900 Leute innerhalb weniger Tage im Homeoffice

Zuhause hat Dirks ein Arbeitszimmer. "Das ist wichtig für mich, um ungestört zu arbeiten und Familie und Beruf räumlich zu trennen." Die Eigenverantwortung im Homeoffice empfindet er als "ziemlich hoch". So bestehe die Gefahr der persönlichen Überlastung, weil man keinen Feierabend macht. "Deshalb notiere ich meine Arbeitszeiten in einem Tool."

Stellenmarkt
  1. Softwareentwickler (m/w/d)
    rocon Rohrbach EDV-Consulting GmbH, verschiedene Standorte
  2. SAP Teamleiter (m/w/x) mit Schwerpunkt FICO
    über duerenhoff GmbH, Raum Köln
Detailsuche

Routinen helfen ihm dabei, den Tag zu strukturieren. So beginnt er zu ähnlichen Zeiten mit der Arbeit, hört zu ähnlichen Zeiten auf und macht eine Mittagspause. "Ganz einfach ist Homeoffice nicht", sagt Dirks.

Wie alles hat auch hybrides Arbeiten Vor- und Nachteile. Dirks schätzt die persönliche Flexibilität. "Ich kann mit der Familie zu Mittag essen und die Fahrt ins Büro entfällt." So spart er die Zeit auf der Straße und schont die Umwelt mit Abgasen vom Auto.

Zurzeit würde er allerdings lieber öfters ins Büro gehen, statt daheim zu sitzen, weil in der Pandemie die sozialen Kontakte stark eingeschränkt sind. Dirks vermisst seine Kollegen.

Golem Akademie
  1. Data Engineering mit Apache Spark: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    25.–26. April 2022, Virtuell
  2. PowerShell Praxisworkshop: virtueller Vier-Tage-Workshop
    21.–24. Februar 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

D.velop hat seinen Sitz in Gescher, das ist im Nordwesten von Nordrhein-Westfalen. "Beim ersten Lockdown waren alle unsere 900 Mitarbeitenden, verteilt auf mehrere Standorte, innerhalb weniger Tage fast vollständig im Homeoffice", sagt Juliana Kortmann.

Mit agilen Methoden zu mehr Eigenverantwortung

Das funktionierte nur deshalb, weil es in der Firma schon vorher flexible Homeoffice-Regelungen gab und sowohl die Firma als auch deren Beschäftigte in dieser Arbeitsform geübt sind. Im Sommer gab es dann den Mobile-Office-Vertrag.

Allerdings hat d.velop schon vor etwa fünf Jahren agile Arbeitsweisen nach Scrum eingeführt und vor etwa zwei Jahren wurde gründlich umorganisiert: Die klassisch hierarchische Organisation wurde zu selbstorganisierten, kleinen und agilen Teams umgebaut.

Tolle Angebote fürs Homeoffice bei Ikea

Die Scrum-Methode ist ein Framework für die Teamarbeit, bei dem sich ein interdisziplinäres Team selbst organisiert, um flexibel und schnell auf veränderte Anforderungen reagieren zu können. Statt genauer Arbeitsanweisungen gibt es definierte Aktivitäten, wichtige Dokumente und feste Rollen. Scrum ist eine von mehreren agilen Methoden und die am weitesten verbreitete.

"Der Wechsel dahin war schwierig", sagt der Consultant Michael Lipinski. Wer selbst organisiert ist, hat mehr Verantwortung. "Vorher haben andere für mich entschieden, jetzt mache ich es selbst oder stimme mich mit anderen ab", erklärt der 37-Jährige. In seiner Arbeit ist er so in zusätzliche Rollen und Tätigkeiten hineingewachsen.

  • Beim ersten Lockdown seien alle Mitarbeiter von d.velop binnen weniger Tage im Homeoffice gewesen, sagt Juliana Kortmann, Director People and Culture. (Bild: d.velop)
  • Der Wechsel hin zu agilen Arbeitsweisen sei nicht einfach gewesen, sagt Consultant Michael Lipinski von der d.velop AG. (Bild: d.velop AG)
Der Wechsel hin zu agilen Arbeitsweisen sei nicht einfach gewesen, sagt Consultant Michael Lipinski von der d.velop AG. (Bild: d.velop AG)

Lipinski und seine Kollegen können aber nicht tun und lassen, was sie wollen, denn jedes Team hat Strategien und Ziele, die auf die übergeordneten Unternehmens-Strategien und -Ziele abgestimmt sind. Sie haben jedoch die Freiheiten und Flexibilität, zu entscheiden, wie sie ihre Ziele erreichen. In klassischen Hierarchien werden nicht nur die Ziele, sondern auch die Wege dorthin vorgeschrieben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Hybrides Arbeiten bei d.velop: Training für die Arbeitswelt von morgenSelbst im Homeoffice erprobte ITler sehen Gefahr der Selbstausbeutung 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Raumfahrt
SpaceX-Rakete stürzt voraussichtlich im März auf den Mond

Ob sich Elon Musk so die erste Ankunft einer SpaceX-Rakete auf dem Mond vorgestellt hat?

Raumfahrt: SpaceX-Rakete stürzt voraussichtlich im März auf den Mond
Artikel
  1. Beyond100: Bentley investiert massiv in Elektroautos
    Beyond100
    Bentley investiert massiv in Elektroautos

    Bentley plant, bis 2030 komplett auf Elektroantrieb umzustellen. Schon ab 2025 kommen E-Autos der Marke auf den Markt.

  2. G413 SE, G413 TKL SE: Logitech bringt zwei mechanische Tastaturen für weniger Geld
    G413 SE, G413 TKL SE
    Logitech bringt zwei mechanische Tastaturen für weniger Geld

    Normalerweise sind mechanische Tastaturen von Logitech sehr teuer - nicht so die G413 SE und TKL SE. Die verzichten dafür auf RGB.

  3. Jahresergebnis: Tesla macht 5,5 Milliarden US-Dollar Gewinn
    Jahresergebnis
    Tesla macht 5,5 Milliarden US-Dollar Gewinn

    Tesla hat 2021 einen Rekordgewinn erzielt, auch das vierte Quartal ist gut gelaufen. So viele Autos wie 2021 hat Tesla bislang noch nie verkauft.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3090 24GB 2.349€ • RTX 3070 Ti 8GB 1.039€ • 1TB SSD PCIe 4.0 127,67€ • RX 6900XT 16 GB 1.495€ • Razer Gaming-Tastatur 155€ • LG OLED 65 Zoll 1.599€ • Razer Gaming-Maus 39,99€ • RX 6800XT 16GB 1.229€ • GOG New Year Sale: bis zu 90% Rabatt • Razer Gaming-Stuhl 179,99€ [Werbung]
    •  /