Lenkrad steuern. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • An beiden Seiten gibt es zwei Drück-/Wippschalter und vier Tasten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Hinter dem Lenkrad gibt es zudem zwei Wippschalter für die Rekuperation. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein weiterer Taster ist für die Auswahl der Fahrmodi vorgesehen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Auch in der Tür befinden sich zahlreiche Schalter für die Fenster und das Schließsystem. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Handschuhfach lässt sich ganz ohne Schalter öffnen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • In der Ausstattungsvariante Uniq ist ein 230-Volt-Adapter für die Ladebuchse enthalten. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Über eine Steckdose unter der Rücksitzbank lassen sich ebenfalls Elektrogeräte anschließen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Im Infotainmentsystem lässt sich einstellen, wie viel Strom der Ioniq 5 freigeben darf. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • In den Außenspiegeln befinden sich gegen Aufpreis Kameras. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Diese ermöglichen beim Einparken eine gute Rundumsicht. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zudem kann das Bild im Kombidisplay angezeigt werden, um vor Verkehrsteilnehmern im Toten Winkel zu warnen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Ioniq 5 soll mit seiner 800-Volt-Technik mit bis zu 220 Kilowatt laden können. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Auf der Testfahrt konnten wir jedoch maximal 175 Kilowatt erreichen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das Ladeniveau wird auch die Balken an der Ladebuchse angezeigt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Im Vergleich zu anderen Elektroautos lädt der Ioniq 5 schnell. Ein Aiways U5 (rechts) war deutlich langsamer. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Über das Infotainmentsystem lassen sich Ladestellen anzeigen und nach bestimmten Kriterien filtern. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • So lassen sich Ladestationen je nach Leistung und Anbieter auswählen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Kurioserweise zeigt der Ioniq 5 dabei auch Tesla-Staionen an, obwohl diese noch keine anderen Hersteller akzeptieren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Diese Warnung erscheint, wenn der Akku nicht für die gesamte Route reicht. Aber selbst dann, wenn der Akku voll ist. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Bei Wechselstrom liegt die maximale Ladeleistung bei 11 kW. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Sinn dieser Verbrauchsanzeige hat sich uns nicht erschlossen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der aktuelle Stromverbrauch verschiedener Systeme wie Akkupflege, Elektronik, Klimaanlage und Fahrbetrieb lässt sich separat aufschlüsseln. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Anzeige von Geschwindigkeit und abgerufener Leistung ist ungewöhnlich. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Im Sport-Modus wird die Anzeige in ein warnendes Rot getaucht. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Verbrauch auf der Autobahn lag bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 105 km/h bei 22,3 kWh/100 km. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Verbrauch des Testwagens über einen längeren Nutzungszeitraum lag bei 20,4 kWh/100 km. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Wenig Energie hat das Solardach in den ersten drei Monaten nach der Zulassung geliefert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
An beiden Seiten gibt es zwei Drück-/Wippschalter und vier Tasten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
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Doch die Tempolimits werden auf der 1.600 km langen Testfahrt häufig nicht richtig erkannt. Vor allem in Baustellen werden 60-km/h-Schilder ignoriert - selbst wenn sie mit dem Hinweis "Radar" darauf aufmerksam machen, dass eine überhöhte Geschwindigkeit teuer werden dürfte.

Wenn das erkannte Limit nicht mit der tatsächlichen Geschwindigkeit übereinstimmt, wechselt das System in den "manuellen Geschwindigkeitsbegrenzungsassistenten". Dadurch kann es auch dann nicht mehr die Geschwindigkeit anpassen, wenn das nächste Limit wieder richtig erkannt wird. Daher ist man als Fahrer doch sehr häufig damit beschäftigt, mit dem richtigen Wippschalter die Geschwindigkeit manuell anzupassen.

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Freihanderkennung besser als bei Tesla und Opel

An sich funktionieren der Abstandregeltempomat und der Lenkassistent aber recht zuverlässig. Nur bei wenigen Autobahnabschnitten eierte der Ioniq 5 ein wenig in der Spur herum. Im Stau bremst und beschleunigt das Auto selbstständig, hält sich aber mitten in der Spur und bildet anders als bei Mercedes nicht automatisch eine Rettungsgasse.

Die sogenannte Freihanderkennung funktioniert nicht so gut wie bei deutschen Oberklasse-Modellen, aber besser als bei Tesla und Opel. So reicht es nicht aus, das Lenkrad mit beiden Händen zu berühren, um die Warnhinweise zu deaktivieren. Selbst die Betätigung einer der vielen Lenkradtasten genügt dem System nicht als Nachweis, dass man die Hände am Lenkrad hat. Im Gegenteil: Solange der Warnhinweis aktiv ist, sind die Tasten deaktiviert.

Allerdings reicht ein sehr geringes, kaum wahrnehmbares Lenkmoment aus, um die Warnung zu deaktivieren. Dieses Moment hat keinen Einfluss auf die Fahrtrichtung des Autos, sodass es nicht zu ungewollten Bewegungen in der Fahrspur kommt. Selbst eine leichte Berührung mit dem Knie kann die Warnhinweise abschalten. Eine kapazitive Erkennung wäre dennoch komfortabler.

Was die speziellen Funktionen für die Elektromobilität betrifft, hinkt Hyundai derzeit der Konkurrenz in einigen Punkten hinterher.

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 Hyundai Ioniq 5 im Praxistest: Der UnvollendeteNavigation kann keine Ladestopps einplanen 
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Rocketeer 11. Nov 2021 / Themenstart

Schlicht: Nein Hintergrund: Sonst wäre er bei uns in die engere Auswahl gekommen. Für...

Drumma_XXL 10. Nov 2021 / Themenstart

Das ist ein wenig wie im Model 3 sitzen. Die 500ps die das Performance Modell hat gehen...

Drumma_XXL 10. Nov 2021 / Themenstart

Gerade das war beim Ioniq ja der Gag. Die Aerodynamik ist so gut, weil es kein Kombi ist...

mgutt 06. Nov 2021 / Themenstart

Wären die Tasten alle verchromt, wäre das Auto innen schon 3x schöner. Und das Piepen...

Arsenal 04. Nov 2021 / Themenstart

Ich habe am Wochenende eine Spülmaschine transportiert. Die wollte ich entsprechend mit...

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