Humanoide Roboter: Tesla Optimus weiterhin weit von der Serienfertigung entfernt
Laut einem Bericht von The Information(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) bereitet die Produktion der aktuell dritten Generation von Teslas humanoidem Roboter mehr Probleme als erwartet. Neben einer Reihe von Lieferengpässen sei die hohe Komplexität der Hände der Hauptgrund für die niedrigen Produktionszahlen.
Zwar sei die Stückzahl pro Woche von einigen Dutzend auf deutlich mehr als hundert gestiegen. Vom Ziel, Ende des Jahres bei 1.000 Robotern pro Woche anzugelangen, sei man jedoch weit entfernt. Auch Ausfälle bei der automatisierten Fertigung kommen hinzu.
Entsprechend unrealistisch erscheint aktuell das eigentliche Ziel, pro Woche 20.000 Einheiten herzustellen. Das würde einer Jahresproduktion von 1 Million Tesla Optimus entsprechen. Zumal die Roboter im Zentrum der Pläne von Tesla stehen, die Produktion in allen Bereichen massiv auszuweiten. Allein ein funktionierender und gut verfügbarer Roboter lässt Expansionspläne von Musks Firmengeflecht halbwegs umsetzbar erscheinen, wie zuletzt die Süddeutsche Zeitung(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) analysierte.
Einsatz nur in kontrollierter Umgebung
Noch dürfte das ambitionierte Vorhaben in weiter Ferne liegen. Die künstliche Intelligenz, die für die Steuerung der Roboter verantwortlich ist und mittlerweile mehr als eine halbe Million Stunden Trainingsdaten aufweisen soll, genügt nicht für eine flexible Nutzung. Mehr als die Verwendung in einer streng überwachten Testumgebung für wenige, vergleichsweise simple Aufgaben soll derzeit nicht möglich sein.
Das ist laut The Information auch der Grund, weshalb der Tesla Optimus nicht zum Verkauf steht. Sie werden an Kunden von Tesla verleast, die über ähnliche Lagerumgebungen wie in den eigenen Fabriken verfügen. Dieses Vorgehen soll es Tesla erlauben, jederzeit Zugriff auf die Roboter zu haben und Upgrades auszuführen.
Noch soll aber am Zeitplan festgehalten werden, bis Ende 2027 frei verkäufliche humanoide Roboter zu herzustellen.
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