Hyperloop: HTT will seine Rohrpostzüge aus Marvel-Material bauen

Aus dem Marvel Comic in die Röhre: Das Projekt Hyperloop Transportation Technologies will seine Kapseln aus einem Verbundwerkstoff bauen. Fans von Captain America dürfte der Name bekannt vorkommen.

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Hyperloop (Symbolbild): Dieses Jahr wird gebaut.
Hyperloop (Symbolbild): Dieses Jahr wird gebaut. (Bild: HTT/Screenshot: Golem.de)

Das Projekt Hyperloop Transportation Technologies (HTT) will die Kapsel seines Rohrpostzuges aus einem neuartigen Verbundwerkstoff bauen. Er soll besonders leicht und dennoch sehr stabil sein. Das habe HTT-Chef Dirk Ahlborn auf dem Pioneers Festivals in Wien bekanntgegeben, berichtet das österreichische Online-Nachrichtenangebot Futurezone.

Bei dem Material handelt es sich um einen kohlenstofffaserverstärkten Kunststoff, auch kurz Karbon genannt. Diese Kunststoffe zeichnen sich durch hohe Steifigkeit bei geringem Gewicht aus. Sie werden für Bauteile eingesetzt, die hohe Belastungen aushalten müssen, aber dennoch sehr leicht sein sollen, beispielsweise im Rennsport.

Das Material kommt aus der Slowakei

Vibranium nennt HTT diesen Werkstoff - so wie das Material, aus dem der Schild von Captain America gefertigt ist. Das von HTT eingesetzte Vibranium kommt allerdings nicht aus der Antarktis oder aus Wakanda, sondern aus der Slowakei und wurde von dem Unternehmen C2I entwickelt.

Das Material sei "zehn Mal so hart wie Stahl und 2,5 Mal so steif wie Aluminium", sagte Ahlborn. Es werde zudem mit Sensoren durchsetzt sein, die ständig Daten über die Kapsel erfassen, wie etwa Temperatur, Stabilität oder Unversehrtheit, und diese in Echtzeit an das Kontrollzentrum melden.

Die Hülle besteht aus mehreren Schichten

Das soll für die nötige Sicherheit sorgen, wenn die Kapsel in der Röhre mit einer Geschwindigkeit von über 1.000 Kilometern pro Stunde unterwegs ist. Die Hülle der Kapsel soll zudem aus mehreren Schichten bestehen, so dass die Kapsel auch bei einem Riss in der Hülle nicht auseinanderbricht.

Hyperloop ist ein Transportmittel, das Elon Musk konzipiert hat: Durch eine Röhre, in der ein weitgehendes Vakuum herrscht, sollen Kapseln mit einer Geschwindigkeit von 1.200 Kilometern pro Stunde flitzen. Damit es keine Reibung gibt, schwebt die Kapsel - HTT will dafür eine passive Magnetschwebetechnik einsetzen, die vor einigen Jahren am Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) entwickelt wurde.

Hyperloop One hat schon einen Test durchgeführt

Das Konzept hat Musk quelloffen zur Verfügung gestellt. Derzeit arbeiten zwei Projekte an der Umsetzung: Hyperloop One hat kürzlich erstmals die Antriebstechnik im Bundesstaat Nevada getestet.

HTT will eine Teststrecke in Kalifornien bauen, in der neu entstehenden Stadt Quai Valley. Die Arbeiten sollen in diesem Jahr beginnen - das hatte Ahlborn schon im vergangenen Jahr in Wien beim Pioneers Festival angekündigt. Außerdem plant HTT eine Strecke in der Slowakei.

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mfeldt 23. Jun 2016

Ernsthaft? Mit einem Verkehrsmittel, wo sowas nötig ist, reise ich bestimmt nicht!

Anonymer Nutzer 26. Mai 2016

Auf der Outdoorseite wird es doch gut beschrieben. Gerade der Verweis auf "Messerstahl...

Anonymer Nutzer 26. Mai 2016

Zug, Auto, Telefon. Dazu empfehle ich gerne "Standardpositionen der Technologiekritik...

Anonymer Nutzer 26. Mai 2016

Ich wundere mich schon immer wer Bewertungen und Platzierungen in Schulen usw...



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