Mobilfunknetz: Vodafone wird 3G im Jahr 2020 abschalten

3G/UMTS war kein Erfolg, gibt der Vodafone-Cheftechniker offen zu. Das Abschaltdatum ist ungefähr gesetzt. Es wird Zeit für etwas Neues: 5G.

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On stage
On stage (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Vodafone wird sein Mobilfunknetzwerk der dritten Generation bald abschalten. "Ungefähr im Jahr 2020 bis 2021 drehen wir 3G ab", sagte Johan Wibergh, Chief Technology Officer Vodafone am 15. November 2017 auf dem Global Mobile Broadband Forum in London (HWMBBF). "3G war nicht unbedingt ein Erfolg", erklärte Wibergh.

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Vodafone habe eine Million Kilometer Glasfaser verlegt und sei vom reinen Mobilfunkbetreiber immer mehr zu einem konvergenten Betreiber geworden, sagte Wibergh. Dabei werde die Cloud immer wichtiger: "Wir kaufen bald keine Netzwerkausrüstung mehr, die nicht cloudbasiert ist."

Eine der Kerntechnologien des kommenden 5G-Standards ist für Vodafone das Mehrantennensystem Massive MIMO, bei dem die Sendeleistung mit Multi-User Beamforming (MUBF) gezielt auf die einzelnen Mobilgeräte ausgerichtet wird.

"Massive MIMO von Huawei setzen wir auch bereits mit LTE ein", erklärte Wibergh. Im Juni 2016 waren rund zwei Millionen Besucher auf dem Worldpride-Festival in Madrid. Diese Veranstaltung habe Vodafone mit nur zehn Antennenstationen abgedeckt. "Wir setzen das auch in anderen Städten ein", sagte er.

In Mailand arbeitet Vodafone mit der italienischen Regierung daran, die gesamte Stadtregion mit 120 Basisstation für 5G auszuleuchten. Wibergh: " Wir wollen 100 Prozent der Region ausleuchten und wir arbeiten daran mit 28 Partnern".

Auch Telekom bereitet 3G-Ende vor

Der Technikchef der Telekom Deutschland, Walter Goldenits, hatte sich im März 2017 zur Abschaltung von 3G-Mobilfunk geäußert. "UMTS wird der erste Netzlayer sein, den wir abschalten". Dagegen werde es 2G noch länger geben. "GSM wird länger leben als 3G, das brauchen wir als Fallback für Sprache, wenn jemand etwa aus dem Ausland in unser Netz kommt."

Goldenits legte sich damit jedoch nicht auf einen Zeitpunkt für die Abschaltung fest, sondern sprach nur über die technischen Möglichkeiten. "Die Abschaltung von UMTS ist ein Thema, mit dem wir uns beschäftigen." LTE sei auch auf 2.100 MHz möglich, also im UMTS-Bereich, erläuterte Goldenits. Auch hier gebe es Tests.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Huawei an dem Global Mobile Broadband Forum in London teilgenommen. Die Reisekosten wurden von Huawei übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

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ArthurDaley 17. Nov 2017

Was ist schlimm dran, alte Zöpfe abzuschneiden. Kann wohl jedem zugemutet werden, sich...

Labbm 16. Nov 2017

Ich hatte von 2012-2017 einen 1&1 D-Netz Vertrag mit Vodafone Netz, nutzbar waren 2g und...

mrgenie 16. Nov 2017

Ich hatte einen EU Flat inkl. Schweiz Tarif 10GB bei der Telekom. Damals den teuersten...

HelmutJohannes 16. Nov 2017

... aber nur, weil Keiner sich um den Ausbau gekümmert hat! Da kam ja dann als Ausrede...

HabeHandy 15. Nov 2017

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