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Hyperloop: vertikale Gärten, Bienenheimat oder Luftfilter
Hyperloop: vertikale Gärten, Bienenheimat oder Luftfilter (Bild: Omegabyte 3D)

Hyperloop: Wo gehst du heute Abend essen?

Hyperloop: vertikale Gärten, Bienenheimat oder Luftfilter
Hyperloop: vertikale Gärten, Bienenheimat oder Luftfilter (Bild: Omegabyte 3D)

Schnell wie ein Flugzeug und enger getaktet als die U-Bahn, dazu noch sauberer als ein Zug: Hyperloop ist nicht nur in technischer Hinsicht ein neuartiges Transportsystem. Dirk Ahlborn von Hyperloop Transport Technologies erklärt im Gespräch mit Golem.de Details.

Die "fünfte Form der Beförderung" neben Schiff, Zug, Auto und Flugzeug soll Hyperloop werden. Das von SpaceX-Chef Elon Musk ersonnene futuristische Verkehrsmittel ist keine Utopie: Die erste kurze Strecke dafür wird ab dem kommenden Jahr in Kalifornien gebaut, ab 2018 sollen dort Passagiere durch Röhren reisen. Standort sei eine Stadt, die als Nachhaltigkeitsprojekt derzeit neu entstehe, sagt Dirk Ahlborn, Chef des Unternehmens Hyperloop Transportation Technologies (HTT) im Gespräch mit Golem.de. Kurz darauf solle schon mit dem Bau der ersten Langstrecke begonnen werden.

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Besonders schnell und umweltfreundlich soll der Hyperloop sein. Die Passagiere nehmen in Kapseln Platz, die auf einem Luftpolster schweben. Gereist wird in einer Röhre, in der ein Unterdruck herrscht, um die Luftreibung möglichst gering zu halten. Als Antrieb dienen Langstator-Linear-Motoren, die die Kapseln auch bremsen.

Der Druck wird in einer Schleuse angepasst

Die Passagiere betreten die Kapsel von einer Art Bahnsteig aus. Die Kapsel wird dann in eine Schleuse transferiert, wo der Luftdruck angepasst wird, bevor sie in die Röhre kommt und ihre Fahrt antritt. Um das Passagieraufkommen zu bewältigen, sind mehrere Bahnsteige sowie mehrere Schleusen nötig, da das Abpumpen der Luft einige Zeit dauert.

  • Dirk Ahlborn, Chef von HTT (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • In solchen Kapseln sollen wir künftig reisen. (Bild: Omegabyte 3D)
  • Sie flitzen mit hoher Geschwindigkeit durch Röhren, die auf Stelzen stehen. (Bild: Omegabyte 3D)
  • Das System soll mit Sonnenenergie versorgt werden. Hyperloop will mehr elektrischen Strom gewinnen, als benötigt wird. (Bild: Omegabyte 3D)
  • Die erste Strecke soll in Quay Valley entstehen, einer grünen Modellstadt in Kalifornien. (Bild: Omegabyte 3D)
  • Längere Strecken sollen folgen, etwa als Nahverkehrssystem in Los Angeles oder... (Bild: Omegabyte 3D)
  • ... als Überlandverbindung nach Las Vegas... (Bild: Omegabyte 3D)
  • ... oder nach San Fancisco. (Bild: Omegabyte 3D)
  • Auch ein Hyperloop an der Ostküste ist denkbar. Realistischer ist aber, dass die erste Langstrecke in Asien gebaut wird. (Bild: Omegabyte 3D)
Dirk Ahlborn, Chef von HTT (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Die Trassen werden auf Stelzen stehen - ein Vorteil für das System, da so der Landbedarf gering ist: Es wird lediglich der Platz für die Pfeiler benötigt. Der könnte gekauft werden. Es könnten aber auch andere Vereinbarungen mit den Eigentümern getroffen werden, sagt Ahlborn. Die Pfeiler könnten zudem noch anders genutzt werden, etwa als vertikale Gärten, oder Bienenschwärme könnten dort angesiedelt werden. Sie könnten aus einem Spezialbeton errichtet werden, der Feinstaub aus der Luft filtert.

Hyperloop erzeugt Energie

Angetrieben wird der Hyperloop mit elektrischer Energie. Diese wird mit Solarzellen gewonnen, aber auch durch regeneratives Bremsen oder durch Ausnutzen der Druckunterschiede in der Röhre. Die Energiebilanz des Systems sei sehr gut, sagt Ahlborn: "Wir erzeugen mehr Energie, als wir verbrauchen." Das ist also nicht nur ökologisch, sondern auch eine Einnahmequelle. An diesen Einnahmen wiederum könnten die Eigentümer des Landes, auf dem die Pfeiler stehen, beteiligt werden.

Vorgestellt hat Musk das Konzept im Jahr 2013. Das Unternehmen HTT setzt das Projekt seit 2014 um.

Ein Mix aus Flugzeug und U-Bahn

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 1.200 km/h sollen die Kapseln unterwegs sein - Hyperloop soll eine Alternative zum Flugzeug sein. Aber mit anderen Vorzeichen: Hyperloop werde "ein Mix zwischen Flugzeug und U-Bahn", sagt HTT-Chef Ahlborn: so schnell wie ein Flugzeug, aber so unkompliziert wie der öffentliche Nahverkehr. Alle 30 Sekunden komme eine Kapsel, in die der Passagier einsteigen könne.

Sicherheitskontrollen wie am Flugplatz werde es nicht geben - einen Hyperloop könne man nicht in Gebäude fliegen, sagt Ahlborn. "Wir werden allerdings die aktuellen Sicherheitsstandards und Mittel einsetzen, damit nichts passiert." Sollte es dennoch zu einem Unfall kommen, sind die Kapseln mit einer Notfallbremse ausgestattet, die sie zum Halten bringt. Ein Schaden an der Röhre macht die Kapseln ohnehin langsamer: Luft dringt ein und bremst sie.

Ihm sei wichtig, nicht nur ein Verkehrsmittel für den Fernverkehr zu bauen, sagt Ahlborn.

'Ist es notwendig, dass jemand dafür bezahlt?' 

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freddypad 17. Jun 2015

Also ich zumindest schon. Die Rohrpost gab es doch z.b. auch in der Serie "Hallo...

Kabelsalat 17. Jun 2015

Bei den geschwindigkeiten geht es eher um Fernreisen. Also sagen wir mal ein Bahnhof ist...

dp23 12. Jun 2015

Immerhin ist hier nur + und - vertauscht und nicht, wie im letzten Absatz des...

dp23 12. Jun 2015

reziprok? 1 / Welt

Yeeeeeeeeha 10. Jun 2015

Ich glaube, du verstehst nicht, aus welcher Denke heraus diese Projekte geboren werden...



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