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Hyperflight: China plant superschnellen Vactrain

Ein Zug, der in einer Vakuumröhre schwebt? Klingt bekannt. Doch verglichen mit dem Hyperflight, den ein chinesisches Unternehmen anstrebt, soll sich der von Elon Musk erdachte Hyperloop wie ein Bummelzug ausnehmen.
/ Werner Pluta
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Hyperflight: Kann der Mensch diese Beschleunigung aushalten? (Bild: Xinhua/Screenshot: Golem.de)
Hyperflight: Kann der Mensch diese Beschleunigung aushalten? Bild: Xinhua/Screenshot: Golem.de

Wie der Hyperloop, nur schneller: Die China Aerospace Science and Industry Corporation (Casic) plant einen sogenannten Vactrain(öffnet im neuen Fenster) , der mit 4.000 Kilometern pro Stunde unterwegs sein soll. Das Vorhaben hat Liu Shiquan, stellvertretender Direktor des Staatsunternehmens, angekündigt.

Ähnlich wie der von SpaceX-Chef Elon Musk konzipierte Hyperloop soll auch der Hyperflight einer weitgehend luftleeren Röhre unterwegs sein. So wird der Luftwiderstand stark reduziert. Zudem soll er sich per Magnetschwebetechnik fortbewegen, so dass keine Reibung entsteht.

Hyperflight soll zuerst regional eingesetzt werden

Casic plane drei Stufen für das Transportmittel, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua(öffnet im neuen Fenster) : Zunächst soll ein regionales Netz mehrere Städte verbinden. Hier soll der Hyperflight mit 1.000 Kilometern pro Stunde schweben – das ist langsamer als der Hyperloop, der mit 1.200 Kilometern pro Stunde reisen soll. Dann soll das Netz national ausgebaut werden und schließlich auch Nachbarländer anschließen. Im Land sollen die Züge 2.000, auf internationalen Strecken 4.000 Kilometer pro Stunde schnell werden.

Casic wolle das Projekt mit 20 Partnern aus China und anderen Ländern umsetzen, sagte Liu. Einen Zeitplan gibt es nicht.

Wissenschaftler sind skeptisch

Experten sind jedoch skeptisch. Zhao Jian, ein Wissenschaftler der Transportuniversität in Peking, sagte der Hongkonger Tageszeitung South China Morning Post(öffnet im neuen Fenster) , der menschliche Körper könne die Beschleunigung, die nötig sei, um eine Geschwindigkeit von 4.000 Kilometern pro Stunde zu erreichen, nur für kurze Zeit aushalten.

Außerdem sei es fraglich, ob ein solches Transportmittel ökonomisch sinnvoll sei: Das Passagieraufkommen sei für ein so teures Projekt viel zu gering.


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