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Hygon Dhyana: China baut CPUs mit AMDs Zen-Technik

Thatic, das Joint Venture aus AMD und chinesischen Firmen, hat begonnen, Zen-basierte x86-Server-CPUs herzustellen. Die Dhyana-Chips stammen von Hygon und werden vom Linux-Kernel bereits unterstützt.

Artikel veröffentlicht am ,
Wafer mit Zeppelin-Dies mit Zen-Architektur
Wafer mit Zeppelin-Dies mit Zen-Architektur (Bild: AMD)

Nach Zhaoxin gibt es ein zweites chinesisches Unternehmen, welches x86-Prozessoren unter Lizenz herstellt: Hygon nutzt AMDs Zen-Architektur und baut damit Chips für Server. Ein Linux-Patch beschreibt, dass der Code dafür in vielen Bereichen mit dem von AMD Family 17h übereinstimmt. Das Design heißt Dhyana Family 18h, es scheint weitgehend AMDs Epyc zu ähneln.

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AMD hatte im April 2016 ein Joint Venture mit diversen privaten und staatlichen chinesischen Unternehmen angekündigt, es heißt Thatic (Tianjin Haiguang Advanced Technology Investment Corporation). So war es möglich, dass in China trotz AMDs Lizenzabkommen mit Intel eine Entwicklung von x86-Prozessoren vonstatten ging. Thatic hat zwei Töchter, die Haiguang Microelectronics Corporation (HMC) und die Chengdu Haiguang IC Design Corporation (Hygon).

Laut der chinesischen My Drivers hält AMD einen Anteil von 51 Prozent an HMC und 30 Prozent an Hygon, den Rest dann jeweils Thatic. Da HMC somit AMD gehört, ist hier auch die x86-Lizenz zu finden. Offenbar lizenziert HMC die Zen-IP an Hygon, welche ein Design entwerfen und das wieder an HMC verkaufen, um dieses bei einem Auftragsproduzenten wie Globalfoundries oder TSMC herstellen zu lassen. Die fertigen Prozessoren kauft dann Hygon ein und verkauft sie schlussendlich unter eigenem Namen - als Dhyana und wohl exklusiv im chinesischen Markt.

Die US-Regierung untersagt seit Jahren den Export von Prozessoren oder Technologie nach China, weshalb es mittlerweile einige Joint Ventures und Eigenentwicklungen gibt. Darunter fallen Thatic und Zhaoxin sowie Huaxintong (ein JV mit Qualcomm), aber auch die Chips wie die SW26010 im Sunway Taihu Light oder die Matrix-2000-GPDSPs im Tianhe-2A, den beiden schnellsten chinesischen Supercomputern.

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Sarkastius 12. Nov 2018

Aus dem Grund gibt es eine Handelsbillanz!

norbertgriese 10. Jul 2018

Sozusagen eine Win - Win Situation. Intel ist wie immer der Lizenzgeber, darf aber in...

LCO1 10. Jul 2018

Und in nicht all zu ferner Zukunft kauft China einen Chipdesigner mit Patenten und dann...

plutoniumsulfat 10. Jul 2018

Und falls China keine Lust mehr auf das Verbotsspiel hat, können die Amis auch keine...

Anonymer Nutzer 09. Jul 2018

Die Linzenz dafür gibt es für total lau. Hat bislang kaum einen interessiert.


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