Hybridluftschiff: Airlander 10 streifte Überlandleitung

Ja im Sinne von Nein: Das Luftschiff Airlander 10(öffnet im neuen Fenster) hat vor seiner Bruchlandung am Mittwoch doch eine Freileitung gestreift. Das habe aber mit dem Absturz nichts zu tun gehabt, sagt das britische Unternehmen Hybrid Air Vehicles(öffnet im neuen Fenster) (HAV).
Das Luftschiff habe eine Stromleitung gestreift, erklärte der Verteilnetzbetreiber UK Power Networks. Dadurch waren einige Kunden von UK Power Networks zeitweise ohne Strom. Augenzeugen hatten bereits am Mittwoch berichtet, dass das Hybridluftschiff eine Leitung oder einen Mast berührt hatte. HAV hatte das per Twitter(öffnet im neuen Fenster) geleugnet.
HAV gibt Kontakt mit Stromleitung zu
Nach der Mitteilung von UK Power Networks gab HAV dann zu(öffnet im neuen Fenster) , dass eine Festmacherleine "mit einer Stromleitung außerhalb des Flugplatzes in Kontakt gekommen" sei. Der Kontakt mit dem Stromkabel habe keinen Schaden an dem Luftschiff verursacht, sagte HAV. Auch habe das nicht zu der Bruchlandung beigetragen.

Bei seinem zweiten Flug am 24. August setzte der Airlander bei der Landung mit der Nase auf . Dabei wurde das Cockpit beschädigt. Weder die Besatzung des Luftschiffs noch Mitglieder der Bodencrew wurden dabei verletzt.
Airlander wird repariert
Das Luftschiff sei jetzt wieder im Hangar, twitterte HAV(öffnet im neuen Fenster) am Freitagvormittag. Die nächsten Schritte seien jetzt: das Luftschiff "überprüfen, reparieren und es wieder flugfertig machen" .
Der Airlander 10 ist ein Hybridluftschiff(öffnet im neuen Fenster) , das sich sowohl durch das Traggas Helium als auch mit Hilfe von Tragflächen in der Luft hält. Das Luftschiff kann schwerer als Luft sein, was das Landen vereinfacht. Allerdings ist es auch nicht viel schwerer als Luft, weshalb der Aufprall vergleichsweise sanft war. Eine Tragstruktur im Rumpf, die durch den Aufprall hätte beschädigt werden können, hat der Airlander nicht.

Der Airlander 10 ist mit einer Länge von 92 Metern derzeit das längste Luftschiff, unter anderem finanziert von Iron-Maiden-Sänger Bruce Dickinson . Das umgebaute Luftschiff ist vor einer Woche zum ersten Mal geflogen .



