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Die freiwilligen Hyperlooper planen auch die Stadt zur Röhre

HTT ist kein konventionelles Unternehmen wie Hyperloop Technologies, mit einem Sitz und angestellten Mitarbeitern. Hervorgegangen ist es aus der Plattform Jumpstartfund. Über 400 Mitarbeiter hat HTT inzwischen, viele davon sind bei Technologieunternehmen wie Boeing, Airbus, SpaceX oder der US-Raumfahrtagentur Nasa beschäftigt.

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Sie sind verteilt auf 21 Länder, und viele arbeiten auch nicht hauptberuflich bei HTT. Gehyperloopt wird sozusagen nach Feierabend. Auch erhalten die Mitarbeiter kein Gehalt am Ende des Monats. Ihre Arbeit wird mit Aktienoptionen abgegolten. Für Hyperloop Technologies kommt ein solches Modell nicht infrage: "Wir glauben, dass man ein so komplexes System nicht mit einem solchen verteilten Ansatz entwickeln kann", sagt Sauer.

HTT will an die Börse

Die Aktienoptionen indes könnten bald eingelöst werden: Denn HTT will in diesem Jahr an die Börse gehen. Bis zu 500 Millionen US-Dollar will das Unternehmen an der US-Technologiebörse Nasdaq bekommen. Bisher hatte HTT Geld über Crowdfunding gesammelt. Mit den Erlösen aus dem Börsengang will HTT aber nicht nur die Mitarbeiter finanzieren: Davon will das Unternehmen seine erste Hyperloop-Strecke bauen.

  • Dirk Ahlborn, Chef von HTT (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • In solchen Kapseln sollen wir künftig reisen. (Bild: Omegabyte 3D)
  • Sie flitzen mit hoher Geschwindigkeit durch Röhren, die auf Stelzen stehen. (Bild: Omegabyte 3D)
  • Das System soll mit Sonnenenergie versorgt werden. Hyperloop will mehr elektrischen Strom gewinnen, als benötigt wird. (Bild: Omegabyte 3D)
  • Die erste Strecke soll in Quay Valley entstehen, einer grünen Modellstadt in Kalifornien. (Bild: Omegabyte 3D)
  • Längere Strecken sollen folgen, etwa als Nahverkehrssystem in Los Angeles oder... (Bild: Omegabyte 3D)
  • ... als Überlandverbindung nach Las Vegas... (Bild: Omegabyte 3D)
  • ... oder nach San Fancisco. (Bild: Omegabyte 3D)
  • Auch ein Hyperloop an der Ostküste ist denkbar. Realistischer ist aber, dass die erste Langstrecke in Asien gebaut wird. (Bild: Omegabyte 3D)
Dirk Ahlborn, Chef von HTT (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Sie werde in Quay Valley entstehen, sagte Ahlborn im vergangenen Jahr im Gespräch mit Golem.de. Das ist eine neue Stadt, die im US-Bundesstaat Kalifornien gebaut werden soll, etwa auf halber Strecke zwischen Los Angeles und San Francisco. Mitte des Jahres will HTT dort anfangen zu bauen.

HTT will von Anfang an Passagiere transportieren

Anders als Hyperloop Transportation will HTT keine Teststrecke in kleinerem Maßstab bauen: Die Röhre in Quay Valley wird die reale Größe haben, und sie soll Passagiere transportieren. "Wir wollen etwas bauen, das wirklich benutzt wird", sagte Ahlborn. Denn nur im echten Betrieb ließen sich die Abläufe erproben, wie etwa den ehrgeizigen Takt des Verkehrsmittels: Alle 30 Sekunden will HTT eine Kapsel durch die Röhre schießen.

Allerdings nur mit einer geringen Geschwindigkeit: Mit nur etwa 300 Kilometern pro Stunde soll die Kapsel durch die Röhre verkehren. Grund ist die kurze Strecke: Das Oval ist nur 8 Kilometer lang. 2018 oder 2019 sollen erstmals Passagiere von einer Art Bahnsteig aus in eine Hyperloop-Kapsel einsteigen. Diese gleitet dann zuerst in eine Schleuse, in der die Luft angepumpt wird und dann in die Röhre, um die Fahrt anzutreten. Zehn Millionen Passagiere, so schätzt Ahlborn, könnten in Quay Valley im Jahr den Hyperloop nutzen.

Der lange Hyperloop kommt

Wie Hyperloop Technologies geht auch HTT davon aus, bald nach dem Start des Pilotprojekts Aufträge für den Bau weiterer Trassen zu bekommen. Es gebe bereits Interessenten für längere Strecken. Möglich sei etwa eine Trasse von Los Angeles nach San Francisco oder von Los Angeles nach Las Vegas. Wahrscheinlich sei aber, dass der erste Langstrecken-Hyperloop in Asien oder dem Mittleren Osten gebaut werde.

Musk beobachtet beide Projekte - davon ist auszugehen. Partei ergreift er jedoch nicht. Zum Glück für den jeweils anderen: Würde er in eines der beiden Unternehmen investieren, würde das für das andere das sofortige Aus bedeuten, sagt Sauer. Von seiner Ankündigung, sich herauszuhalten, ist der Erfinder jedoch abgerückt. Ein wenig zumindest.

 Die angestellten Hyperlooper bauen an einer TeststreckeSpaceX hyperloopt ein bisschen 
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