Hurt me plenty: Doom läuft auf altem Drucker-Controller von Agfa
Der Youtuber Adrian's Digital Basement hat einen alten Drucker-Controller von Afga dank Reverse Engineering dazu gebracht, dass Doom darauf läuft. In einem anderthalb Stunden langen Video(öffnet im neuen Fenster) zeigt Adrian detailliert, wie er den für damalige Zeiten leistungsfähigen Agfa Compugrafic 9000PS mit Motorolas 68020-Chip konvertierte.
Der Controller ist ursprünglich dafür gedacht gewesen, Postscript-Dateien in Rasterbilder umzuwandeln, damit sie gedruckt werden können. Um den Compugrafic 9000PS überhaupt verwenden zu können, musste Adrian den Boot-ROM-Code neu programmieren. Darin enthalten ist auch ein Basic-Interpreter.
Einen der Grafikchips hat der Youtuber mit einem Board ersetzt, das ein VERA-Modul vom Commander X16 enthält. Ohne Modifikationen am Motherboard selbst konnten so VGA-, Composite- und Audio-Ausgänge hinzugefügt werden, ebenso ein SD-Kartensteckplatz.
Doom läuft unter Minix
Als Betriebssystem verwendete Adrian zunächst CP/M, installierte dann aber Minix, ein Unix-System. Auf diesem System brachte er dann die volle Shareware-Version 1.9 von Doom zum Laufen. Der Ladevorgang ist etwas länger, und die Performance ist an der Grenze zu unspielbar.
Die Framerate liegt bei ca. 1 fps pro Sekunde, das Spiel läuft zudem nur in einer niedrigen Auflösung. Adrian führt das auf den 68020 zurück: Auch auf anderen Rechnern mit Motorolas 68000er-Chips läuft Doom nur langsam. Das Bild auf dem Compugrafic 9000PS flackert zudem noch merklich.
Auch der 1-MHz-Bus des VERA-Moduls trägt zum langsamen Rendering bei. Den Spielgenuss würde am Ende aber wohl am meisten der Umstand stören, dass es keine PS/2-Unterstützung gibt. Tastatureingaben erfolgen über den seriellen RS232-Port und ein Terminalprogramm.
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