Testfahrt im Hyundai Ioniq 5: Das Retro-Zukunftsauto

Hyundai und Kia setzen bei Elektroautos auf ihre neu entwickelte E-GMP-Plattform. Den Anfang macht der Ioniq 5. Golem.de hat eine Testfahrt gemacht.

Artikel von Dirk Kunde veröffentlicht am
Hyundai Ioniq 5: Sitze aus recyceltem Kunststoff
Hyundai Ioniq 5: Sitze aus recyceltem Kunststoff (Bild: Dirk Kunde)

Der Ioniq 5 von Hyundai ist keine Limousine, dazu ist er mit 1,60 m zu hoch und wirkt zu kompakt. Er ist auch kein SUV. Der Hersteller selbst bezeichnet ihn als CUV, Crossover Utility Vehicle. "Crossover" ist derzeit ein strapazierter Begriff bei Autofirmen, doch in diesem Fall passt er. Das E-Auto ist eine Verbindung aus Alt und Neu, kompakter Erscheinung und geräumiger Limousine.

Inhalt:
  1. Testfahrt im Hyundai Ioniq 5: Das Retro-Zukunftsauto
  2. Der Ioniq lädt mit 800 Volt
  3. Hyundai will Marktführer mit Brennstoffzelle und Batterie werden

Die Front- und Heckleuchten bestehen aus Pixel-LEDs, die aus der Nähe wie Legosteine wirken. Macht man einen Schritt zurück, fühlt man sich an 8-Bit-Grafiken aus frühen Videospielen erinnert.

Der Knick im Metall, der diagonal durch die Türen verläuft, unterstreicht den Retro-Eindruck. Die Vorlage für den Ioniq 5 stammt aus dem Jahr 1974, beim Turiner Autosalon stellte der koreanische Hersteller ein Coupé mit dem Namen Pony vor. Das Concept Car kam gut an und war wiederum Inspiration für das 45 EV Concept auf der IAA 2019. Der Ioniq 5 hat viel aus den beiden Vorlagen übernommen - bis hin zum 45-Grad-Winkel der C-Säule.

Sitze alle verstellbar

Der Radstand von drei Metern ist in dieser Fahrzeugklasse ein Novum. Vergleichbare Modelle wie der VW ID.4 kommen hier auf 2,77 m. Somit hat der Ioniq 5 vorne und hinten minimale Überhänge. Dennoch ist unter der Fronthaube in einem separaten Fach Platz für Ladekabel. Im Kofferraum hat man trotz der sichtbaren Radkastenwölbungen 527 Liter Stauraum.

  • Der Hyundai Ioniq 5 im Golem.de-Test (Bild: Dirk Kunde)
  • Hyundai bezeichnet das Fahrzeug als Crossover Utility Vehicle (CUV). (Bild: Dirk Kunde)
  • Das Design des Fahrzeugs ist von einem Hyundai aus dem Jahr 1974 inspiriert. (Bild: Dirk Kunde)
  • Frontansicht (Bild: Hyundai)
  • Heckansicht (Bild: Hyundai)
  • Blick ins Innere (Bild: Hyundai)
  • Das Fahrzeug hat Assistenzsysteme, zum Beispiel eine Rückfahrkamera. (Bild: Hyundai)
  • Die Sitze können zurückgeklappt werden und haben eine Wadenstütze. (Bild: Hyundai)
  • Eine Steckdose ist vorhanden. (Bild: Hyundai)
  • Der Ioniq 5 kann zum mobilen Büro werden. (Bild: Hyundai)
  • Blick in den Kofferrraum (Bild: Hyundai)
  • Die Pixel-LEDs erinnern an Legosteine. (Bild: Hyundai)
  • Der Ioniq 5 kann je nach Akku mit 180 und 220 kW laden. (Bild: Dirk Kunde)
  • Der Hyundai Ioniq 5 (Bild: Dirk Kunde)
Der Hyundai Ioniq 5 im Golem.de-Test (Bild: Dirk Kunde)
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Der Raumgewinn aufgrund des Radstandes kommt den Passagieren zugute. Die beiden Vordersitze lassen sich fast komplett in Liegepositionen bringen. Beim Fahrersitz klappt eine Wadenstütze aus, die allerdings noch etwas höher gehen könnte. Die Mittelkonsole kann man 14 cm nach hinten schieben, so dass zwischen beiden Vordersitzen freier Raum entsteht. Die Passagiere hinten können die geteilte Sitzbank (60:40) ebenfalls verschieben. Das gilt auch für die Stellung der Rückenlehnen. Das gibt es in der Mittelklasse (D-Segment) nur selten.

Ebenfalls praktisch: An der Seite des Beifahrers befinden sich Knöpfe zum Verschieben der Rückbank sowie des Beifahrersitzes. Bleibt dieser leer, kann sich die hinten sitzende Person selbst mehr Beinfreiheit verschaffen, indem sie den vorderen Sitz verschiebt.

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Fußmatten aus Fischernetzen

"Wir wollten ein zweites Wohnzimmer schaffen", sagt Hyundais europäischer Chef-Designer Thomas Bürkle. Das hat man als Autojournalist schon oft gehört, doch auch das stimmt beim Ioniq 5. Die beiden Bildschirme (jeweils 12,25 Zoll) sind in helle Rahmen gefasst. Sie erinnern eher an Flachbildschirme an einer Wohnzimmerwand als an ein klassisches Auto-Cockpit. Auf dem Lenkrad prangt weder ein Logo noch der Hyundai-Schriftzug. Denn: Wer will schon Werbung in seinem Wohnzimmer?

Im Sinne der Nachhaltigkeit bietet der Hersteller Alternativen zur Lederausstattung.

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Der Ioniq lädt mit 800 Volt 
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PanicMan 06. Jul 2021

Finde ich auch... Aber wenn du mal einen ausführlichen Test haben willst, dann schau mal...

Cyrano0815 05. Jul 2021

bin den Ioniq 5 "Dynamiq" am vergangenen Samstag in Alsfeld gefahren. Anbei meine ganz...

dEEkAy 05. Jul 2021

Das 0815 Ladegerät hat in der Tat A verbaut. Es gibt aber auch welche mit C und auch mit...

dEEkAy 05. Jul 2021

70er Jahre SciFi Filme hatten doch überall leuchtende und blinkende Tasten mit...



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