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Selbstversorgendes System und Milliarden-Dollar-Röhre

Das gesamte System soll sich selbst mit Strom versorgen. Musk will auf der Röhre Solarzellen platzieren, die mehr Strom erzeugen sollen, als das Hyperloop-System selbst benötigt. Große Akkus sollen dabei tagsüber aufgeladen werden, um das System auch nachts oder bei schlechtem Wetter mit Strom zu versorgen. Insgesamt soll Hyperloop pro Reisendem nur rund ein Viertel der Energie benötigen, die ein Zug oder Auto braucht.

Teure Röhre

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Die Röhre, durch die sich die Kapseln bewegen sollen, ist die teuerste Komponente des gesamten Systems. Daher müsse sie so einfach wie möglich gehalten werden, sagt Musk. Er geht davon aus, dass die Kapseln und Antriebssysteme nur einige Hundert Millionen US-Dollar kosten werden, die Röhre aber mehrere Milliarden US-Dollar kosten wird. Dennoch sei das Gesamtprojekt im Vergleich zu einer Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke sehr günstig.

Dazu will Musk die Röhre auf Pylonen errichten, um möglichst wenig Land für die Strecke kaufen zu müssen. Die von ihm angedachte erste Strecke soll entlang der California Interstate 5 verlaufen und nur dort vom Highway abweichen, wo dieser eine zu enge Kurve hat. Dabei soll sich die Röhre auch über bewirtschaftete Äcker führen lassen und nicht mehr stören als ein Baum.

Die Röhre soll zudem nicht mit den Pylonen, die etwa alle 30 Meter postiert werden müssen, verbunden werden, um robuster gegen Erdbeben zu sein, die es in der Region immer wieder gibt.

Dabei soll das System aus zwei Röhren aus Stahl (20 bis 25 mm dick) bestehen, so dass sich die Kapseln gleichzeitig in beide Richtungen bewegen können. Bahnhöfe sind in LA und San Francisco geplant, es sei aber auch möglich, weitere Zwischenstationen einzurichten, an denen die Röhre dann jeweils geteilt wird.

Die Kosten für die Röhre veranschlagt Musk mit 650 Millionen US-Dollar für die kleine Version nur mit Passagieren beziehungsweise 1,2 Milliarden US-Dollar für die große Version. Hinzu kommen die Kosten für Pylonen, Tunnel, Vakuumpumpen und Bahnhöfe, so dass Musk die Gesamtkosten für den Bau mit 4,06 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 5,31 Milliarden US-Dollar veranschlagt. Hinzu kommen dann noch die Antriebssysteme (140 Millionen US-Dollar) und die Solarzellen (210 Millionen US-Dollar).

In 35 Minuten von Los Angeles nach San Francisco

Letztendlich soll Hyperloop Passagiere in 35 Minuten von Los Angeles nach San Francisco befördern und dabei den großen Teil der Strecke mit 760 Meilen pro Stunde (1.220 km/h) zurücklegen. In urbanen Gebieten und bei geringem Kurvenradius soll die Geschwindigkeit auf 300 Meilen pro Stunde (480 km/h) gedrosselt werden.

Dabei soll mit mehr als 0,5 g beschleunigt werden.

Musk geht davon aus, dass das Hyperloop-System rund 20 Jahre betrieben werden kann, so dass ein Ticket für eine Richtung für rund 20 US-Dollar angeboten werden kann.

Musk betrachtet das von ihm vorgeschlagene System als Open Source und hofft, dass sich viele daran beteiligen und die Ideen weiterentwickeln, damit es letztendlich auch wirklich umgesetzt wird. Denn Musk selbst plant nicht, Hyperloop zu bauen. Er will vor allem deutlich machen, dass durchaus Alternativen zur geplanten Hochgeschwindigkeitsbahntrasse in Kalifornien denkbar sind, zu deutlich geringeren Kosten. Elon Musk beschreibt das geplante System im Detail unter "Hyperloop Alpha".

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 Hyperloop: Menschliche Rohrpost mit 1.220 km/h
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Halley 21. Aug 2013

also das ding bekommt nur alle 70 meilen einen kleinen schwups? da bin ich ja gespannt...

mfeldt 21. Aug 2013

Warum soll das nicht gehen? Die Transsib kann's doch auch... Ist es antiquiert weil es...

MatheAss 19. Aug 2013

Und die Fahrgäste wundert sich dann über die vollflächig an den Stirnseiten des...

Ploync.de 16. Aug 2013

Daran dachte ich auch sofort ;) Und natürlich auch an die erste Episode und was da...

x3cion 16. Aug 2013

Richtig, mal kurz mit der Akku-Flex das Rohr getrennt und 'ne schöne Rampe dran...


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