Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Hummingboard Gate: Modulares Board-Konzept wird preiswerter

Die Hummingboard-Serie erhält preiswerten Zuwachs, der aber schnell teuer werden kann. Das neue Board ist Teil einer überarbeiteten Produktstrategie.
/ Alexander Merz
1 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Heißes Hummingboard i2eX (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Heißes Hummingboard i2eX Bild: Martin Wolf/Golem.de

Das Hummingboard Gate(öffnet im neuen Fenster) ist der bislang preiswerteste Bastelrechner des Herstellers Solidrun. Allerdings nur in der mageren Basisvariante. Für 60 US-Dollar erhält der Käufer ein Board mit einem einkernigem Freescale i.MX6 und 512 Mbyte Ram. In der leistungsfähigsten Variante ist ein vierkerniger Freescale i.MX6 mit 4 Gbyte Ram verbaut. Außerdem sind WLAN und Bluetooth dabei. Dann kostet das Board allerdings 200 US-Dollar.

Die auf dem Board vorhandenen Anschlüsse sind grundsätzlich identisch: vier USB2.0-Ports, HDMI, ein MicroSD-Einschub, ein mPCI-Anschluss. Außerdem kann es eine Micro-SIM-Karte aufnehmen. Der Netzwerkanschluss erfolgt zwar über Gigabit-Ethernet, der ist allerdings, wie bei allen Hummingbird-Modellen, auf 470 Mbps limitiert.

Eine Besonderheit des Boards ist der mikroBUS-Anschluss(öffnet im neuen Fenster) . Dieser Standard ist zwar in Deutschland wenig bekannt, allerdings gibt es bereits eine große Anzahl sogenannter Click-Aufsteckboards dafür. Eigene Basteleien können über die 36 GPIO-Pins des Boards angeschlossen werden.

Das Board ist 102 mm x 69 mm groß und wird über einen Hohlstecker mit Strom versorgt, dabei werden Spannungen von 7 bis 36 Volt akzeptiert.

Sparvariante des Edge

Bereits im Juli hatte Solidrun den Hummingboard Edge(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt. Für ihn gelten die gleichen Prozessor-, RAM- und Funkoptionen wie für den Gate. Die Preisspanne des Edge liegt zwischen 112 und 217 US-Dollar. Gleichfalls identisch ist das Board als solches. Lediglich auf den Mikrobus-Anschluss muss der Nutzer verzichten. Dafür bietet es zusätzliche Anschlüsse wie LVDS, Mikrofoneingang und Audioausgang sowie einen IR-Empfänger. Außerdem wird mPCI und m.2 für externe Speichermedien unterstützt. Alternativ kann der verbaute 4 GB eMMC-Speicher genutzt werden.

Bisherige Modelle umbenannt

Die bisherigen Hummingboard-Modelle sind weiterhin erhältlich, wie das von uns getestete Hummingboard i2eX . Allerdings wurden diese Modelle umbenannt(öffnet im neuen Fenster) und heißen jetzt Hummingboard Base beziehungsweise Pro. Da sie die gleichen Module mit den Prozessor- und RAM-Optionen unterstützen, sind sie nicht langsamer als die neuen Boards - und auch nicht preiswerter geworden. Allerdings besitzen die Base- und Pro-Modelle kleinere Abmaße.


Relevante Themen