Abo
  • Services:

Hyperloop Global Challenge: Jeder will den Rohrpostzug

Erfolgreicher erster Test, große Resonanz: Bei Hyperloop One gehen derzeit viele Bewerbungen für den Bau des Transportmittels ein. Zwei Trassen in Europa könnten schon in wenigen Jahren in Betrieb gehen.

Artikel von veröffentlicht am
Hyperloop: Im Winter wird die Röhre in Betrieb genommen.
Hyperloop: Im Winter wird die Röhre in Betrieb genommen. (Bild: Hyperloop One)

Es waren nur wenige Sekunden, aber die könnten geschichtsträchtig sein: Am 11. Mai 2016 ließ das Unternehmen Hyperloop One einen Schlitten mit der Hyperloop-Antriebstechnik über eine Trasse bei Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada flitzen - die erste Fahrt eines neuen Verkehrsmittels.

Inhalt:
  1. Hyperloop Global Challenge: Jeder will den Rohrpostzug
  2. Von Helsinki nach Stockholm in 30 Minuten

Ziel sei gewesen zu zeigen, dass es mit der Antriebstechnik möglich ist, in einer Sekunde aus dem Stand auf eine Geschwindigkeit von 160 Kilometern pro Stunde zu beschleunigen, sagt Knut Sauer, Leiter des Bereichs Geschäftsentwicklung bei Hyperloop One, im Gespräch mit Golem.de.

Hyperloop One hat vorher geübt

Eine solche Beschleunigung sei nicht dafür gedacht, dass Menschen sie aushalten. Es sei darum gegangen zu zeigen, dass die Technik funktioniert. Allerdings, so verrät Sauer, hätten sie das vorher schon einige Mal gemacht. Angesichts der Aufmerksamkeit wollte sich Hyperloop One nicht mit einem Fehlstart blamieren.

Als Nächstes wird der Schienenstrang verlängert, bis er lang genug ist, damit der Schlitten die geplante Reisegeschwindigkeit von etwa 1.200 Kilometern pro Stunde erreicht. Parallel baut Hyperloop One eine etwa drei Kilometer lange Röhre, in der Antriebs-, Schwebe- und Vakuumtechnik getestet werden sollen. Die Röhre soll noch in diesem Jahr fertig werden, so dass noch in diesem Jahr oder Anfang 2017 erste Tests darin stattfinden können.

Viele wollen den Hyperloop

Stellenmarkt
  1. EWE AG, Bremen
  2. Bundeskartellamt, Bonn

Über mangelndes Interesse kann sich Sauer nicht beklagen. Die Zahl der Bewerber bei der Global Challenge sei groß. Das ist ein Standort-Wettbewerb für den Hyperloop: Bewerber sollen darlegen, warum ihre Stadt, ihre Region oder ihr Land besonders gut als Standort für eine Hyperloop-Trasse geeignet ist. Er müsse schon vorab stark aussieben, etwa indem er prüfe, ob ein Projekt überhaupt finanzierbar oder ob das Fahrgastaufkommen hoch genug sei.

Die Projektvorschläge seien sehr unterschiedlich, sagte Sauer. "Es kristallisieren sich verschiedene Use Cases heraus aus den Anfragen: Ein wichtiger Use Case sind Flughafenverbindungen". Flughäfen sind meist weit vor den Toren einer Stadt und die Fahrt ins Zentrum ist entsprechend lang. Der einzige Magnetschwebezug im regulären Einsatz ist eine solche Verbindung, vom Flughafen Pudong geht es in etwa sieben Minuten zum Stadtrand von Shanghai. Ein vergleichbares Projekt vom Münchener Hauptbahnhof zum Franz-Josef-Strauß-Flughafen scheiterte hingegen.

Von Helsinki nach Stockholm in 30 Minuten 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-78%) 8,99€
  2. 14,99€ + 1,99€ Versand oder Abholung im Markt
  3. (-20%) 47,99€
  4. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie

megaheld 30. Mai 2016

Der soll doch etwas unter 1200 km/h laufen, wäre also noch unter Schallgeschwindigkeit...

mfeldt 30. Mai 2016

Doch, ich denke es liegt genau am System an sich. Das ist einfach nicht geeignet für...

mfeldt 30. Mai 2016

Ich schätze mal der Platzbedarf ist ähnlich wie für eine Bahnlinie - und deutlich...

Denker 26. Mai 2016

Eine Trasse von Hamburg nach München wäre Ideal. Gleichzeitig könnte noch die Nord Süd...

der_wahre_hannes 25. Mai 2016

Deshalb frage ich doch nach dem "Gesamtpaket". Möglich, dass Südkorea ein wahnsinnig...


Folgen Sie uns
       


Energiespeicher in der Cruijff Arena - Bericht

Die Ajax-Arena in Amsterdam wird komplett aus eigenen Akkureserven betrieben. Die USVen im Keller des Gebäudes werden von Solarzellen auf dem Dach und parkenden Elektroautos aufgeladen. Golem.de konnte sich das Konzept genauer anschauen.

Energiespeicher in der Cruijff Arena - Bericht Video aufrufen
Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  2. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet
  3. Drupalgeddon 2 115.000 Webseiten mit Drupallücken übernommen

Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau
Automatisiertes Fahren
Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau

Der Staupilot im neuen Audi A8 soll der erste Schritt auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren sein. Doch die Verhandlungen darüber, was solche Autos können müssen, sind sehr kompliziert. Und die Tests stellen Audi vor große Herausforderungen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Nach tödlichem Unfall Uber entlässt 100 Testfahrer für autonome Autos
  2. Autonomes Fahren Daimler und Bosch testen fahrerlose Flotte im Silicon Valley
  3. Kooperationen vereinbart Deutschland setzt beim Auto der Zukunft auf China

    •  /