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Hyperloop: Elon Musk plant Rohrpostzüge

Nach Auto und Rakete plant Elon Musk ein neues Transportmittel: einen Zug, der in einer Röhre verkehrt. Er soll Reisende in weniger als einer Stunde von der Ostküste der USA an die Westküste transportieren.
/ Werner Pluta
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Elon Musk (im Juli 2013): Ich hasse Patente. (Bild: Noah Berger/Bloomberg via Getty Images)
Elon Musk (im Juli 2013): Ich hasse Patente. Bild: Noah Berger/Bloomberg via Getty Images

Elon Musk plant ein neues Transportsystem mit der Bezeichnung Hyperloop. Am 12. August will er eine Alphaversion des Konzepts vorstellen, wie er über Twitter angekündigt hat(öffnet im neuen Fenster) . Musk ist einer der Gründer des Bezahldienstes Paypal. Er leitet den Elektroautohersteller Tesla-Motors sowie das von ihm gegründete Raumfahrtunternehmen SpaceX.

Hyperloop wird mutmaßlich eine Mischung aus Rohrpost(öffnet im neuen Fenster) und Transrapid(öffnet im neuen Fenster) : Die Passagiere nehmen in einer Kapsel Platz, deren Durchmesser laut Musk(öffnet im neuen Fenster) etwa zwei Meter betragen wird. Die Kapsel wird dann durch eine Röhre gejagt – ähnlich wie in der Rohrpost.

Schnell von Küste zu Küste

Eine Magnetschwebetechnik sorgt für den Antrieb. Damit soll eine Reise von New York nach Kalifornien weniger als eine Stunde dauern, eine Fahrt von Los Angeles nach San Francisco nur einige Minuten.

Musk hat Hyperloop schon früher erwähnt: Es werde die "fünfte Form der Beförderung" , sagte er 2012 dem US-Wirtschaftsmagazin Business Week(öffnet im neuen Fenster) – nach Schiff, Zug, Auto und Flugzeug. Hyperloop werde doppelt so schnell sein wie ein Flugzeug, dabei sehr sicher und mit Solarenergie betrieben. Außerdem werde Hyperloop die Vorzüge von Individualverkehr haben: "Er fährt genau dann los, wenn Sie ankommen. Es gibt also kein Warten auf eine bestimmte Abfahrtszeit."

ET3

Das Unternehmen Evacuated Tube Transportation Technology(öffnet im neuen Fenster) (ET3) aus Longmont im US-Bundesstaat Colorado arbeitet seit einigen Jahren an einem solchen Konzept. Musk glaube, dass ET3 auf dem richtigen Weg sei, allerdings fehlten einige wichtige Komponenten, erfuhr das US-Technologiemagazin Wired aus dem Umfeld des Unternehmers(öffnet im neuen Fenster) .

Vor ET3 kamen auch andere schon auf die Idee, Menschen per Rohrpost zu verschicken, etwa der amerikanische Physiker Robert Goddard Anfang des 20. Jahrhunderts oder der Schweizer Rodolphe Nieth, der 1974 die Idee der Swissmetro(öffnet im neuen Fenster) vorstellte – einer Magnetschwebebahn in einem Vakuumtunnel. Das Projekt bestand immerhin bis ins Jahr 2009.

Luft oder Vakuum

Die Konzepte setzen allerdings alle auf einen Vakuumtunnel. In dem Hyperloop-Tunnel werde allerdings kein Vakuum herrschen, erklärte Musk in einem weiteren Tweet(öffnet im neuen Fenster) . Für Details werden wir uns noch vier Wochen gedulden müssen.

Eines hat Musk jedoch bereits klargestellt(öffnet im neuen Fenster) : Die Technik werde er frei zur Verfügung stellen. "Ich hasse Patente, es sei denn, sie sind wichtig für das Überleben des Unternehmens. Werde Hyperloop als Open Source veröffentlichen."


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