Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Humanoide Roboter: Trainingscamp für Roboter eröffnet in München

Ein Trainingszentrum für Robotik soll helfen, eine physische KI zu entwickeln, mit der humanoide Roboter menschliche Aufgaben übernehmen können.
/ Mario Petzold
Kommentare undefined News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Aktuell noch eine Computergrafik: Roboter führen tägliche Aufgaben unter Beobachtung aus. (Bild: Neura Robotics)
Aktuell noch eine Computergrafik: Roboter führen tägliche Aufgaben unter Beobachtung aus. Bild: Neura Robotics

Die Technische Universität München (TUM)(öffnet im neuen Fenster) und das Startup Neura Robotics aus Metzingen bei Stuttgart wollen das weltweit größte Forschungs- und Trainingszentrum für Robotik aufbauen. Insgesamt 17 Millionen Euro investieren die Fakultät für Robotik und maschinelles Lernen sowie der Roboterbauer aus Baden-Württemberg, der den Großteil der Summe übernehmen wird.

Auf einer Fläche von 2.300 Quadratmetern sollen den Plänen nach Hunderte Robotersysteme gleichzeitig trainieren können, während unmittelbar eine wissenschaftliche Betreuung stattfindet.

Skalierung der Daten als Ziel

Auf diese Weise soll eine möglichst große Menge an hochwertigen Daten gesammelt werden. Durch die geplante Gründung weiterer solcher Zentren und die Vernetzung über ein firmeneigenes Cloudsystem von Neura Robotics wird eine umfassende Sammlung angestrebt, um eine physische KI zu trainieren.

Damit sollen die humanoiden Roboter befähigt werden, zumindest ansatzweise die Arbeitsleistung eines Menschen bei einfachen Tätigkeiten zu erreichen.

Der zukünftige Leiter des Zentrums und Professor der TUM, Lorenzo Masia, betonte die Bedeutung der Forschung für die Unabhängigkeit Europas bei der Entwicklung von Systemen für künstliche Intelligenz. Zudem sollen dadurch Anreize für Studenten und Forscherinnen weltweit geschaffen werden, um explizit in München die Zukunft der Robotik zu gestalten.

Probleme bei Bewegungsabläufen

Das Zentrum soll ein System entwickeln, auf das die Roboter zurückgreifen können und das auf echten Bewegungsabläufen in einer möglichst realistischen Umgebung beruht. Anders als bei großen Sprachmodellen, die beliebig viele Texte verarbeiten können, fehlen bisher hochwertige Daten für die Navigation und Bewegung im Raum.

Deshalb kommt es wie zuletzt wieder in China schnell zum Versagen humanoider Roboter, sobald eine unerwartete oder ungewöhnliche Situation auftritt. Auch Elon Musk musste zuletzt eingestehen, dass der Roboter Tesla Optimus weit davon entfernt ist, menschliche Tätigkeiten auszuführen.

Eine physische KI könnte diese Probleme überwinden. Wie genau diese aussehen soll und ob sie funktioniert, ist aber noch unklar.


Relevante Themen