Abo
  • IT-Karriere:

Hyseas III: Schottische Werft baut Hochseefähre mit Brennstoffzelle

Auf den schottischen Orkney-Inseln wird viel saubere Energietechnik getestet. In einige Jahren soll dort die erste Hochseefähre mit Brennstoffzelle fahren. Der Bau beginnt dieser Tage. An dem Projekt beteiligt ist auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Artikel veröffentlicht am ,
Fähre von Ferguson Marine (Symbolbild): Antriebsstrang wird zuerst an Land getestet.
Fähre von Ferguson Marine (Symbolbild): Antriebsstrang wird zuerst an Land getestet. (Bild: Scott19smith/CC-BY 4.0)

Ein Wasserstoffschiff für die Orkney-Inseln: Die schottische Werft Ferguson Marine entwickelt einen Brennstoffzellenantrieb für eine Fähre. Sie wird die erste hochseetüchtige Auto- und Passagierfähre werden.

Stellenmarkt
  1. neubau kompass AG, München
  2. BWI GmbH, Bonn / mehrere Standorte

Die Fähre soll ab 2021 zwischen den schottischen Orkney-Inseln im Einsatz sein und ausschließlich mit grünem Wasserstoff betrieben werden, also Wasserstoff, der mit Hilfe von erneuerbaren Energien gewonnen wird. Die Orkneys sind ein Zentrum für erneuerbare Energien, die auch zur Wasserstoffgewinnung genutzt werden.

Die Brennstoffzelle stammt vom kanadischen Hersteller Ballard Power Systems. Diese Zellen werden bereits in diversen Fahrzeugen eingesetzt und haben sich dort bewährt. Die Anforderungen auf See sind jedoch härter: Das System muss mit Schiffsbewegungen, Vibrationen und salzhaltiger Luft klarkommen. Ferguson wird zuerst einen Antriebsstrang an Land bauen und ausgiebig anhand realer Schiffsdaten testen, bevor er in das Schiff integriert wird.

Das Projekt Hyseas III, das am 1. Juli startet, wird von der Europäischen Union finanziert. Die Kosten sollen sich auf etwa 12,6 Millionen Euro belaufen. Das Projekt wird von Ferguson Marine aus Glasgow und der Universität in St. Andrews geleitet, wo viel zu Wasserstoff- und Akkutechnik geforscht wird. Beteiligt sind unter anderem das norwegische Technologie-Unternehmen Kongsberg Maritime (KM), das den elektrisch betriebenen Frachter Yara Birkeland entwickelt, Ballard Power Systems sowie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

Neben Hyseas III gibt es weitere Projekte für Brennstoffzellen für Schiffe. Die finnische Reederei Viking Line beispielsweise hat auf der Fähre MS Mariella eine Brennstoffzelle installiert, die Strom für das Bordsystem liefert. Auf Binnengewässern wurden auch schon Schiffe mit einem solchen Antrieb eingesetzt.

Die großen Seefrachter sind nicht unerheblich an der Umweltverschmutzung beteiligt. Knapp zehn Prozent der Schwefeloxid- und etwa vier Prozent der Kohlendioxidemissionen weltweit stammen von Schiffen. Die großen Frachter betreiben auf See ihre Maschinen mit Schweröl, einem Rückstandsprodukt der Rohölverarbeitung mit einem hohen Anteil an Schwefel und anderen Schadstoffen. Viele Schiffe haben keine Filteranlagen und emittieren deshalb Feinstaub, Ruß, Schwefeloxide und Stickoxide in großer Menge.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 49,70€
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  3. 339,00€ (Bestpreis!)

David64Bit 21. Jun 2018

Der ist das einzige, was an den U-Booten wirklich funktioniert.

M.P. 21. Jun 2018

Laut STV doch seit 2014 pleite ... Oder wird die Fähre in Wirklichkeit vielleicht dort...

Freddy1404 21. Jun 2018

Dem stimme ich voll und ganz zu.


Folgen Sie uns
       


Lenovo Thinkbook 13s - Test

Das Thinkbook wirkt wie eine Mischung aus teurem Thinkpad und preiswerterem Ideapad. Das klasse Gehäuse und die sehr gute Tastatur zeigen Qualität, das Display und die Akkulaufzeit sind die Punkte, bei denen gespart wurde.

Lenovo Thinkbook 13s - Test Video aufrufen
MINT: Werden Frauen überfördert?
MINT
Werden Frauen überfördert?

Es gibt hierzulande einige Förderprogramme, die mehr Frauen für MINT begeistern und in IT-Berufe bringen möchten. Werden Männer dadurch benachteiligt?
Von Valerie Lux

  1. Recruiting Wenn das eigene Wachstum zur Herausforderung wird
  2. Recruiting Alle Einstellungsprozesse sind fehlerhaft
  3. LoL Was ein E-Sport-Trainer können muss

Hue Sync: Hue-Effektbeleuchtung dank HDMI-Splitter einfacher nutzbar
Hue Sync
Hue-Effektbeleuchtung dank HDMI-Splitter einfacher nutzbar

Mit Hue Sync können Philips-Hue-Nutzer ihre Lampen passend zu Filmen oder Musik aufleuchten lassen - bisher aber nur recht umständlich über einen PC. Die neue Play HDMI Sync Box ist ein Splitter mit eingebautem Hue-Sync-Controller, an den einfach Konsolen oder Blu-ray-Player angeschlossen werden können.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Signify Kleiner Schalter und Steckdose für Philips Hue
  2. Smart Home Philips-Hue-Leuchtmittel mit Bluetooth
  3. Smart Home Philips Hue mit Außenbewegungsmelder und neuen Außenlampen

Umwelt: Grüne Energie aus der Toilette
Umwelt
Grüne Energie aus der Toilette

In Hamburg wird in bislang nicht gekanntem Maßstab getestet, wie gut sich aus Toilettenabwasser Strom und Wärme erzeugen lassen. Außerdem sollen aus dem Abwasser Pflanzennährstoffe für die Landwirtschaft gewonnen werden. Dafür müssen aber erst einmal die Schadstoffe aus den Gärresten gefiltert werden.
Von Monika Rößiger

  1. Fridays for Future Klimastreiks online und offline

    •  /