Hunt Showdown (Beta) im Test: Hmmm Hmmm Hmmm Hmmm

Tolle Optik, klasse Sound, dichte Atmosphäre: Hunt Showdown von Crytek macht solo oder im Duo schon im Early Access viel Spaß, wenn man sich auf das Spielprinzip einlässt. Wer laut ist, stirbt oft und schnell.

Ein Test von veröffentlicht am
Licht und Schatten in Hunt Showdown
Licht und Schatten in Hunt Showdown (Bild: Crytek/Screenshot: Golem.de)

Scherben bringen Glück, sagt der Volksmund - in diesem Fall uns: Weil er statt zu schleichen einfach durch sie hindurch stapft, hören wir unseren Verfolger hinter dem Fenster, ein Stich mit dem Bajonett macht ihm ein Ende. Merke: In Cryteks Hunt Showdown ist vorsichtiges und doch rasches Vorgehen wichtig, sonst locken wir alle Gegner und Untoten im Umkreis an.

Inhalt:
  1. Hunt Showdown (Beta) im Test: Hmmm Hmmm Hmmm Hmmm
  2. Frust und Freude eng beieinander

Der Ego-Shooter von Crytek versetzt uns nach Louisiana in den Wilden Westen des späten 19. Jahrhunderts. Wir spielen einen von mehreren Revolverhelden, die sich in den von mutierten Kreaturen wimmelnden Sümpfen, sonnendurchfluteten Wäldern und halb zerfallenen Gebäudeansammlungen ein Kopfgeld verdienen möchten. Derzeit gibt es zwei Spielmodi, genannt Quickplay und Bounty: In ersterem treten wir allein gegen neun andere Haudegen an, eine Art von Last Man Standing ähnlich Battle Royale. In letzterem haben wir optional einen Kumpel dabei und müssen ein oder zwei Boss-Monster erlegen.

In beiden Spielmodi gilt es Hinweise zu finden; hierzu nutzen wir Dark Eye: Ein Druck auf die E-Taste färbt das Bild schwarz und blau-sprühende Funken geben die Richtung vor. Die Clues/Rifts sind für alle Teilnehmer dieselben, gerade zu Beginn sollten wir also aufpassen, dass wir nicht in einen Camper rennen, der sich neben dem Hinweis versteckt, statt ihn einzusammeln. Hunt zwingt Spieler zwar nicht dazu, sich möglichst geräuschlos zu bewegen, umsichtiges Handeln hilft jedoch ungemein.

Überall auf den beiden stimmungsvollen Karten streifen Monster umher: Gewöhnliche Zombies (Grunts) erledigen wir mit lautlosen Kolbenhieben oder dem Bowie-Messer, bei den Armored genannten Verwesten mit Metallplatten helfen eine schwere Axt oder ein Vorschlaghammer oder wir werfen eine der herumstehenden Petroleumlampen auf das Viech. Da es sich durch ein charakteristisches Stöhnen ankündigt, können wir aber meist ausweichen, sofern wir es nicht auf die Erfahrungspunkte abgesehen haben.

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Schwieriger wird es, wenn Gegner einen Engpass blockieren - dann müssen wir sie weitläufig umgehen oder doch das verräterische Schießeisen zücken. Besonders fies sind Höllenhunde, die im Rudel auftreten und uns auf größere Entfernung riechen, oder die fast kopflose Dame, in deren Brustkasten sich Wespen ein Nest gebaut haben. Der giftige Schwarm der jaulenden Frau verfolgt uns hartnäckig, weswegen ein schneller Kopfschuss oft die beste Wahl ist. Gut, wenn wir eine Armbrust oder einen schallgedämpften Revolver dabeihaben.

  • Hunt Showdown (Bild: Crytek/Screenshot: Golem.de)
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Hunt Showdown (Bild: Crytek/Screenshot: Golem.de)

Jeder Schuss sollte sitzen, weil Revolver oder Repetiergewehre mit geringer Kadenz feuern und Nachladen quälend lange dauert. Gefechte mit den altertümlichen Schießeisen sind daher fesselnd - teils wollten wir frustriert unsere Maus gegen die Wand werfen, teils saßen wir freudig grinsend vor dem PC. Kämpfen andere Spieler gegeneinander, dröhnt das hunderte Meter weit, was Fluch und Segen zugleich ist.

Ohnehin wurde die Sound-Kulisse grandios umgesetzt: Schon im Hauptmenü summen wir mit, wenn das 'Hmmm Hmmm Hmmm Hmmm' (Rise Up Dead Man) unterlegt von Armee-Trommeln und klirrendem Zaumzeug ertönt. Und im Spiel sorgt der binaurale Ton zusammen mit einem guten Stereo-Headset für eine hervorrage Ortung von Gegnern. Da klirren Scherben, heulen Hunde, krächzende Raben und schnatternde Enten flattern davon oder sterbende Pferde wiehern - all das sind Anzeichen dafür, dass wir nicht alleine sind. Selbst ob und wo über oder unter uns in der Scheune ein anderer Söldner läuft, hören wir sofort.

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