Hypermiling-Rekord: Renault Zoe mit einer Akkuladung 765 km weit gefahren

Es ging nur langsam voran: Mit etwa 30 km/h sind Vertreter einer britischen Veteranenorganisation mit einer Renault Zoe 765 km weit gefahren, ohne auch nur einmal den Akku des Elektroautos nachzuladen. Damit brachen sie einen Rekord, der seit 2018 galt. Damals wurden 565 km mit einer Akkuladung gefahren.
Die Rekordfahrt wurde auf der schnellsten Rennstrecke in Großbritannien in Thruxton in Hampshire durchgeführt. Der Rekord wurde von einem Team von Mission Motorsport(öffnet im neuen Fenster) aufgestellt, das von Veteranen unterstützt wird.
Es handelte sich um ein unmodifiziertes Fahrzeug, auf das die Reifen des Sponsors Enso aufgezogen wurden, die nach Angaben des Herstellers einen besonders niedrigen Rollwiderstand aufweisen.
Das Team, welches das Fahrzeug bewegte, bestand aus britischen Veteranen, der Ehefrau eines Soldaten und einem Experten für das sogenannte Hypermiling(öffnet im neuen Fenster) , einem besonders reichweitenoptimierten Fahrstil. Das Team war für die Strecke 24 Stunden unterwegs. Eine zweite Zoe, die mit den normalen Reifen des Herstellers mitfuhr, erreichte eine Reichweite von 683 km. Nach Angaben des Teams liegt die offiziellen WLTP-Reichweite des verwendeten Modells bei 394 km.
Die Renault Zoe führte 2020 das Elektroauto-Ranking(öffnet im neuen Fenster) in Deutschland an. Von keinem anderen Elektroauto wurden derartig hohe Stückzahlen verkauft.
Schon 2019 hatte Renault mit dem Fahrzeug die Spitzenposition inne, damals mit rund 9.400 Autos. Der Grund für die höheren Verkäufe dürfte nicht allein in Modellverbesserungen liegen. Die Anschaffung der Fahrzeuge wird staatlich finanziell massiv unterstützt – beispielsweise durch die angehobene Elektroautoprämie, die zeitweise gesenkte Mehrwertsteuer und die Kfz-Steuerfreiheit der Fahrzeuge.