Selbst im Homeoffice erprobte ITler sehen Gefahr der Selbstausbeutung

Lipinski hat Wirtschaftsinformatik studiert, dann einige Jahre als Software-Entwickler gearbeitet, seit 2015 ist er bei d.velop angestellt. Er betreut die Programme Vertrags- und Vorgangsmanagement. Das eine dient zur Erfassung und Verwaltung von Verträgen, das andere der strukturierten Umsetzung von Prozessen. Lipinski führt die Anwendungen bei Kunden ein.

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Corona hat sein Arbeitsleben deutlich verändert. "Online-Besprechungstools sind zur Normalität geworden, Vorbehalte gegen deren Nutzung wurden durch deren Einsatz abgebaut", sagt Lipinski.

Im Austausch mit Kollegen sind sie Standard und immer mehr Kunden verzichten vollständig auf persönliche Präsenz von Consultants. "Der Gewinn für mich liegt im Wegfall von zwei Tagen Reisezeit, die ich sinnvoller in meine Projekte einbringe." Heutzutage gibt es für nahezu jeden Anlass die passende Anwendung, um Aufgaben online durchzuführen.

Aktuell arbeitet Lipinski ausschließlich von zu Hause aus. Ein Arbeitszimmer hat er nicht, sondern sich eine abgeschiedene Nische in der Wohnung eingerichtet. "Vor Corona war ich gerne und häufig im Büro, weil ich den persönlichen Kontakt zu Kollegen schätze."

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Beim hybriden Arbeiten oder gänzlich im Homeoffice genießt er es, viel enger mit der Familie zusammen zu sein. "Ich finde es schön, auf dem Weg zur Kaffeemaschine in der Küche meine drei Kinder zu sehen und Fragen zu den Hausaufgaben beantworten zu können." Das ist die eine Seite der Medaille.

Die andere sieht Lipinski ebenfalls in der großen Gefahr der Selbstausbeutung beim hybriden Arbeiten. "Ein Ende finden, Feierabend machen fällt mir zu Hause viel schwerer als im Büro." Dort ist irgendwann Schluss, man geht und der Arbeitstag ist vorbei. Zuhause können Privates und Berufliches leicht verschmelzen, weil sie räumlich eins sind.

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Wer allein lebt, ist unter Umständen rund um die Uhr verfügbar

"Mir helfen Rituale, um die Arbeit auch geistig zu beenden." Wenn Lipinski Feierabend macht, schließt er den Laptop und legt sein Diensthandy an einen Platz, den er nicht einsehen kann. Manchmal muss ihn seine Frau daran erinnern, endlich Schluss zu machen. Wer allein lebt, bekommt solche gut gemeinten Ratschläge nicht. Solche Menschen sind mitunter rund um die Uhr verfügbar.

"Wie selbstorganisiertes Arbeiten funktioniert, das haben wir mit unseren Mitarbeitenden in unzähligen Workshops gemeinsam erarbeitet", sagt Juliana Kortmann. Beide Arbeitsformen - selbstorganisiert und hybrid - ergänzen sich nach ihrer Meinung hervorragend.

  • Beim ersten Lockdown seien alle Mitarbeiter von d.velop binnen weniger Tage im Homeoffice gewesen, sagt Juliana Kortmann, Director People and Culture. (Bild: d.velop)
  • Der Wechsel hin zu agilen Arbeitsweisen sei nicht einfach gewesen, sagt Consultant Michael Lipinski von der d.velop AG. (Bild: d.velop AG)
Beim ersten Lockdown seien alle Mitarbeiter von d.velop binnen weniger Tage im Homeoffice gewesen, sagt Juliana Kortmann, Director People and Culture. (Bild: d.velop)

Wirtschaftlich erfolgreich machen sie d.velop allemal: Von den insgesamt 75 Millionen Euro Umsatz im vergangenen Jahr stammen 32 Millionen Euro aus dem Cloud-Geschäft. Der Umsatzanteil des Cloud-Geschäfts steigt seit Jahren stark an, was nach Unternehmensangaben am Homeoffice und hybriden Arbeitsformen liegt. Die Pflicht zum Homeoffice wird irgendwann wieder aufgehoben, die hybriden Arbeitsformen aber werden bleiben.

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