Hyperscaler: Immer mehr und immer teurere Seekabelprojekte für KI
Durch KI benötigen US-Hyperscaler mehr globale Tiefseekabel, die immer aufwändiger werden. "KI erhöht unseren Bedarf an Unterwasserinfrastruktur" , sagte Alex Aime, Vice President für Netzwerkinvestitionen bei Meta, dem Sender CNBC(öffnet im neuen Fenster) . "Oft denken die Leute bei KI an Rechenzentren, Rechenleistung und Daten. Doch die Realität sieht anders aus: Ohne die Verbindungen zwischen diesen Rechenzentren haben wir im Grunde nur teure Lagerhallen."
Im Februar 2025 kündigte der Konzern das Projekt Waterworth an, mit über 50.000 km das längste Seekabelprojekt der Welt, dessen Kosten laut einem Bericht von Techcrunch auf über 10 Milliarden US-Dollar geschätzt werden. Es soll die USA, Brasilien, Indien, Südafrika und andere Standorte verbinden. Meta war zu der Zeit bereits Miteigentümer von 16 Unterseekabeln, darunter des 2Africa-Seekabels . Waterworth wird Metas erstes eigenes Unterseekabel sein, bei dem der Konzern Hauptinvestor ist.
An verschiedenen Seekabeln beteiligt
Google ist an 33 verschiedenen Seekabeln beteiligt; einige regionale Netzwerke sind im Alleineigentum des Unternehmens. Google hatte im Juli 2025 zudem Sol angekündigt , ein neues transatlantisches Seekabelsystem. Es wird die USA, Bermuda, die Azoren und Spanien verbinden. Das Sol-Kabel wird in den USA hergestellt und von Subcom geliefert.
Auch Amazon stellte kürzlich sein erstes eigenes Seekabel Fastnet vor . AWS wird mit diesem neuen transatlantischen Seekabel die Küste Marylands in den USA mit County Cork in Irland verbinden.
"Unterseekabel sind für AWS und für jegliche internationale Konnektivität über die Ozeane hinweg unerlässlich" , erklärte Matt Rehder, Vice President für Kernnetzwerke bei Amazon Web Services, CNBC. "Ohne Unterseekabel wären wir auf Satellitenverbindungen angewiesen, die zwar funktionieren, aber höhere Latenzzeiten und Kosten verursachen. Zudem bieten sie nicht die Kapazität und den Durchsatz, die unsere Kunden und das Internet im Allgemeinen benötigen."
Die komplette Satellitenkonstellation bietet bei Berücksichtigung der symmetrischen Kapazität nur etwa 10 Prozent der Leistung eines Unterseekabels. Das Anjana-Kabel hat beispielsweise eine Kapazität von 480 TBit/s.
Microsoft ist ebenfalls an einer Vielzahl von Seekabel-Projekten in Form von Kapazitätszukäufen beteiligt, um seine Azure-Regionen in Asien, Lateinamerika und Europa miteinander zu verbinden. Eigene Projekte hat der Konzern lange nicht mehr angekündigt.
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