Wo sind die Komponenten?

Am 15. Januar flogen die ersten Teammitglieder in die USA. Ihre Aufgabe war, eine Werkstatt zu organisieren, die Kapsel zusammenzubauen und für den Wettbewerb vorzubereiten. Doch Magnete und Akkus fehlten. Sie steckten immer noch beim Zoll. So blieb ihnen erst einmal nichts anderes übrig, als die Zeit sinnvoll zu nutzen: das Fahrzeug zu testen, Softwareupdates einzuspielen und kleinere Elektronikprobleme zu beheben.

  • Das Konzept für den Hyperloop-Pod aus München (Foto: Warr)
  • Der reale Pod war ... (Foto: Warr)
  • ... im Sommer 2016 fertig. (Foto: Warr)
  • Der Kompressor stammt aus einem Alpha-Jet und saugt die Restluft vor der Kapsel weg. (Foto: Warr)
  • Die Kapsel ist verpackt und auf dem Weg in die USA. (Foto: Warr)
  • Geschafft! Das Team jubelt bei der Hperloop-Challenge über den gelungenen Lauf. (Foto: Warr)
Die Kapsel ist verpackt und auf dem Weg in die USA. (Foto: Warr)
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Und zu recherchieren: "Wir mussten uns etwas einfallen lassen und fanden heraus, dass es bei bestimmten Airlines möglich ist, einige Akkus mitzunehmen", erzählt Springer. "Dann haben wir den Rest unseres Teams angerufen und gefragt, ob jemand gerade Zeit hat und in die USA fliegen kann."

Die Akkus kommen rechtzeitig

So bekamen die Münchner zumindest genug Akkus, um den Pod testen zu können. Mit denen fuhren sie dann nach Hawthorn zu SpaceX zum Testen, wohl wissend, dass sie für den Wettbewerb die volle Akkukapazität benötigen würden. Es fügte sich dann aber alles: Während der Testwoche gab der Zoll die Teile frei, die dann auch zur Teststrecke geliefert wurden.

Bevor es aber losgehen konnte, gab es den nächsten Dämpfer: Die Kapsel konnte nicht schweben. Die Münchner nutzen ein passives Magnetschwebesystem. Das benötigt aber eine gewisse Geschwindigkeit. Vorher bremsen die Magnete. "Wenn der Magnet eine bestimmte Geschwindigkeit überschreitet, dann beginnt er zu schweben", sagt Springer. Beim Pod liegt die Grenze bei deutlich über 200 Kilometer pro Stunde.

Ein Fahrzeug schiebt die Kapsel an

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Geplant war, dass ein Pusher dem Pod den nötigen Anschub verpasst. Der Pusher ist ein Fahrzeug, das in der Röhre hinter dem Pod platziert wird und diesen anschiebt. Auf 400 Kilometer pro Stunde werde der Pusher die Kapsel beschleunigen, hatte SpaceX den Teilnehmern vorab zugesagt. Damit ließe sich doch etwas anfangen.

Doch die Realität blieb deutlich hinter dieser Zusage zurück: Der Pusher sei ein abgespeckter Tesla gewesen, der gerade 93 Kilometer pro Stunde geschafft habe. "Also haben wir die Magnete wieder abgebaut und sind gefahren, nicht geschwebt."

Ein Fahrzeug schiebt die Kapsel an

Das aber sehr erfolgreich: Die Kapsel aus München war die einzige, die die ganze Distanz durch die Röhre schaffte. Die Kapseln von MIT und TU Delft schafften das nicht, und die waren auch noch langsamer. Das brachte Warr am Ende den Preis für die schnellste Kapsel und den für die 'best Performance in Flight' ein.

Das militärische Gut könnte, sagt Springer, den Ausschlag gegeben haben - schon allein, weil die Konkurrenten keinen Kompressor hatten.

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 SpaceX verschiebt den WettbewerbDer Kompressor wars 
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JohnStones 24. Feb 2017

Finanziert jetzt der deutsche Steuerzahler einer US-Firma die Entwicklungsarbeit? Wie...

lemmer 23. Feb 2017

Das liegt daran, dass es schlicht keinen gab. Die Magnetschwebebahn pendelt seit...

Karl-Heinz 20. Feb 2017

Ääh, jein, würde ich sagen. Die Röhre war ja (teil-)vakuumiert, die Röhre war also...

FeHa 20. Feb 2017

Ihr meint sicherlich die Verdichterleistung. Der Begriff Pumpe ist hier eher unangebracht.



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