Abo
  • Services:
Anzeige
Die geplante Hyperloop-Trasse in Finnland
Die geplante Hyperloop-Trasse in Finnland (Bild: FS Links)

Hyperloop: Helsinki-Stockholm in 28 Minuten für 19 Milliarden Euro

Die geplante Hyperloop-Trasse in Finnland
Die geplante Hyperloop-Trasse in Finnland (Bild: FS Links)

Eine Hyperloop-Verbindung zwischen Finnland und Schweden könnte ein Stück näherrücken: Eine Machbarkeitsstudie hat jetzt die Kosten des Projekts aufgezeigt - und den zu erwartenden Gewinn. Das Projekt könnte die Lebensbedingungen einer ganzen Region nachhaltig verändern.

Das Konsortium FS Links hat zusammen mit dem Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG eine Machbarkeitsstudie für eine Hyperloop-Strecke zwischen Helsinki und Stockholm veröffentlicht. FS Links wurde gegründet, um zusammen mit Hyperloop One die Strecke zwischen der finnischen und der schwedischen Hauptstadt zu realisieren.

Anzeige
  • Die Hyperloop-Verbindung würde von Helsinki über Marienhamn auf den Åland-Inseln nach Stockholm reichen. (Bild: FS Links)
Die Hyperloop-Verbindung würde von Helsinki über Marienhamn auf den Åland-Inseln nach Stockholm reichen. (Bild: FS Links)


Anhand der Studie würden sich die Kosten für die Strecke auf 19 Milliarden Euro summieren. Der mit 8,21 Milliarden Euro teuerste Teil wäre die Unterseeverbindung durch den Bottnischen Meerbusen über die Åland-Inseln. Die Teilstrecke in Schweden zwischen Stockholm, dem Flughafen Arlanda, Uppsala und Norrtälje soll 4,49 Milliarden Euro kosten, die finnische Strecke zwischen Helsinki, dem Flughafen Vantaa, Espoo, Lohja, Salo und Turku 6,3 Milliarden Euro.

Geringere Kosten als bei einem Hochgeschwindigkeitszug

Diese Kosten wären immer noch geringer als die eines Hochgeschwindigkeitszugsystems. Nach Angaben von Hyperloop One kostet ein Kilometer der geplanten Hyperloop-Strecke in Skandinavien 36,7 Millionen Euro. Ein Kilometer des geplanten HS2-Schnellzuges zwischen London und Birmingham kostet hingegen 100 Millionen Euro.

Berechnungen von KPMG zufolge soll die Hyperloop-Strecke pro Jahr einen Gewinn von 814 Millionen Euro erwirtschaften, bei einem Umsatz von 1 Milliarde Euro. Die Vorhersage basiert auf 42,7 Millionen erwarteten Reisen pro Jahr bei einem durchschnittlichen Ticketpreis von 25 Euro. 35 Millionen der Reisen sollen sich auf das Festland Schwedens und Finnlands beschränken, bei Ticketpreisen von unter 20 Euro pro Fahrt.

Die Strecke soll sowohl unterirdisch, oberirdisch auf Pylonen sowie unter Wasser verlaufen. Für die Strecke durch die Ostsee sollen die Hyperloop-Röhren auf dem Meeresboden liegen, ein Tunnelbau ist den Planern zufolge nicht nötig.

Zeitersparnis würde länderübergreifende Metropolregion schaffen

Dank des Hyperloops soll sich die Reisezeit zwischen Stockholm und Helsinki auf 28 Minuten verkürzen. Mit der Fähre sind aktuell noch 17 Stunden und 30 Minuten nötig, die reine Flugzeit beträgt ungefähr eine Stunde. Darauf kommt noch die Zeit, die am Flughafen aufgewendet werden muss, und die Reisezeit zum Flughafen.

Von Helsinki nach Turku bräuchten Reisende statt zwei Stunden mit dem Zug nur noch 12 Minuten. Die Hyperloop-Strecke hätte dementsprechend das Potenzial, die Lebensbedingungen der gesamten Region nachhaltig zu verändern: Ob jemand künftig in Stockholm wohnt und in Helsinki arbeitet, würde sich dank der Hyperloop-Verbindung nicht davon unterscheiden, ob jemand heute im Raum Helsinki wohnt und arbeitet.

Hyperloop One und FS Link nennen als Beispiel dieser Vernetzung von Regionen die dänische Hauptstadt Kopenhagen und die schwedische Stadt Malmö. Beide Städte sind durch die Öresund-Brücke verbunden, viele Schweden arbeiten mittlerweile in Dänemark.

Bauzeit soll zwischen acht und zwölf Jahren betragen

Laut FS Link und Hyperloop One könnten die Teilstrecken in Schweden und Finnland innerhalb von acht Jahren fertiggestellt werden. Die Unterseeverbindung würde insgesamt zwölf Jahre Bauzeit benötigen. Als Geldgeber könnten lokale Behörden, private Finanziers und auch die EU infrage kommen.


eye home zur Startseite
plutoniumsulfat 08. Jul 2016

Achso, hätten es, sagen wir, 200+ Zeugen gesehen, wäre es für dich ein Beweis. Naja...

Anonymer Nutzer 07. Jul 2016

Wohl kaum. Es geht ja gerade darum, dass man eine extrem weite Strecke überbrückt und...

uselessdm 07. Jul 2016

Also ich behaupte mal, dass eine Strecke zwischen z.B. Hamburg und Berlin sinnvoller...

uselessdm 07. Jul 2016

Was ich mich nur frage ist, warum die Kosten für z.B. Stuttgart 21 ein Skandal sind...

plutoniumsulfat 07. Jul 2016

Wie die Röhre in dem Tunnel aussieht, ist für das Konzept des Tunnels an sich...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Bamberg
  2. Power Service GmbH, Heilbronn
  3. über Nash direct GmbH, Stuttgart-Möhringen
  4. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-58%) 24,99€
  2. (u. a. Elex 44,99€, Witcher 3 GotY 19,95€)

Folgen Sie uns
       


  1. Bayern

    Eltern wollen Lockerungen beim Handyverbot an Schulen

  2. Baden Württemberg

    Streit über "Cyberwehr" im Landtag

  3. Die Woche im Video

    Zweiräder heben ab und ein Luftschiff kommt runter

  4. Autonomes Fahren

    Singapur kündigt fahrerlose Busse an

  5. Coinhive

    Kryptominingskript in Chat-Widget entdeckt

  6. Monster Hunter World angespielt

    Die Nahrungskettensimulation

  7. Rechtsunsicherheit bei Cookies

    EU warnt vor Verzögerung von ePrivacy-Verordnung

  8. Schleswig-Holstein

    Bundesland hat bereits 32 Prozent echte Glasfaserabdeckung

  9. Tesla Semi

    Teslas Truck gibt es ab 150.000 US-Dollar

  10. Mobilfunk

    Netzqualität in der Bahn weiter nicht ausreichend



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Montagewerk in Tilburg: Wo Tesla seine E-Autos für Europa produziert
Montagewerk in Tilburg
Wo Tesla seine E-Autos für Europa produziert
  1. Elektroauto Walmart will den Tesla-Truck
  2. Elektrosportwagen Tesla Roadster 2 beschleunigt in 2 Sekunden auf Tempo 100
  3. Elektromobilität Tesla Truck soll in 30 Minuten 630 km Reichweite laden

Fitbit Ionic im Test: Die (noch) nicht ganz so smarte Sportuhr
Fitbit Ionic im Test
Die (noch) nicht ganz so smarte Sportuhr
  1. Verbraucherschutz Sportuhr-Hersteller gehen unsportlich mit Daten um
  2. Wii Remote Nintendo muss 10 Millionen US-Dollar in Patentstreit zahlen
  3. Ionic Fitbit stellt Smartwatch mit Vier-Tage-Akku vor

E-Golf im Praxistest: Und lädt und lädt und lädt
E-Golf im Praxistest
Und lädt und lädt und lädt
  1. Garmin Vivoactive 3 im Test Bananaware fürs Handgelenk
  2. Microsoft Sonar überprüft kostenlos Webseiten auf Fehler
  3. Inspiron 5675 im Test Dells Ryzen-Gaming-PC reicht mindestens bis 2020

  1. ich habe es jetzt erst gemerkt

    jms | 12:38

  2. Re: Typisch Deutschland mal wieder..

    KnutRider | 12:36

  3. Re: Damit die Helikoptereltern

    theFiend | 12:33

  4. Re: Sie hat völlig recht!

    snboris | 12:31

  5. Re: Erfahrungsbericht Freiwilliges Anbieten

    unbuntu | 12:15


  1. 11:49

  2. 11:04

  3. 09:00

  4. 17:56

  5. 15:50

  6. 15:32

  7. 14:52

  8. 14:43


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel