Hydra Market: Bundeskriminalamt schaltet Darknet-Marktplatz ab

Bei der Abschaltung des russischsprachigen Darknet-Markts wurden Bitcoin im Wert von 23 Millionen Euro beschlagnahmt.

Artikel veröffentlicht am , Lennart Mühlenmeier
Hydra Market hat im Darknet operiert.
Hydra Market hat im Darknet operiert. (Bild: Samuel Ryde/Unsplash-Lizenz)

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat in Zusammenarbeit mit der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) und US-Behörden den Darknet-Markt Hydra Market abgeschaltet. Das teilte das BKA am Dienstag mit. Über den Markt konnten demnach "[illegale] Betäubungsmittel, [...] weltweit ausgespähte Daten, gefälschte Dokumente sowie digitale Dienstleistungen" angeboten werden. Bei der Beschlagnahmung seien 543 Bitcoins im Gesamtwert von circa 23 Millionen Euro sichergestellt worden. Auch ein "Bitcoin Bank Mixer" zum Waschen von Kryptowährungen sei Teil des Angebots gewesen.

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Das BKA schreibt in seiner Presseerklärung, dass nun ein sogenannter Sicherstellungsbanner der Seite vorgeschaltet sei. Diese Angaben konnten von Golem.de nicht verifiziert werden: Zwei kursierende Onion-Adressen für das Tor-Netzwerk, hinter denen sich der Markt versteckt haben soll, zeigen entweder einen 502-"Bad Gateway"-Fehler oder sind über Tor nicht erreichbar. Eine dritte Adresse wird nicht mehr unterstützt, weil das Tor Project Adressen der Version 2 abgeschaltet hat.

Admins noch nicht bekannt

Technische Details zu der Sicherstellung haben die Sicherheitsbehörden bisher nicht veröffentlicht. Die Betreiber und Administratoren sind laut Mitteilung "bislang unbekannt". Gegen sie würde wegen des Verdachts "des gewerbsmäßigen Betreibens krimineller Handelsplattformen im Internet" und der "unbefugten Abgabe von Betäubungsmitteln sowie der gewerbsmäßigen Geldwäsche" ermittelt.

Die Seite soll in russischer Sprache und seit dem Jahr 2015 verfügbar gewesen sein. Das BKA teilte mit, dass auf "dem Marktplatz ca. 17 Mio. Kunden- und über 19.000 Verkäuferkonten registriert" gewesen seien. Wir haben das BKA um eine Stellungnahme gebeten, um welche Onion-Adresse es sich in diesem Fall handelt.

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Der oben genannte Straftatbestand bezüglich illegaler Handelsplattformen im Internet wurde zum Ende der Großen Koalition im Februar 2021 beschlossen. Bei Ermittlungen zu diesem Delikt dürfen Staatstrojaner eingesetzt werden.

Im Jahr 2021 hob die Polizei den sogenannten Cyberbunker aus. Die Betreiber dieses vermeintlichen Bulletproof-Hosting-Angebots wurden zu Haftstrafen verurteilt, gegen die die Staatsanwaltschaft kürzlich Revision eingelegt hat.

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