Hyundai: Bürogebäude mit Liefer-, Park- und Laderoboter ausgestattet
Kaffeeservice auf Knopfdruck oder automatisches Einparken in der Tiefgarage: Der südkoreanische Konzern Hyundai hat ein Bürogebäude in Seoul mit verschiedenen Robotertypen für Transport- und Servicedienste ausgestattet. Bereits jetzt seien der Lieferroboter DAL-e Delivery von Kia und Hyundai Motor sowie der Parkroboter von Hyundai WIA im Einsatz, teilte das Unternehmen mit(öffnet im neuen Fenster) . In Kürze folge der 2023 vorgestellte Laderoboter .
Der Lieferroboter soll in der Lage sein, autonom durch das gesamte Gebäude zu navigieren. Dazu gehöre die Nutzung von Fahrstühlen oder das Passieren von Türen. "Wenn ein Kunde über die mobile App ein Getränk bestellt, holt der DAL-e Delivery es aus dem Café im Untergeschoss und liefert es in den vom Kunden gewählten Büro- oder Meetingraum" , heißt es. Der Empfänger werde mit Hilfe einer Kamera und einer KI-gestützten Gesichtserkennung identifiziert. Der Roboter könne bis zu 16 Kaffeebecher oder bis zu zehn Kilogramm schwere Gegenstände transportieren.
Parkroboter wie aus der Autofabrik
Deutlich höhere Gewichte kann der Parkroboter bewegen. Dieser könne bis zu 2,2 Tonnen schwere Fahrzeuge mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1,2 Metern pro Sekunde autonom einparken. Das System besteht demnach "aus zwei flachen, großflächigen Robotern, die unter ein Auto gleiten, dessen Räder anheben und es dann bewegen" . Mit einer Höhe von nur elf Zentimetern seien die Roboter für jedes Fahrzeug geeignet. Lidarsensoren sollen erkennen, ob sich Personen in der Nähe des Autos aufhalten.
Der Roboter erinnert nicht nur an Transportsysteme in Fabriken, sondern wird von Hyundai in seiner neuen Autofabrik in den USA eingesetzt. "Bei der Vorbereitung seiner großflächigen Einführung im Hyundai Motor Group Metaplant America (HMGMA) in diesem Jahr wurden außerdem seine Leistungsfähigkeit und Sicherheit in vollem Umfang verifiziert" , sagte Hyundai-Manager Shindan Kang. In Südkorea komme das erste Mal ein solches System kommerziell zum Einsatz.
Laderoboter im Praxiseinsatz
Im dritten Quartal 2024 wird der Parkroboter mit einem automatischen Laderoboter (Automatic Charging Robot, ACR) verbunden. "Bei diesem Service transportiert der autonome Parkroboter ein Fahrzeug in den Ladebereich, wo der ACR dann das Nummernschild des Fahrzeugs identifiziert, dessen Batteriestatus prüft und es auflädt" , heißt es.
Der ACR verfügt über eine KI-basierte Erkennungsfunktion, um den Ladeanschluss eines Elektrofahrzeugs zu identifizieren. Nach Abschluss des Ladevorgangs bringe der Parkroboter das Fahrzeug wieder zurück auf seinen Parkplatz. Das maximale Transportgewicht von 2,2 Tonnen dürfte für viele E-Autos der Mittel- und Oberklasse aber zu gering sein. So wiegt der Kia EV9 mindestens 2,5 Tonnen. Der Hyundai Ioniq 6 ist hingegen mit rund 2,1 Tonnen noch für den Roboterservice geeignet.
- Anzeige Hier geht es zur elektronischen Parkuhr mit Zulassung Park Lite bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



